Der Italo-Barde Eros Ramazzotti ist ja nicht gerade das Lieblingskind einer gewissen Gruppe von Menschen, die sich als ernsthafte Kenner der Rock- und Popmusik bezeichnen. Doch mit vorschnellen Urteilen über dieses Album sollte man vorsichtig sein, denn vielleicht ist es Ramazzottis bestes. Bereits das erste Lied „Cose della vita" empfängt den Hörer mit einer, für Ramazzotti, erfrischend wenig poppig klingenden Melodie und lädt dazu ein, sich mit diesem Album vorurteilsfrei auseinander zu setzen. Natürlich ist die CD von melodiösen Klängen geprägt (was ja nicht zwangsläufig schlimm ist), und wer Negatives finden möchte, der findet es gewiss. „Un' altra te" müsste beispielsweise nicht unbedingt sein. Dennoch sind die meisten Lieder wirklich ernst zu nehmende Balladen, die übrigens sehr anspruchsvolle Texte haben.
Wenn ich auch der Ansicht bin, dass Italien mehr zu bieten hat als den in Deutschland fälschlicherweise als typischen Vertreter italienischer Musik bezeichneten Eros Ramazzotti, so muss ich doch sagen, dass „Tutte storie" durchaus hörenswert ist.