Obschon man auch dieser Episode durchaus Positives abgewinnen kann, überzeugt «Azzurro» in seiner Zusammenhanglosigkeit weniger als die vorherigen Episoden der Reihe um den versoffenen und permanent abgebrannten Südtiroler Weltenbummlers Tschonnie Tschennet.
Auch hier werden wieder verschiedene interessante Figuren charakterisiert und auch zahlreiche Bekannte früherer Episoden tauchen immer mal wieder auf, man hat jedoch den Eindruck, diese Auftritte würden gewissermaßen zufällig erfolgen, um sofort wieder neue Seiten aufzuschlagen, in welchen sie absolut nichts mehr mit der Geschichte zu tun haben.
Man vermisst den roten Faden im Buch und hat irgendwie den Eindruck, beim Buch handle es sich um eine Art Abfallprodukt, in welchem der Autor, verschiedene früher entwickelte und dann verworfene Ideen zusammengepackt hat, ohne sich besonders Mühe zu geben, das Ganze zu systematisieren. Wahrscheinlich hätte eines der angesprochenen Themen herausgegriffen und dann konsequent zu einer größeren Geschichte ausgearbeitet werden sollen. So vermisst man am Ganzen leider Kopf und Fuß.