Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Introduction | |||
| 2. Fast Guitars | |||
| 3. Basses | |||
| 4. Latin | |||
| 5. A Minor Tune | |||
| 6. Blues | |||
| 7. Trash | |||
| 8. Jazz | |||
| 9. Ghost Bells | |||
| 10. Russian | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Introduction (DVD 5.1 mix) | |||
| 2. Fast Guitars (DVD 5.1 mix) | |||
| 3. Basses (DVD 5.1 mix) | |||
| 4. Introduction (Video Promo) | |||
Mit den Aufnahme-Apparaturen unserer Tage hat der Künstler aus Reading im Verwaltungsbezirk Berkshire sein Mammutwerk völlig neu eingespielt und auf den Sound-Stand von heute gebracht. Das ist gleich bei der "Introduction" nicht zu überhören. Die Eröffnungssequenz, die von der Minimal Music eines Philip Glass beeinflusst wurde und mit dem Soundtrack zu William Friedkins Kino-Klassiker The Exorcist weltweite Berühmtheit erlangte, klingt beim Remake viel präziser und farbenreicher. Die Tieftonläufe des "Basses"-Abschnitts dröhnen jetzt satt und phonstark aus den Boxen. Beim "Blues"-Teil ertönt die singende Gitarre -- Oldfields Markenzeichen -- so deutlich wie niemals zuvor. Und die akustische "Latin"-Passage wirkt so hautnah, als würden einem die Musiker im Wohnzimmer daheim gegenübersitzen.
Klanglich hat die generalüberholte Ausgabe eindeutig die Nase vorn. Sie ist in ihrem strahlenden Glanz eine Offenbarung, ein Hörgenuss für audiophile Hi-Fi-Feinschmecker. Das heißt nun freilich nicht, dass die Urfassung damit hinfällig wäre. Die bahnbrechende, stilbildende Originaledition, die ihrem Schöpfer einen Grammy eintrug und insgesamt Millionen Mal über die Ladentheke ging, hat zwar etwas Patina angesetzt, sie behält jedoch ihren Stellenwert im Schaffen von Mr. Oldfield und ihren Platz in den Herzen der Fans. Welcher Version man den Vorzug gibt, ist letztlich Geschmackssache.
Diese Ausgabe enthält zusätzlich eine Bonus-DVD mit Auszügen aus dem 5.1-Surround-Mix von Tubular Bells 2003 und das Video zur Single "Introduction". --Harald Kepler
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Meine erste Berührung mit Oldfields Musik hatte ich mit Hergest Ridge. Nach ein paar mal hören war ich so fasziniert hiervon wie später kaum noch von einem anderen Musikstück. Danach erst lernte ich TB kennen. Und wie schwer hab ich mir dann mit diesem Stück getan! Spröde war es, anspruchsvoll, ungewöhnlich, manchmal geradezu erschreckend (Caveman z.B. auf Seite 2).
Aber gerade diese "Sperrigkeit" war es, die mich bis heute fasziniert. Gleichzeitig ärgerte ich mich immer über die miese Klangqualität, die in erster Linie durch schlechte Vinylpressungen und später durch verantwortungslose Überspielung auf CD hervorgerufen wurde. Auch der Klang der Ur-TB war immer ein bisschen blechern, hölzern, dynamisch nicht ausgewogen. Wie schön wäre es, wenn Mike das ganze Werk noch mal einspielte...Jetzt ist es soweit.
Und nach dem ersten hören stellt sich schnell eine Ernüchterung ein, vielleicht sogar Enttäuschung. Zunächst einmal: klanglich ist die Aufnahme überragend. So hat die alte TB natürlich nie geklungen. Viele Instrumente kommen unwahrscheinlich differenziert herüber. Wirklich beeindruckend.
Aber enttäuscht war ich dann von so manchen Details. Diese Details begründen im allgemeinen dann auch die Unterschiede zu TB1. Ich möchte hier nicht alle aufführen, das sei dem Hörer selbst überlassen.
Ein typisches Beispiel aber ist das Finale von Teil 1. Über die Ansagen von John Cleese kann man geteilter Meinung sein. iel gerolltes RRRRR, z.B. in "Grrrrand piano". OK. Der Höhepunkt (Einsatz der Tubular Bells) ist hier im Vergleich zum Vorgänger noch gesteigert. Mit Blechen und Gong gibt es eine Art Höhepunkt im Höhepunkt, so wie es bei Hergest Ridge in der Vinylausführung (und nur dort, nicht auf CD!!) zu hören war. Solche Steigerungen waren der Ur-Version fremd. Und Mike Oldfield selbst hat solche Steigerungen bei HR für die Zusammenstellung in BOXED herausgenommen. Auch die CD-Fassung enthält die Fassung ohne solche Höhepunkte.
Nun fügt Mike ausgerechnet bei TB solche Wirkungen wieder dazu. Das befremdet. Und bringt einen immer wieder dahin zu denken, wie einzigartig doch Tubular Bells 1973 doch immer war und immer bleiben wird.
Zum Thema Klang der alten Version empfehle ich übrigens die digital überarbeitete Fassung von TB1 zum 25. Jubiläum, oder die SACD-Ausgabe (enthält die selbe Überarbeitung). Diese Fassung bringt den authentischen Klang in einem umwerfenden Sound mit tollem Dynamikumfang herüber.
Alles in allem gab es das erwartete und etwas mehr.
Es ist eben eine "erwachsenere" Tubular Bells, bei der kleine Schwächen des Originals ausgemerzt wurden ohne (wie ich ehrlicherweise befürchtete) den Charakter des Werkes zu verändern.
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