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Tschick [Taschenbuch]

Wolfgang Herrndorf
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (853 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. März 2012
«Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. ‹Ah›, sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. ‹Macht das Spaß?›» Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.

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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [PDF]
  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 37 (1. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499256355
  • ISBN-13: 978-3499256356
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (853 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern». Im Jahr 2008 wurde er für «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» mit dem Deutschen Erzählerpreis ausgezeichnet. «Es geht also doch: Man kann auf Deutsch intelligente und zugleich extrem lustige Geschichten schreiben», schrieb dazu Ijoma Mangold in der Süddeutschen Zeitung.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Herrndorfs Sprache ist präzise bis ins Detail, liest sich dabei aber immer so locker, dass man leicht vergisst, wie schwierig so ein selbstverständlicher Ton hinzubekommen ist. (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

'Tschick' ist Jugendroman und Roadmovie zugleich - von Anfang bis Ende ein großer literarischer Spaß. (Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel)

Man sieht die Welt mit anderen Augen nach diesem Buch. (Rolling Stone)

Erst letztes Jahr erschienen und schon so wichtig für die deutsche Literatur wie Fausers 'Rohstoff', Koeppens ,'Tauben im Gras' und auch Grass verdammte 'Blechtrommel'. (Maxim Biller, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

Ein Buch von der Sorte, das beglückte Leser an ihre Freunde und Bekannten so innig weiterempfehlen, als gelte es, ein Geheimnis zu bewahren. (Der Spiegel)

Wolfgang Herrndorf trifft den Ton der schwer-schönen Jahre, schräg, beseelt, brüllend komisch, zum Heulen aber auch. (Stern)

Herrndorf verfügt über die seltene Gabe, mit authentischer, roher Figurensprache, mit Jugendslang und knappem Wortschatz, umstandslos, rasant, aber vor allem zart die Wirklichkeit fremder Welten zu transportieren. (Ulrich Seidler, Berliner Zeitung)

'Tschick' hat lässigen Glanz und Frische. (Dieter Hildebrandt, Die Zeit)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger Buchpreis (2012) ausgezeichnet. Wolfgang Herrndorf starb am 26. August 2013.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
334 von 356 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Berger TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
>Tschick< ist das wunderbarste Buch, das ich je über das Erwachsenwerden gelesen habe.
Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert, stellenweise fast kaputtgelacht, nicht alleine wegen dem jugendlichen Sprachgebrauch, sondern auch wegen der kuriosen Figuren, der stimmigen Dialoge und der hinreißenden Situationskomik.

Wolfgang Herrndorf erzählt die Geschichte zweier Achtklässler, zweier uncooler vierzehnjähriger Außenseiter, die auf Umwegen zueinander finden, und sich in den ersten Tagen ihrer Sommerferien mit einem gestohlenen Lada auf den Weg in die Walachei machen. So beginnt die haarsträubende Reise der beiden planlosen Helden Maik und Tschick (der eigentlich Andrej Tschichatschow heißt) durch die ostdeutsche Provinz. Und diese rastlose Reise hat es in sich, denn was der langweilige Maik und der durchtriebene Tschick zusammen erleben ist komisch, reichlich durchgeknallt und stets ein klein wenig nachdenklich.

In unverkrampft frecher Sprache hat Wolfgang Herrndorf die Gefühlswelt zweier Heranwachsender zu Papier gebracht. Dabei gelingt es ihm ganz wunderbar, die jugendliche Zerissenheit zwischen rührender Einsamkeit, Unsicherheit, liebevoller Empfindsamkeit und der vorhandenen pubertären Coolness einzufangen. (Und ganz nebenbei: "Tschick" ist nicht nur die Abkürzung für Tschichatschow, sondern im österreichischen auch der Ausdruck für "Kippe" - also Coolness bereits im Titel mit inbegriffen...) Der Ton ist durchwegs richtig getroffen und läßt trotz all dem Witz auch Themen wie Freundschaft, Zugehörigkeit, erste Liebe und Endlichkeit anklingen.

Der Roman beginnt mit dem Ende und endet viel zu schnell.
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84 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Universell und wunderbar 3. September 2012
Format:Taschenbuch
Ein universelles Buch, in das man hineintaucht und nie wieder von der Außenwelt gestört werden möchte. Treffend und genau inspiziert Herrndorf die dem Menschen eigene Komik und macht Lust auf noch mehr Tschick.

Der Klappentext überschlägt sich förmlich vor Lob, er wird sogar neben der "verdammten Blechtrommel" eingereiht. Kein Wunder also, dass die Erwartungen entsprechend hoch sind. Umso mehr erstaunt es jedoch, dass dieser kleine Spiegel-Bestseller allesamt weit übertrifft.

Witzig und charmant erzählt Herrndorf die Geschichte vom ungelenk-coolen Tschick und Maik, der nicht weiß wie er aus seiner eigenen Langweiligkeit ausbrechen soll. Mit Tschick hat er einen Charakter zum Leben erweckt, der noch viele Lesegenerationen nach uns seine Lebendigkeit verloren haben wird. Ein Poet im Russenkostüm und jüdischer Zigeuner zugleich, mit einer lässigen Galanz, die jeden Hipster in den Schatten stellt.

Sich selbst definiert er in aller Bescheidenheit. Wichtig für ihn ist nur, dass er aus der Walachei kommt und einen Opa ohne Zähne und fünf Zigaretten im Ohr hat. Kaum mehr weiß Maik von diesem neuen Klassenkameraden als dieser eines Tages mit einem geknackten Lada in der Hofeinfahrt auftaucht und ihn zu einem Trip durch Deutschland überredet. Und Maik lässt sich schneller auf dieses Angebot ein, als sein Vater die neue Sekretärin flachlegen kann.

Warum auch nicht, er hat schließlich allen Grund dazu. Ein Vater, der ihn nicht verstehen will, eine Mutter, die ihn dafür zwar für voll nimmt - aber leider ein lästiges Alkoholproblem hat und schließlich ein Mädchen, in das er heillos verliebt ist.
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153 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wehmut 9. Juni 2011
Von Mimir
Format:Gebundene Ausgabe
Der Ich-Erzähler Maik Klingenberg ist 14 Jahre alt, geht in Berlin auf's Gymnasium; ist ein Langweiler, ein Außenseiter, hat keine Freunde. Sein Vater ist erfolgreicher Immobilienmakler, seine Mutter geht regelmäßig 'auf die Beautyfarm', wie sie ihre Entzugsklinik bezeichnet. Die drei wohnen in einem tollen Haus mit Pool. Eine ganz normale deutsche Familie eben. Da kommt der gleichaltrige Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, in Maiks Klasse. Die beiden mögen sich nicht und es passiert erst mal nichts Weltbewegendes. Doch irgendwann in den unvermeidlichen Sommerferien brechen die zwei mit einem 'gefundenen' Lada auf zu einer abenteuerlichen Spritztour gen Walachei, durch unbekannte Gegenden Brandenburgs. Sie treffen auf ihrer Reise die sonderbarsten und eigentümlichsten Menschen.

Der Plot scheint klar und vorhersehbar. Herrndorfs Sprache wirkt zu Beginn aufgesetzt jugendlich cool und gebrochen. Doch die Geschichte entwickelt einen magischen Sog, die beiden zunehmend sympathischen Protagonisten gönnen dem Leser einen eigenwillig schrägen Blick auf und in unsere nahe und manchmal fremde Welt. Es geht um die erste Liebe, ums Erwachsenwerden, um Freundschaft und Menschlichkeit, um Verantwortung und Freiheit, um Denkschablonen und Phantasie, um Oberflächlichkeiten und political incorrectness. Die vielschichtige Geschichte ist in einem passend schnoddrigen Tonfall geschrieben und entwickelt sich absolut fesselnd; für Jugendliche wie für Erwachsene.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen 8. Klasse
In einer 8. Klasse (Gymn., Bayern) habe ich nach der Lektüre von Herrndorfs Roman um ein paar Rezensionen gebeten. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von frhaack veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tschick
Ein berührendes, dynamisches, lustiges und trauriges Buch, dazu spannend geschrieben!! Was will man als Leser mehr? Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von Sabine Hinrichs veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gutes Buch
Habe das Buch schon gelesen und fand es gut, jetzt brauchte meine Tochter es für die Schule. Es ist lustig und nett geschrieben.
Vor 9 Tagen von Sandra Müller veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Zäh und langatmig
Nach den ersten Seiten dachte ich immer noch nur der Einstieg wäre langatmig und etwas zäh. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Labambula veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Gespannt angefangen und enttäuscht worden
Da das Buch von allen so gelobt wurde dachte ich mir, gehe ich mal mit dem Mainstream und lese, was angeblich so toll sein soll. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Verena B. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Danke, Wolfgang Herrndorf.
Ein Buch, das einem fehlt, sobald man es ausgelesen hat. Tschick ist ein bewegendes Buch. Ich habe es verschlungen und werde es nicht wieder hergeben. Ein Meisterwerk.
Vor 10 Tagen von MSKöln veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Kindle - ein schwieriges Gerät
Das Buch war in einer Literatur im Fernsehen empfohlen worden. Ich habe versehentlich auf kaufen geklickt und wußte nun nicht, wie ich das rückgängig machen kann. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von I.E.Sydow veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unsagbar lustig und sehr lesenwert
Und von mir erfahren sie's mit Sicherheit nicht. Da können sie mich foltern. Obwohl die deutsche Polizei, glaube ich, niemanden foltern darf. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von Vroni Mars veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Nettes Buch
Das Buch ist einfach zu lesen und man hat es gleich zu Ende gelesen. Es ist ein sehr gutes Jugendbuch. Für Erwachsene auch lesbar.
Vor 19 Tagen von Ulrike Riedl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wunderbar
Es bliebt nur sich, den den unzähligen Vorrednern anzuschließen. Dieses Buch ist wunderbar. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von Kirsten Lütz - Krimikicki veröffentlicht
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