Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wo ist der Zauber ?, 9. August 2009
Ich habe den Film quasi sofort nach Beendigung des Buches gesehen. Positiv ist, dass Bella sehr gut ausgewählt war und auch Edward recht gut getroffen wurde. Aber gerade an Edward hat mir die Eleganz, die Geschmeidigkeit und die elegante Kleidung gefehlt, die im Buch so oft beschrieben wurde. Warum bekommt der im Film so ein altes Sakko ? Warum bekommt der im Film leichte Bartstoppeln ?
Der Konflikt von Edward mit sich selbst, den ersten Berührungen etc. wurde gut angefangen (Szene im Biologieraum) aber nicht oder unzureichend weitergeführt. Die langsame Annäherung der beiden fehlt - sie sind einfach plötzlich zusammen und sich wichtig - das ist nicht nachzuvollziehen. Würde ich das Buch nicht kennen, hätte der Film allein mich nicht gefesselt, was schade ist. Das wäre machbar gewesen.
Rosalie ist absolut fehlbesetzt. Eine durchschnitts-Blondine mit Durchschnittsfigur - da ist nichts von der überirdischen Schönheit zu sehen, die im Buch beschrieben wurde.
Alice fand ich gut getroffen.
Ansehen kann man sich den Film gut - aber vielleicht eher an einem verregneten Sonntag als am Samstagabend als Highlight....schade.
|
|
|
467 von 563 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ausbaufähige Verfilmung, 23. Januar 2009
Ich kann verstehen, wenn Kunden diesen Film überschwänglich gut bewerten, jedoch kann ich auch verstehen wenn sich Kunden enttäuscht von dem Film zeigen.
Dieser Film ist sehr zielgruppenorientiert und das sollte man bei der Bewertung und beim Kauf bedenken. Die Story eines edelmütigen, gut aussehenden Gentlemans mit dunkler Seite, der einem Durchschnittsmädchen das Gefühl gibt etwas Besonderes zu sein und ihr ständiger Beschützer wird, trifft genau den Nerv einer bestimmten Zielgruppe (löst natürlich auch gegenteilige Gefühle bei anderen Gruppen aus ;))
Auch wenn ich wohl nicht zur Zielgruppe gehöre, so hab ich mich in die Vorlage des Films verliebt: Das Buch von Stephenie Meyer. Auch wenn ich denke, dass das Buch eklatante schriftstellerische Mängel hat, so bin ich in die Geschichte eingetaucht wie selten in ein Buch der letzten Zeit. Das nur zur Erklärung wie ich diesen Film gesehen habe: Voreingenommen, als Fan der Bücher. Wäre es nicht so, so hätte ich den Film evtl. schlechter beurteilt.
Daher werde ich auch ab und zu auf die Umsetzung Buch - Film zu sprechen kommen, auch wenn ich denke, dass sollte man lassen, denn Film und Literatur sind unterschiedliche Medien.
Zum Film:
Nein, einen Horror- oder Actionfilm wollte die Regisseurin nicht drehen. Scheinbar widerwillig hakt sie die Actionszenen des Films ab. Sie konzentriert sich lieber auf das Gefühlsleben einer Teenagerin und auf das Erwachen der ersten Liebe.
So trist und nebelig wie das Städtchen Forks ist auch das Teenagerleben Bella Swans. Bis sie auf ihre große Liebe den Vampir Edward Cullen trifft. Der Vampir in diesem Fall nicht als Symbol der Verführung und sexueller Leidenschaft, sondern eher als Verfechter unschuldiger Liebe.
"Komm! Raus aus dem Nebel. Rauf, wo die Sonne scheint." Eine schöne Beschreibung für das Erwachen der ersten Liebe, die Edward Bella abliefert, als er ihr zeigt wie er im Sonnenlicht aussieht. Für Bella sieht er wunderschön aus. Sie muss aber Erkennen, dass diese Schönheit auch eine zweckdienlich negative Seite hat.
"Das ist doch nicht möglich", staunt Bella in höchste Höhen versetzt auf den Baumwipfeln.
"Doch, in meiner Welt.", entgegnet Edward. Treffend gesagt. Dazu ist Liebe bzw. verliebt sein fähig.
Am Ende erkennt Bella: "Ich sterbe. Mit jeder Sekunde ein bisschen mehr." Und mit dieser Erkenntnis tut sie einen weiteren Schritt in Richtung Erwachsen werden.
Diese Szenen sind es, die den Film zu etwas Besonderem für mich machen. Das Erleben der ersten Liebe, das Verlieren der Unschuld. Diese Themen wurden gut herausgearbeitet und machen den Film zu einem Höhepunkt für alle, die diese Zeit gerade durchleben, oder für diejenigen, die sich nicht zu schade sind, sich gern an diese Zeiten zurück zu erinnern.
Dass der Film dennoch kein Meisterwerk ist, liegt an mehreren Hakpunkten.
Das größte Manko des Films ist, dass er einen inhomogenen Erzählfluss hat. Für manche Dinge lässt sich die Regisseurin viel Zeit, bei manchen Details hetzt sie durch den Film. Gerade das langsame intensive Verlieben, das den Zauber der Bücher ausmacht, kommt hierbei zu kurz. Die romantische Annäherung auf der Leinwand überträgt sich nicht auf den Zuschauer. Es scheint eher so, als beschließen Edward und Bella nur sich zu lieben, vom Verlieben spürt man nichts.
Dabei ist die "Coming out"- Szene zu erwähnen. Visuell sehr beeindruckend, wie vieles im Film, aber die Dialoge sind grauenhaft. Sie klingen auswendig gelernt und werden viel zu schnell abgespult. Die ganze Vampirgeschichte und Edwards Gefühle werden in diesen Dialog (mehr ein Monolog) gelegt. Das ist überfrachtet und lässt mich als Zuschauer kalt. Ich will Gefühle nicht erzählt bekommen, ich will sie sehen und spüren. Gerade auch den inneren Kampf Edwards, der im Film gar nicht ernsthaft behandelt wird. Da wurde eine Menge Potential verschenkt.
Überhaupt wird mir im Film zu viel geredet. Manchmal ist es besser etwas ohne Worte zu sagen. Zumal sich auch einige der schlechten Dialogzeilen aus dem Buch in den Film geschlichen habe, wo sich mir die Nackenhaare sträuben (Bsp: "Ich bin ein Killer").
Vielleicht hätte ein besserer Soundtrack dem Film gut getan und dem ganzen etwas mehr Tiefe und Emotionalität eingehaucht. Carter Burwells Score ist zwar nett, aber etwas dünn.
Kameratechnisch und visuell hat die Regisseurin einiges zu bieten. Viele Zeitlupen, tolle Schnitte, epische round- abouts etc. Manche Szenen wirken wie ein Musikvideo oder ein MTV Movie. Das hat durchaus seinen Reiz.
Was auffällt ist, dass der Film um einiges witziger ist, als die Bücher es sind. Es ist diese Selbstironie, die den Büchern fehlt. Leider fällt das schon wieder negativ ins Gewicht, da die Regisseurin nicht um Ausgleich bemüht ist. Tiefgründige und authentisch emotionale Szenen sind Mangelware.
Die Schauspieler sind gut gewählt. Bella ist so, wie ich sie mir vorgestellt hab(zum Glück nicht ganz so zickig und wehleidig wie im Buch). Eine solide schauspielerische Leistung.
Edwards Rolle, ist eine der Rollen, die man nicht den Erwartungen gemäß besetzen konnte. Ich finde mit Robert Pattinson hat man optisch eine gute Wahl getroffen. Schauspielerisch reicht das sicherlich nicht für den Max-Schreck-Ehrenpreis. Leider strahlt er zu keiner Zeit Gefahr aus.
Zwei Nebenfiguren die ich sehr gut besetzt fand, waren einmal Charlie, Bellas Vater und Badguy James.
Nervig ist der Akt integrativer political correctnes sämtliche unwichtigen Nebenfiguren empirisch abgesichert an Pseudorandgruppen zu verteilen.
Der Film hat starke Szenen, aber auch seine schwachen Momente.
Stark ist er, wenn sich Zeit gelasen wird. Leider gibt es davon zu wenig Momente.
Dennoch trotz allen Meckerns vergebe ich diesem Film 4 Sterne. Einmal mit Rücksicht auf die Zuschneidung auf die schmachtende Zielgruppe, andererseits hat mich der Film trotz allem gepackt und gut unterhalten. Sicherlich auch, weil ich das Twilight Universum liebe.
|
|
|
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gepflegte Langeweile, 15. November 2009
Ich kenne die Bücher nicht, aber das ist auch nicht Gegenstand der Rezension. Die Geschichte ist absolut fad und unterscheidet sich so gut wie nicht von all den anderen amerikanischen "Highschool"-Liebesfilmen.
Eine Sterbliche und ein Unsterblicher verlieben sich unsterblich ineinander. Was für eine "Wahnsinns-Idee". Immerhin sind beide wohl Vegetarier, wobei das beim guten Edward eine etwas andere Bedeutung hat.
Die Geschichte an sich ist schlicht und ergreifend nichts mehr als gepflegte Langeweile. Mädchen verliebt sich in geheimnissvollen Typ, der ein Vampir ist. Er begehrt sie (und unterschwelllig auch ihr Blut), sein Clan steht der Sache skeptisch, aber letztlich doch wohlwollend gegenüber. Die Indianer sind dagegen, der Vater der "Braut" ahnt von nichts. Alles könnte so schön sein, tauchten da nicht ein paar böse Vampire auf, die keine "Vegetarier" sind, und von denen einer dem geliebten Wesen Edwards den Lebenssaft entziehen will. Es kommt zum grossen Showdown, der Böse wird gegrillt, die Holde gerettet und zum Schluss gibt es beim Schulball noch Ringelpietz mit Anfassen und etwas Knutscherei.
Als Liebensfilme habe ich schon weitaus besseres gesehen. Und auch die Darsteller sind wohl kaum als erste Garnitur zu bezeichnen. Bei beiden Protagonisten habe ich vielleicht zwei maximal drei verschiedene Gesichtausdrücke entdeckt. In die Tiefe geht die Schauspielkunst der beiden Jungmimen jedenfalls nicht.
Für Fans von Schnulzen und Kiddie-Liebesdramen mag dieser Film noch von Interesse sein. Für Freunde gutgemachter Filme ist dieser Streifen allerdings reine Zeit- und Geldverschwendung.
Fazit: mittelmäßige Schauspieler, fade und leicht vorhersehbare Story, null Spannung, Erotikfaktor null, und selbst die "Liebesszenen" sind unterkühlt.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|