Die Tulpe ist ein Versprechen des Frühlings! Spätestens nach Weihnachten gibt es sie in allen Farben und Formen zu kaufen: Papageien- und französische Tulpen, Züchtungen in den gewagtesten Farben oder die Klassiker in gelb und rot. Wohl kaum jemand kann sich dem Reiz dieser Zwiebelblume entziehen: Ihr Knacken, wenn sie ganz frisch ist, oder ihr Eigensinn, wenn sie in der Vase in alle Richtungen wächst!
Der uralte Schlager der "Tulpen aus Amsterdam" verrät nicht, dass die Tulpe ursprünglich aus dem Orient kommt und dass es im 17. Jahrhundert in Holland eine Tulpenmanie gab, die die Preise für die Zwiebeln in schwindelerregende Höhen trieb.
Zbigniew Herbert weiß von all dem sehr spannend zu berichten.
Er erzählt, wie es zu diesem Tulpenfieber kam, dass manch Gierigen in den Ruin trieb. Genauso schnell, wie die Preise für Tulpen stiegen, fielen sie nach kurzer Zeit nämlich wieder. Danach trat die Tulpe ihren endgültigen Siegeszug an: denn plötzlich konnte jeder sich die Blumen leisten.
Wie bei jedem Spekulationsobjekt gab es nach dem Hype Sieger und Verlierer. Weil es letztlich ja auch noch um etwas anderes ging: Die Sehnsucht nach reiner Schönheit, die die Tulpe erfüllt, zumal nach einem langen Winter!
Ein wunderschönes Insel-Buch, wie immer liebevoll gestaltet und mit oder ohne Tulpen ein ideales Geschenk!