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Tschick [Taschenbuch]

Wolfgang Herrndorf
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (390 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. März 2012
Zwei Jungs. Ein geknackter Lada. Eine Reise voller Umwege durch ein unbekanntes Deutschland. Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine unvergessliche Reise ohne Karte und Kompass durch die sommer-
glühende deutsche Provinz. «Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an.» Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [PDF]
  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 19 (1. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499256355
  • ISBN-13: 978-3499256356
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (390 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Wie Herrndorf erzählt, mit einer Sprache, die sich keinem Jugendslang anbiedert und doch ganz nah dran zu sein scheint am Denken und Fühlen seiner Helden, mit schnodderiger Kunstsprache, nach der man süchtig werden kann, das ist brillant. (Ulrich Rüdenauer, Frankfurter Rundschau )

Eine Geschichte, die man gar nicht oft genug erzählen kann, lesen will ... existentiell, tröstlich, groß. (Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

Herrndorf verfügt über die seltene Gabe, mit authentischer, roher Figurensprache, mit Jugendslang und knappem Wortschatz, umstandslos, rasant, aber vor allem zart die Wirklichkeit fremder Welten zu transportieren. (Ulrich Seidler, Berliner Zeitung )

Wolfgang Herrndorf trifft den Ton der schwer-schönen Jahre, schräg, beseelt, brüllend komisch, zum Heulen aber auch. (Stern )

Man sieht die Welt mit anderen Augen nach diesem Buch. (Rolling Stone )

Ein Buch von der Sorte, das beglückte Leser an ihre Freunde und Bekannten so innig weiterempfehlen, als gelte es, ein Geheimnis zu bewahren. (Der Spiegel )

Man lacht viel, wenn man (Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung )

Mit so vielen Wirklichkeitselementen so virtuos zu spielen, ohne je am Boden der Tatsachen kleben zu bleiben, das macht Herrndorf im Moment kein deutschsprachiger Autor nach. (Ijoma Mangold, Süddeutsche Zeitung )

Erst letztes Jahr erschienen und schon so wichtig für die deutsche Literatur wie Fausers (Maxim Biller, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

Dass es sehr wahrscheinlich ein Klassiker werden wird, hat sich ja herumgesprochen. (Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung )

Herrndorfs Sprache ist präzise bis ins Detail, liest sich dabei aber immer so locker, dass man leicht vergisst, wie schwierig so ein selbstverständlicher Ton hinzubekommen ist. (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Über den Autor

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger Buchpreis (2012) ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
197 von 209 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Berger TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
>Tschick< ist das wunderbarste Buch, das ich je über das Erwachsenwerden gelesen habe.
Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert, stellenweise fast kaputtgelacht, nicht alleine wegen dem jugendlichen Sprachgebrauch, sondern auch wegen der kuriosen Figuren, der stimmigen Dialoge und der hinreißenden Situationskomik.

Wolfgang Herrndorf erzählt die Geschichte zweier Achtklässler, zweier uncooler vierzehnjähriger Außenseiter, die auf Umwegen zueinander finden, und sich in den ersten Tagen ihrer Sommerferien mit einem gestohlenen Lada auf den Weg in die Walachei machen. So beginnt die haarsträubende Reise der beiden planlosen Helden Maik und Tschick (der eigentlich Andrej Tschichatschow heißt) durch die ostdeutsche Provinz. Und diese rastlose Reise hat es in sich, denn was der langweilige Maik und der durchtriebene Tschick zusammen erleben ist komisch, reichlich durchgeknallt und stets ein klein wenig nachdenklich.

In unverkrampft frecher Sprache hat Wolfgang Herrndorf die Gefühlswelt zweier Heranwachsender zu Papier gebracht. Dabei gelingt es ihm ganz wunderbar, die jugendliche Zerissenheit zwischen rührender Einsamkeit, Unsicherheit, liebevoller Empfindsamkeit und der vorhandenen pubertären Coolness einzufangen. (Und ganz nebenbei: "Tschick" ist nicht nur die Abkürzung für Tschichatschow, sondern im österreichischen auch der Ausdruck für "Kippe" - also Coolness bereits im Titel mit inbegriffen...) Der Ton ist durchwegs richtig getroffen und läßt trotz all dem Witz auch Themen wie Freundschaft, Zugehörigkeit, erste Liebe und Endlichkeit anklingen.

Der Roman beginnt mit dem Ende und endet viel zu schnell. Und trotz des Tempos ist >Tschick< ein kluges Buch, ein endkomischer Roman, ein abgefahrenes Roadmovie und im besten Sinne beste Unterhaltung mit zwei Helden, die dem Leser einfach ans Herz wachsen.

Ein Dankeschön an den großartigen Autor für diesen literarischen Spaß! Doch in welchem Genre sucht man dieses originelle Buch nun? Ist es ein Jugendbuch? Ein Abenteuerroman? Ein Heimatroman? Ein Stück deutsche Literatur? - Schwer zu beschreiben, denn es ist wohl von allem ein bisschen und noch viel mehr, es ist einfach >Tschick<!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlicher "Road Movie" in Buchform 9. Oktober 2012
Format:Taschenbuch
Selten hat mich ein Buch so berührt wie Tschick, das ich gleich zwei Mal hintereinander gelesen habe und sicherlich bald wieder in die Hand nehmen werde.

Der Protagonist Maik ist herrlich unaufgeregt, man nimmt ihm seine Gedanken und Zweifel ab, wenn er lakonisch von seinen Erlebnissen erzählt. Auch Tschick ist sehr sympathisch, authentisch, interessant.

Irgendwie erinnert das an einen klassischen Road Movie, aber dann wiederum doch nicht - zum Beispiel hören die beiden nicht etwa bedeutungsvolle Coming-of-age-Musik, sondern eine alte Kassette von Richard Clayderman. Dass es die Walachei, das Ziel der Reise, wirklich gibt, glaubt Maik nicht... Pampa, Walachei, sind das wirkliche Landstriche oder einfach nur Einöde?
(Side Note: Die Walachei ist sehr real und teils schrecklich langweilig - endlose Maisfelder - und erschreckend schön: im Karpatenvorland. Meine Vorfahren kommen da her.)

So oft habe ich bei der Lektüre laut lachen müssen, aber mich hat die oft melancholische Stimmung tief berührt. Dieses Oszillieren zwischen Komik und Tragik macht den Zauber des Buches aus.

Ob Jugendliteratur oder "Erwachsenenbelletristik": Dieses Buch ist ein kleines Juwel und viel zu schnell ausgelesen. Wenn ich zehn Sterne vergeben könnte, dann für diese Buch.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Universell und wunderbar 3. September 2012
Format:Taschenbuch
Ein universelles Buch, in das man hineintaucht und nie wieder von der Außenwelt gestört werden möchte. Treffend und genau inspiziert Herrndorf die dem Menschen eigene Komik und macht Lust auf noch mehr Tschick.

Der Klappentext überschlägt sich förmlich vor Lob, er wird sogar neben der "verdammten Blechtrommel" eingereiht. Kein Wunder also, dass die Erwartungen entsprechend hoch sind. Umso mehr erstaunt es jedoch, dass dieser kleine Spiegel-Bestseller allesamt weit übertrifft.

Witzig und charmant erzählt Herrndorf die Geschichte vom ungelenk-coolen Tschick und Maik, der nicht weiß wie er aus seiner eigenen Langweiligkeit ausbrechen soll. Mit Tschick hat er einen Charakter zum Leben erweckt, der noch viele Lesegenerationen nach uns seine Lebendigkeit verloren haben wird. Ein Poet im Russenkostüm und jüdischer Zigeuner zugleich, mit einer lässigen Galanz, die jeden Hipster in den Schatten stellt.

Sich selbst definiert er in aller Bescheidenheit. Wichtig für ihn ist nur, dass er aus der Walachei kommt und einen Opa ohne Zähne und fünf Zigaretten im Ohr hat. Kaum mehr weiß Maik von diesem neuen Klassenkameraden als dieser eines Tages mit einem geknackten Lada in der Hofeinfahrt auftaucht und ihn zu einem Trip durch Deutschland überredet. Und Maik lässt sich schneller auf dieses Angebot ein, als sein Vater die neue Sekretärin flachlegen kann.

Warum auch nicht, er hat schließlich allen Grund dazu. Ein Vater, der ihn nicht verstehen will, eine Mutter, die ihn dafür zwar für voll nimmt - aber leider ein lästiges Alkoholproblem hat und schließlich ein Mädchen, in das er heillos verliebt ist. Doch in seinem Leben regt sich nicht das kleinste Abenteuerlüftchen, denn obwohl Maik unter seiner spröden Schale kein Langweiler ist, verharrt sein Alltag in regungslosem, vor Langeweile starrendem Stillstand.

Jetzt bietet sich die beste Gelegenheit dazu, denn Maik sitzt einsamgelassen daheim, die Mutter mal wieder auf Entzug, der Vater in Affärengefilden, also was mit der ungewollten Freizeit anfangen?

Mit vor Sarkasmus triefenden Sätzen würzt der Autor das Buch und man kann gar nicht genug davon bekommen. Man hofft, man will, man verlangt eine Fortsetzung!

Bei ihrer wilden Reise durch Deutschland treffen sie bald auf Isa, die einen Mut beweist, der jeden Erwachsenen in die Knie zwingt und ausgestattet mit einer Lebenslust, die ihresgleichen sucht. Wild und geheimnisvoll wie sie ist, dauert es nicht lange, und Maik verliebt sich in diesen Ronja-Räubertochter-Verschnitt. Einem Umstand, dem wir Leser einige wunderschöne Absätze zu verdanken haben, die man einrahmen und sich über Bett hängen möchte.

Pointiert und witzig zeigt Herrndorf auf die Banalitäten des deutschen Alltags und manche Parallelen zu aktuellen Ereignissen ziehen die Mundwinkel immer wieder gekonnt himmelwärts.
Er schreckt nicht davor zurück, Tabuthemen mit einer jugendlichen Naivität und leicht schräggelegtem Kopf zu betrachten und setzt dabei schonungslos den Finger in so manch offene Gesellschaftswunde. So komisch, so traurig, so treffend, das man sich auch hin und wieder an die Gegenwartsphilosophen Calvin und Hobbes erinnert fühlt.

Nur einen kleinen Pro-Forma-Negativpunkt habe ich als Randnotiz: Die beiden Protagonisten sind so cool, so lässig, so "angekommen", dass man ihnen ihr zartes Alter von 14 Jahren nur schwer abnimmt. Gleichzeitig fragt man sich, warum man selbst damals so ein übersteuerter Hormonhaufen war und wird ein wenig neidisch auf diese wundervolle Zeit.

Auf ihrem Weg in die Walachei machen Tschick und Maik eine wichtige Entdeckung: dass der Mensch lange nicht so schlecht ist, wie allerorts gepredigt wird. Subtil beschämt liest man, dass niemand einen mehr auf das Gute im Menschen vorbereitet.
Und tatsächlich haben die beiden viele kuriose Begegnungen, die uns in Erinnerung rufen, dass auch wir in diesen Genuss kommen könnten - wenn wir es nur zulassen. Schließlich beschert eines dieser Aufeinandertreffen uns unvergessliche Sätze wie diesen hier:

"Glaubt mir", sagte er, "ihr schließt ein Mal die Augen und öffnet sie wieder, und welk hängt das Fleisch in Fetzen. Die Liebe, die Liebe! Carpe diem."

Also, liebe Leute, lest das Buch! Es kostet nicht viel Zeit und ist sie hundertmal wert.
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Es ist nicht meins!
habe keinen sinn dieser Geschichte gefunden, habe es mühevoll bis zum schluss gelesen und bin immernoch nicht schlauer. Keine ahnung woher die Positiven Rezensionen kommen.
Vor 16 Stunden von Klabautertussi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
Tolles Buch, meine Tochter hat es sofort gelesen und es war ein Schulbuch das Ihr seit langem mal richtig toll gefallen hat. Versand hat auch super geklappt, guter Händler.
Vor 1 Tag von Marcel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
Das Buch ist sehr interessant geschrieben, sodass man es gar nicht aus der Hand legen möchte. Wirklich eine tolle Idee!!!
Vor 2 Tagen von Ruehl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Toll Buch
Habe dieses Buch gerne gelesen hatte es auf 2 Zugfahrten in Tunesien durch ist defenitiv auch etwas für Erwachsene.

Werde es weiterverschenken !!!
Vor 2 Tagen von Stefan veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Eastern aus der Walachei
Dawn Wiener: I was fighting back
Mrs. Wiener: Who ever told you to fight back?
Dieses Zitat aus dem Film „willkommen im Narrenhaus“ ist dem Roman “Tschick” von Wolfgang... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von Bernhard Horwatitsch veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Toller Jugendroman, weniger für Erwachsene
Die Lobeshymnen in den deutschen Feuilletons machte mich neugirig. Das Buch ist auch sehr unterhaltsam, aber so richtig Spaß hat man wahrscheinlich nur in der Pubertät... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von bombolone veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein amsolutes MUST!
Ein Buch für alle, die mit Jugendlichen zu tun haben oder selber mal jugendlich waren!
Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen und habe oft einfach laut los gelacht!
Vor 4 Tagen von petra krause veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Pubertät, ein geklauter Lada und beige Rentner
Maik ist ein Langweiler. Glaubt er. Er ist 14 und befindet sich in einem typischen pubertärem Dilemma: keiner, ganz besonders seine Flamme Tatjana, interssiert sich für... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von El Barto veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Tschick,Tschick
Eine Gelegenheit mal in die Denke der heutigen Jugend reinzulesen, die haben es auch nicht leichter als wir. hat Spass gemacht
Vor 5 Tagen von Pelleknut veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Tschick
Schon nach den ersten Sätzen wusste ich:
Ich habe mich vergriffen, dieser Tsching liegt mir ganz und gar nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Tagen von halida veröffentlicht
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