George Strait wird zwar älter und nachdenklicher: Wie im Titeltrack seines letzten Albums, Troubadour, beschäftigt sich der über 50 jährige Strait mit dem älter werden. Dabei stellt er in "Where Have I Been All My Life"(augenzwinkernd)fest, dass Brokkoli ihm heutzutage schmeckt! Dennoch brauchen wir uns um George keine Sorgen zu machen: Der Troubadour ist zwar beschaulicher geworden aber im Rock and Roll des Titeltracks kann er noch immer ordentlich die Sau raus lassen und sich amüsieren. Wenn er mal wieder verlassen wird kann er in der Singleauskopplung, "Living For The Night" unwiderstehlich auf die Tränendrüse drücken und sein Leid mit Alkohol betäuben ohne dabei kitschig zu wirken.
Man merkt es: George Strait hat wieder ein exzellentes Werk produziert. Diesmal mit einige Überraschungen: 3 Lieder wurden mit seinem Sohn Bubba Strait komponiert. U.a. der bereits erwähnte "Living For The Night", die wunderschöne Ballade "Out Of Sight Out Of Mind", das eine ähnliche Thematik behandelt. Bubba Strait schrieb das an Johnny Cash errinnernde "Arkansas Dave".Im spanisch gesungenen Lied "El Rey" verneigt sich Strait die viele Texaner mexikanische Abstammung.
Mit "Twang" ist George Strait mal wieder ein wunderbares Album gelungen, das alle Zutaten hat die Man von Strait erwartet, dazu einige Überraschungen wie "El Rey" (Der König!). Wie immer mit knapp 40 Minuten Spiellänge viel zu kurz geraten, aber es kommt bestimmt ein nächstes Album! Heißer Kandidat für Country Album des Jahres!