Cases etc. zum Schutz der eigenen, leider doch oft empfindlichen, Apple-Gadgets (nunmal der Preis, den man für Design/Materialien zahlt...) gibt es wie Sand am Meer. Die meisten sind irgendein Noname-Zeugs die zwar schützen mögen aber einfach hässlich aussehen, und auch die meisten Markenhersteller haben keine sonderlich gut aussehenden Cases im Angebot. Irgend so ein quietschbuntes Gummicase benutz ich sicher nicht, um damit gebürstetes Alu und Glas zu verdecken.
Das einzige, das einigermaßen gut aussieht, ist das lederne Smart Cover von Apple selbst - das allerdings bietet leider keinen Rundumschutz.
Zum Glück gibt es hier Twelve South.
Ich würde von mir zwar nicht behaupten auf retro und antik zu stehen, aber dieses auf alt getrimmte Leder"buch" hat schon irgendwie was.
Es ist kompakt, schützt das iPad von allen Seiten (Deckel und Rücken sind an den Ecken verstärkt und insgesamt auch sehr "fest") und bietet außerdem gleich noch integriert zwei Aufstellmöglichkeiten an; eine in relativ flachem Winkel zum Tippen, und eine in steilem Winkel, um beispielsweise Filme anzusehen.
Das (Echt!-)Leder außen sowie vom inneren Halterahmen für das iPad fühlt sich gut und wertig an; die Innenpolsterung ist samtweich, sodass man sich auch nicht um das Display sorgen muss.
Absolut passgenau - man braucht etwas Zeit, um das iPad genau mittig zu positionieren um es in den Halterahmen reinschieben zu können; ist es erstmal drin, muss man schon sehr stark dran ziehen um es wieder herauszubekommen - wenn man dann die Öffnung auch noch mit der Lasche verschließt, kann das iPad nicht mehr rausfallen, es sitzt bombenfest. Der Halterahmen wird dann mit 2 Druckknöpfen an seiner Stelle im Buch gehalten, damit sitzt es auch insgesamt äußerst fest.
Alle Anschlüsse und Buttons des iPads sind weiter gut zugänglich; am Dock-Anschluss muss man allerdings manchmal das Leder einen Millimeter beiseite schieben.
Möchte man Fotos machen, geht auch das ohne das iPad herauszunehmen - der Halterahmen hat auf der Rückseite eine passende Öffnung und kann aus dem Buch herausgeklappt werden.
Kamera und Mikrofon werden nicht verdeckt und funktionieren weiter wie gewohnt; für den Lautsprecher ist das Leder auf der Rückseite perforiert. Ein kleines bisschen gedämpft wird der Klang dadurch natürlich, aber nicht so stark wie ich erwartet hätte.
Der Rahmen lässt rund um das Display auch noch etwas Platz am Rand frei, sodass man Apps, die Wischgesten von "außerhalb" des Displays auf das Display registrieren, wie z.B. bei Paper von Fiftythree um die Werkzeugpalette einzublenden, immer noch wunderbar bedienen kann.
Der Reißverschluss außen hat 2 Zipper, wodurch man das Case trotz angeschlossenem Dock-Kabel oder Kopfhörern noch vollständig schließen kann.
Und glücklicherweise, trotz der Kompaktheit, passt neben das iPad auch noch ein dünner Stylus wie z.B. der Jot Pro von Adonit wunderbar in das "Buch". Auch ein dünner Stoß A5-Papier / gefaltetes A4-Papier passt rein und lässt sich ebenfalls gut versteckt unter dem inneren Halterahmen des iPads verstauen.
Auch wenn das BookBook mit 75 Euro wahrscheinlich eines der teuersten Cases auf dem Markt ist: Ich bereue den Kauf nicht und kann es uneingeschränkt empfehlen.
Schutz, Verarbeitung, Aussehen - 1A.
Für das alles und zusätzlich Echtleder, Handarbeit (jedes BookBook ein Unikat!) und "Made in the USA" statt "Made in China" wird der Preis dann schon wieder relativ.