Es erinnert in der Grundidee sehr stark an den "Herrn der Fliegen". Nur dass die Jugendlichen hier, sich freiwillig in die Ödniss begeben. Es ist ein Teil des Studiums. Jedes Jahr zieht eine Gruppe von Jugendlichen aus, um als Abschluss und Prüfung ihres Kurses einige Zeit in einem völlig unbekannten Gelände zu überleben. Sie können mitnehmen, was sie wollen. Einschränkungen gibt es nicht. Über das Ziel ist nichts bekannt - es kann alles sein, angefangen von einer Eislandschaft, über Sümpfe bis hin zur Wüste. Rod Walker ist einer dieser Jungen und Mädchen, der sich auf macht in die fremde Welt. Seine Eltern sind dagegen, dass er geht, doch er wagt es trotzdem und landet auf einem sehr erdähnlichen Planeten. Nachts tauchen unheimliche Geschöpfe auf und zwingen ihn dazu, auf Bäumen zu kampieren. Nach und nach findet er andere Kammeraden und nach relativ kurzer Zeit, muss die Gruppe feststellen, dass man sie offenbar vergessen hat. Die Prüfungszeit ist längst um, doch zurückgeholt hat sie noch keiner. Natürlich erlebt die Gruppe eine Menge Abenteuer auf dem neuen Planeten. Wie auch schon im "Herrn der Fliegen" ist der eigentliche Feind der Jugendlichen nicht irgend ein Tier, das man nicht kennt, von dem man nichts weiss, sondern vielmehr sie selbst. Rivalitäten, Streitigkeiten und sogar kriegerische Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Doch zeigt Heinlein auch, dass sich Menschen einigermassen zivilisiert benehmen können. Die Jugendlichen schaffen sich in der Wildnis ihre eigene Welt. Sie gründen eine Stadt und schaffen gesetzte. An der Figur des Rod demonstriert Heinlein beispielhaft, wie sich ein Mensch in einer derartigen Situation verhalten könnte. Rod macht die verschiedensten Stufen der "Zivilisation" durchmacht. Angefangen vom Einzelkämpfer, über streitsüchtigen Rabauken bis hin zum starken Anführer. Das Buch ist sehr beeindruckend, weil es auch nicht nur ein "Abklatsch" ist, sondern eine andere Blickrichtung zeigt. Die Personen bei Heinlein sind älter, von Grund her schon gereifter und man sollte denken, dass sie deshalb auch vernünftiger sind. Sollte man denken... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)