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Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land
 
 

Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land (Broschiert)

von Uwe Tellkamp (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 976 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (27. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518420992
  • ISBN-13: 978-3518420997
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (129 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 170.369 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Er war der haushohe Favorit für den Deutschen Buchpreis 2008 - und er hat ihn verdientermaßen auch bekommen. Schon 2004 konnte Uwe Tellkamp mit einem Auszug aus "Der Turm" den Bachmann-Preis abräumen. Gerade weil die Erwartungen durch das schnell zwischengeschobene Debüt "Der Eisvogel" wieder gedämpft wurden, walzt das fast 1000 Seiten starke Mammutwerk jetzt alles nieder, und so reaktionär die jahrelange Forderung nach einem Wenderoman auch gewesen sein mag, jetzt heiligt das Ergebnis das altbackene Sehnen. Tellkamp blickt für die Zeit von 1982 bis 1989 in die Villen des Dresdener Turmstraßenviertels und zeigt dessen Bewohner zwischen staatskonformer Angepasstheit und rückwärtsgewandtem Bildungsbürgertum: Lektor Meno Rohde, der sich mehr und mehr in seine Bücherwelt zurückzieht, sein Schwager, der Chirurg Richard Hoffmann, der ein Doppelleben führt und von der Stasi erpresst wird und Hoffmanns Sohn Christian, der von der NVA direkt in die Isolationshaft wandert. Genau diese DDR-Exoten hat es gebraucht, damit Tellkamp dem Personal angemessen im altmodisch gediegenem Stil beginnen - und dann diese Kunstwelt mit der rauen Wirklichkeit des real existierenden Solzialismus und harter Prosa einstürzen lassen kann. (cs) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Resigniert, aber humorvoll kommentiert man in Dresden zwischen 1982 und 1989 den Niedergang des Gesellschaftssystems der DDR. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren. Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Und Onkel Meno Rohde, mit Zugang zur Nomenklatura, steht zwischen den Welten. In epischer Sprache, in eingehend liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben. Gekürzte Lesung. Sprecher: Sylvester Groth -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Eine Zumutung, 8. Februar 2010
Von Mathias Jahnke (Rostock) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
ist dieser "historische Abriss" für viele, die selbst in der DDR gelebt haben.
Ich kann mich den negativen Kritiken nur anschließen.
Vielleicht hätte Hr. Tellkamp im Laufe seines kurzen Lebens in der DDR mal seinen Elfenbeinturm im "Tal der Ahnungslosen" verlassen sollen statt lauter aus 40 Jahren zusammengetragene ,sicher auch passierte, Geschichten mühsam in hochtrabende Wortakrobatik zu verpacken. Dann hätte er mitbekommen, dass es nicht nur eine frustierte, kleinbürgerliche Bohéme gab.
Ansonsten aber Respekt, wie man dem derzeitigen Zeitgeist nach dem Munde reden kann und dieser es auch promt zu würdigen weiß.
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206 von 232 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Tellkamps großes Selbstgespräch, 2. März 2009
Ich war auf diesen Roman gespannt - nicht nur, weil ich in der Nähe von Dresden aufgewachsen bin und den sozialen Rahmen der Handlung zumindest oberflächlich kenne. Dazu war ich in der beschriebenen Zeit so alt wie Christian, eine der Hauptfiguren, und habe so viele seiner Stationen zeitlich parallel erlebt: EOS, Abitur, dreijährige Armeezeit, Ende der DDR. Nach einer anstrengenden bis quälenden Lektüre bin ich mit Uwe Tellkamps "Der Turm" eher unzufrieden. Dieses Buch ist nicht der erwartete Gesellschaftsroman sondern leider nur eine starre, schrullige und gelegentlich größenwahnsinnige Beschreibung eines bestimmen Dresdener Kleinbürgermilieus. Mir kommt es vor wie eine Art gigantisches Selbstgespräch, mit dem der Autor seine Jugendjahre reproduziert.

Dieser "Turm" ist trotz seiner Detailverliebtheit abweisend; er erzählt keine große Geschichte, an deren Handlung und Figuren man Anteil nimmt. Das liegt vor allem an den drei Hauptfiguren des Romans: neben Christian (offensichtlich Tellkamps alter ego) sein Vater Richard und sein Onkel Meno. Jeder hat auf seine Weise bestimmte Konventionen extrem verinnerlicht, erscheint borniert und unbeweglich. Man kann als Leser zu ihnen kein Verhältnis aufbauen; sie bleiben während der gesamten Handlung stets distanzierte Fremde. Speziell die Figur des Christian wirkt so blass, verklemmt und unverständlich. Sie erzeugt keine Neugier und kann einen nicht durch den Roman führen. Ähnlich ergeht es mir mit Meno, diesem zwanghaften Nischen-Intellektuellen, der seine Unfähigkeit zu leidenschaftlichen Gefühlen im Buch immer wieder mit seitenlangem Gesülze kompensieren muss. (Durch die Kursivschrift kann man jeweils leicht weiterblättern).

Andere Mängel des Romans wiegen bei dieser unglücklichen Struktur der Hauptfiguren fast weniger schwer: die hölzernen Dialoge, die durchweg seltsam erscheinenden Frauenfiguren, der Mangel an Sexualität in und zwischen den Figuren, schließlich die langweilende und häufig funktionslose Detailversessenheit. Natürlich gibt es auch Szenen und Episoden, die ich gelungen fand: die Darstellung der Dichtermilieus etwa, des Hauses Arbogast oder des Beginns von Christians Armeezeit. Aber das bleibt für mich zu wenig, um den "Turm" als großen, nachhaltig wirkenden Roman zu bewerten.

Bleibt die Frage, ob das Buch zumindest als wahrhaftige Chronik der späten DDR taugt. Auf jeden Fall zeichnet Tellkamp die kleine Welt seines Romans sehr treffend und realistisch. Ein breites Gesellschaftspanorama sollte man allerdings nicht erwarten. Sicher konnte man in Dresden und anderswo auf den materiellen Mangel und die staatliche Repression so reagieren und sein Leben so gestalten wie die Figuren im Turm". Man musste es aber nicht, ohne dadurch gleich ein Anhänger des Systems gewesen zu sein. Vielleicht wäre aus diesem Buch ein großartiger Roman geworden, hätte Uwe Tellkamp vorher seinen "Turm" tatsächlich verlassen...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen äußerst schwach, 21. Februar 2010
ich habe mir immer wieder Mut gemacht, dieses Buch durchlesen zu wollen. Nach mehreren Anläufen kam ich dennoch nicht über die ersten 100 Seiten hinaus. Dieses Buch langweilt und ich verstehe die hochgelobten Dotierungen der Kritiker umsoweniger. Ich bin selbst ein Kind der DDR (60 Jahre alt) und bin von literaturliebenden Freunden umgeben. Bisher konnte mir keiner von denen etwas Positives und Überzeugendes vermitteln, um dieses Buch doch noch durchzulesen.............
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4.0 von 5 Sternen sehr gutes Buch, vielleicht etwas langatmig
Habe lange an diesem Buch gelesen und war manchmal hin- und hergerissen, definitiv ist es aber ein großes Werk. Ich schwankte zwischen 4 und 5 Sternen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Stunden von B. Uwe veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Note 1
Das Buch war ein Geburtstagsgeschenk. Ich habe mich gefreut, war neugierig, begann zu lesen, fing schon nach zwei Seiten an zu Blättern und stieß oben auf S. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von Olaf Baale veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Großartig!
Schon lange nicht mehr hat mich ein Buch so fasziniert wie Uwe Tellkamps "Der Turm". Völlig unverständlich sind mir die Rezensionen, die hier nur einen Stern vergeben und von... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von Sarah Müller veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen 50 Seiten hab ich tatsächlich geschafft !!!
Für dieses Buch fehlt mir leider (oder Gottseidank) das Durchhaltevermögen. Was der Autor erzählen möchte, oder das irgendwann mal eine Geschichte oder Handlung zu erkennen ist... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Tagen von Bernd Strutz veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Eine Fleissarbeit - mehr nicht
Sicher - Herr Tellkamp versucht zu beeindrucken - die Seitenanzahl imposant ebenso wie endlos erscheinende Sätze, die letzendlich nur leere Worthülsen sind und dazu führen, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von Bücher_öffnen_Welten veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Betreten verboten?
Von Uwe Tellkamps "Der Turm" bin ich nicht begeistert. Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt, warum dieses Werk in verschiedenen Artikeln so gelobt und bewundert wurde und... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Mario Emrich veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Sprachlich elegant
Mit dem Autor (fast) ein Jahrgang, aber in der Bundesrepublik aufgewachsen und auch das heutige Dresden nur aus zwei kurzen Tagesreisen ohne Zeit für Touristisches kennend, will... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Tagen von bxa veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Tja
Nachdem ich mich durch die ersten 300 Seiten dieses Mammutbuchs gequält habe, hab ich nicht ansatzweise verstanden, was der Autor denn nun eigentlich erzählen möchte. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Bibliothekswurm veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Tellkamp, Der Turm
Dieses Buch sollte jeder gelesen haben, auch Leute, die die DDR nur von außen erlebt haben. Es ist erschütternd wie Menschen miteinander umgehen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Evelin Jaschke veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Schade!
Tja, offenbar habe ich zuviel erwartet von diesem preisgekrönten Wälzer. Leider besteht er primär aus unglaublich langen Detailbeschreibungen aller möglichen und unmöglichen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Smyrill veröffentlicht

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