Ich bin durch den Trailer fuer den Film zu "Twelve" auf dieses Buch aufmerksam geworden und habe es mir gleich gekauft.
Zuerst einmal soll gesagt sein, dass sich "Twelve" total schnell lesen laesst. Wenn man sich die Zeit nimmt, ist man in zwei bis drei Stunden damit durch. Allerdings sind das zwei bis drei Stunden, die sich wirklich lohnen. Die schlichte Erzaehlweise des Autors sorgt dafuer, dass man sich vollkommen auf das Wichtigste konzentrieren kann und der Hintergrund unwichtig wird und verschwimmt.
Die wichtigen Themen wie Drogenmissbrauch, Sex und Gewalt treten also vollkommen in den Vordergrund, sodass selbst die Charaktere Nebensache sind. Das tut dem Buch nur gut. Nach der letzten Seite bleibt einem gar nichts anderes uebrig, als sich nochmal Gedanken ueber das Gelesene zu machen.
Auch das Nachwort der Reclam-Ausgabe ist absolut lesenswert. Es gibt weitere Gedankenanstoesse und Ideen zu den behandelten Themen.
Trotzdem sollte man nach dem Lesen die Finger von der Verfilmung des Buches lassen! Was im Buch funktioniert, wirkt im Film oft albern und uebertrieben. Gar nicht erst angucken! Lieber in Gedanken noch einmal den oft schockierenden und am Ende ueberraschenden Inhalt des Buches durchgehen und darueber nachdenken, was das ueber unsere Gesellschaft aussagt.