Irgendwer hat mal zu mir gesagt: Wenn du mal eine gute Cd für einen guten Wein brauchst, nimm "Twentysomething" von Jamie Cullum. Und ich bin froh, dass ich auf diesen Jemand gehört habe. Denn diese Cd ist einfach toll. Erstens hat man mit einer Gesamtlaufzeit von weit über einer Stunde echt viel gute Musik und zweitens ist sogar mein Cd-Player so heiss auf die Musik, dass er die Cd gar nicht mehr hergeben will. Total relaxed und sehr "old-styled" beginnt das Album mit den Songs "What a difference..." und "These are the days". Das Cullum aber nicht nur in Erinnerungen von gestern schwelgt, sondern durchaus Mut zu Neuem hat, beweist die geniale Coverversion des Klassikers "Singin' in the rain". Respekt. Ich hätte nicht gedacht, dass jemand aus diesem abgegriffenen Klassiker noch einmal einen solchen Diamanten schleifen kann. "Twentysomething", der Titeltrack, "But for now", und "Old devil moon", dann wieder ganz im Style der 20er, 30er und 40er. Doch dann wieder eine überraschende Neubearbeitung eines Klassikers: Hat man so schon einmal "I could have danced all night" gehört? Fast im Hip-Hop-Style haut Cullum die Textpassagen in den Bass-Rhythmus, der später von Piano und Streichern verstärkt wird. "Blame it on my youth", ein Lied zum Träumen und in die Wolken gucken, das rasante "I get a kick out of you", das Bravourstück "All at sea", und das bluesige "Wind cries Mary" ... was soll man dazu mehr sagen als: Sehr gut gemacht!? Dann wieder so ein Song zum lieb haben: "Lover, you should...". "It's abaout time" und "Next year baby" dann wieder typischer Cullum-Stil. Wer jetzt die special edition hat, darf sich auf die tolle Interpretation von "Everlasting love" und drei weitere Bonus Tracks freuen, so wie ich und mein Cd-Player, die "Twentysomething" jetzt einfach noch mal von vorne hören.