Gut ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir mit Arbeit. Doch die wenigsten sind glücklich mit der Tätigkeit, mit der sie ihr Geld verdienen. Gehören Sie auch zu diesen Unglücklichen und wollen diesen Zustand ändern? Leider gibt es im wirklichen Leben keine Feen, die uns unseren Wunsch nach einem Traumjob von jetzt auf gleich erfüllen. Doch es gibt Menschen, die Geld ausschließlich mit der Tätigkeit verdienen, die ihnen Spaß macht. Samuel Woitinksi ist einer von ihnen. Er hat über seinen Weg zum Traumjob ein Buch geschrieben, das gewissermaßen Ratgeber und Erfahrungsbericht zugleich ist.
Der Autor war selbst für gewisse Zeit ein unglücklich Arbeitender, weiß also ganz genau worüber er schreibt. Am Anfang der Suche nach der idealen Tätigkeit gilt es heraus zu finden, was man zu tun liebt. Denn, wenn man das tut, was man liebt und bereit ist, dafür Geld zu nehmen, lässt sich der Erfolg gar nicht mehr vermeiden. So die einfache, aber doch geniale Grundaussage des Buches. Zugegeben dieser Ansatz ist nicht neu. Auch in dem Ratgeber-Klassiker des Autoren Nelson-Bolles "Durchstarten zum Traumjob" kann man diesen Ansatz finden. Doch dem Leser wird es in dem Woitinski-Buch einfacher gemacht, zu schnellen und verwertbaren Ergebnissen zu kommen. Sätze wie "Ich vergesse die Zeit, wenn ich.." oder "Das kann ich praktisch im Schlaf" helfen dem Leser dabei, seine ihm vielleicht nicht immer bewussten Talente an das Tageslicht zu bringen.
Die Schritte, die dann folgen, liegen sozusagen auf der Hand. Man muss sich mit seiner Tätigkeit der Welt zeigen, etwa in dem man kostenlose Arbeitsproben an seine Wunscharbeitgeber verschickt. Was vielleicht am meisten Mut kostet, ist der finale Schritt, für seine Tätigkeit auch Geld zu verlangen. Das fällt vielen wahrscheinlich anfangs schwer, da sie ihre Tätigkeit auch umsonst tun würden. In diesem Zusammenhang räumt der Autor auch mit den vielen falschen Mythen auf, die wir über Arbeit und Geld haben. Etwa, dass Arbeit an sich nicht Spaß machen darf. Oder, dass Geld ja bekanntlich den Charakter verdirbt. Im abschließenden Teil des Buches beantwortet der Autor die wichtigsten Fragen, die sich dem Leser stellen, wenn er sich denn einmal auf dem Weg zum Traumjob begeben hat. Etwa, was er tun muss, wenn die erste Idee noch nicht die richtige ist. Oder wie man sich verhalten soll, wenn ein der komplette Freundeskreis einen für verrückt hält.
Nach der Lektüre hat man in dem Autor gewissermaßen einen Freund gefunden, zu den der Leser immer wieder gerne zurückkehrt, um sich von ihm beraten zu lassen. Er fordert die Eigeniniative desselben heraus, ohne die keine vernünftige Nutzung von Ratgeber-Literatur funktionieren kann. Aber was gibt es denn Schöneres als die Erkenntnis, dass man keine Fee braucht und sich seine Träume selber erfüllen kann.