Vor nunmehr zwanzig Jahren geschah in Tschernobyl eine unvorstellbare Katastrophe bei einem Reaktorunfall, wie ihn die Menschheit bisher noch nicht erlebt hatte. Igor Kostin war der erste Fotograf gewesen, der nach dem Unglück von Tschernobyl dort hingefahren ist und fotografiert hat. Seine Fotos aus dem Helikopter und vor Ort sind weltberühmt. Jetzt schreibt er in diesem Buch die wahre Geschichte die sich hinter all den Fotos verbirgt. Er berichtet von den Lügen, die die Regierung verbreitet hat. Er erinnert sich, dass sie Menschen mit bloßen Händen radioaktiv verseuchte Brennstäbe weggeräumt haben, weil die Elektronik der eingesetzten Roboter durch radioaktive Strahlung außer Funktion gesetzt war. Ganze Dörfer waren ausgelöscht.
Ein unglaublich berührendes Buch und zugleich erschreckendes Buch, wenn man sich an den Zauberlehrling" erinnert fühlt. Man muss sich einfach fragen, was macht der Mensch eigentlich mit einer Technik die er grandioser Weise erfunden hat, sie aber anscheinend doch nicht hundertprozentig bezähmen kann?