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Tschernobyl Baby: Wie wir lernten, das Atom zu lieben
 
 
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Tschernobyl Baby: Wie wir lernten, das Atom zu lieben [Gebundene Ausgabe]

Merle Hilbk
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 280 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: 2 (18. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821865342
  • ISBN-13: 978-3821865348
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 215.967 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Merle Hilbk schreibt sehr klar, sehr direkt. Das Buch ist ein Mix aus Roadtrip und Reportage, viele Verweise auf Musik und Songtexte machen die Erzählung lebhaft und weniger trist." (Julia Gindl, ORF Ö1 Wissen, 16. März 2011)

"Eine lebendige, romanartige Reportage über ein Katastrophengebiet und seine vielen kulturellen Gesichter." (Tania Greiner, Natur, April 2011)

"Tschernobyl ist längst eine Chiffre für die schlimmste Atomkatastrophe vor Fukushima geworden. In Merle Hilbks faszinierender Reportage bekommt diese Chiffre menschliche Gesichter und wird zugleich zur Folie einer politischen Biografie. Absolut lesenswert!" (existenzielle.de, 25. März 2011)

Kurzbeschreibung

"Radioactivity is in the air for you and me" Kraftwerk Merle Hilbks faszinierende Reportage über ihre Reisen durch die Tschernobyl-Region und ihre Begegnung mit der jungen Mascha, die dort im Jahr der Katastrophe geboren wurde und erst jetzt begreift, woher sie kommt. Ein Vierteljahrhundert ist sie her, die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl, und noch immer ist hierzulande die Angst vor der atomaren Verstrahlung präsent - viel präsenter als in den Dörfern in der Sperrzone, die Merle Hilbk besucht. 1986 war für sie das Jahr, das sie zu einem politischen Menschen machte, und seitdem will sie wissen, was es mit dem Mysterium Tschernobyl auf sich hat. 2009 und 2010 reist sie mehrere Monate durch die verstrahlten Gebiete in Weißrussland und der Ukraine, bis hin zum Reaktor, spricht mit Frauen in kleinen Dörfern, deren Männer zu müde und zu kraftlos sind, um zu arbeiten - Folgen der Verstrahlung. Sie fährt durch die Sperrzone, die der weißrussische Präsident wieder besiedeln will, um die Vergreisung der Bevölkerung zu stoppen. Und sie wird dort von Tadschiken zum Schaschlyki eingeladen, die froh sind, dass sie wieder ein Dach überm Kopf haben - auch wenn es in der Sperrzone liegt. Immer mit dabei ist Mascha, ihre 1986 in der Nähe von Tschernobyl geborene weißrussische Freundin. Sie gehört zur Generation der Tschernobyl-Babys, die in den 90er Jahren zu Erholungsaufenthalten in deutschen Gastfamilien waren und die ihren ganz eigenen Blick auf die große Katastrophe haben ...

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sariechen
Das Buch war wirklich faszinierend, konnte es kaum aus der Hand legen und war innerhalb eines Tages fertig. Ich finde das Thema hochinteressant, nicht nur weil ich selbst 1986 geboren wurde - kurz vor dem GAU - und gewissermaßen auch ein Tschernobyl Baby bin.

Man lernt viel über das Leben in der ehemaligen Sowjetunion und heute in der Ukraine / in Belarus, über die Menschen, ihre Schicksale (die aber nicht ausgeschlachtet werden) und über die Situation und Reaktionen in Deutschland in den 80er Jahren und zu Beginn der 90er. Man erkennt einige Menschen wieder, die sich schon damals gegen Atomkraft engagiert haben.

Einzige Kritikpunkte: Ich fand das Thema wurde etwas verharmlost und wie selbstverständlich die Autorin in der Zone herumspazierte. Anfangs hat mir der Perspektivenwechsel zwischen Lara und Mascha gefallen, später war letztere einfach nur nervig und undurchsichtig. Die Bilder hätten etwas spektakulärer sein können und passten manchmal nicht zum Geschriebenen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Kontraste sind das, was dieses Buch spannend machen. Da ist die deutsche Autorin mit ihrer manchmal nervigen Gutmenschen-Attitüde - und die oberflächliche Belarussin, die mit ihrem Freund Wodka säuft, wenn der es will. Da ist ein schriller Spieledesigner, der Touren durch die Sperrzone veranstaltet. Und die Geliebte des Tchernobyl-Direktors: stöckelt auf rosa Pumps über verstrahlten Boden.
Das Buch zaubert eine Vorstellung vom Unvorstellbarem, spannend wie ein Roman. Nur dass die Geschichte von Mascha, geschickt eingewoben, nicht aufgelöst wurde... Hat sie nun oder nicht? Naja, darum geht's ja: alles eine Frage der Perspektive.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Biene Maya 2013 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
"... Nur dass wir unser Tschernobyl nicht einfach abstreifen können wie ein verschwitztes Hemd. Wir tragen es unter der Haut. Für immer" (Mascha aus Belarus - Name von der Autorin geändert)

Zum 25. Mal jährte sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im April 2011. Dieser traurige Jahrestag wurde mit zahlreichen Ausstellungen, Publikationen und Dokumentationen "gefeiert", die anlässlich des GAUs in Fukushima aktueller denn je waren. Einen Beitrag zum Thema Tschernobyl fand ich besonders gelungen: Merle Hilbks "Tschernobyl Baby", ein Buch, das über mehrere Jahre hinweg (der Berichtzeitraum reicht bis ins Jahr 2010) entstand. Die Autorin, die bereits mehrere Bücher über Russland (ich kannte bereits das Baikal-Buch) verfasst hat, hat sich über 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in die "Zone" begeben, die sich heute in zwei Ländern befindet: Der Ukraine (dort steht der havarierte Reaktor) und Belarus - dieses Land hat es besonders schlimm getroffen, ein Viertel der Gesamtfläche wurde damals verstrahlt. Die Autorin trifft sich mit Menschen aus der Region und versucht herauszufinden, wie ihr Leben sich durch den Unfall verändert hat, wie sie damals die Katastrophe erlebten und wie sie ihr heutiges Leben gestalten. Sie geht aber auch den deutschen Ängsten nach. Warum haben wir so viel mehr Angst vor Tschernobyl als die Menschen, die dort leben? Wie haben die Menschen hierzulande die Katastrophe in der damaligen Sowjetunion erlebt? Für mich waren diese Teile auch sehr interessant, weil ich damals noch nicht in Deutschland gelebt habe und noch ein Kind war.
Hilbk berichtet von ihrem Besuch im Sperrgebiet, wie sie die Geliebte des "Reaktorbosses" beobachtet, die sich im kurzen Minirock vor dem Reaktor räkelt, genüsslich in einen verseuchten Apfel beißt etc.und sich dabei fotografieren lässt, um Aufnahmen von sich zu haben, die "cooler" sind als jede Eifelturmkulisse o.ä.
Es ist interessant zu erfahren, wie unterschiedlich die beiden Staaten Belarus und Ukraine mit ihrem schweren Erbe umgehen. Da erklärt der belarussische Staatschef Lukaschenko die Zone z.B. zum radioökologischen Schutzgebiet und tut so, als wäre jetzt alles überstanden. Die Opfer der Katastrophe, die plötzlich keine mehr ist, verlieren das Recht auf staatliche Unterstützung etc.
Was bleibt einem übrig? Nicht viel. Und während die einen Tag für Tag ums Überleben kämpfen, trinken sich die anderen ins Grab. Die Menschen sind viel zu sehr mit dem Überleben beschäftigt, um Angst zu haben. Merle Hilbk ist unterwegs mit einer jungen Belarussin, die oft zu Wort kommt. Sie wirkt schroff und doch sehr verletzlich und bringt uns die Sichtweise der Menschen in den verstrahlten belarussischen Gebieten nahe. Auch auf die Beziehungen zwischen Belarus bzw. der Ukraine und Deutschland geht die Autorin ein. Die Arbeit des Vereins "Kinder von Tschernobyl" wird zum Beispiel ausführlich thematisiert, denn dieses Projekt spielte eine wichtige Rolle nach der Reaktorkatastrophe. Wer hat all das ins Leben gerufen? Wie wehrten sich Menschen in der ehemaligen Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten gegen die staatliche Willkür? Was hat sich getan?
Merle Hilbk hat ein sehr spannendes, lehrreiches und berührendes Buch geschrieben, das ich allen empfehlen kann, die sich für das Thema interessieren. Das Buch bietet auch einen guten Einstieg in die Materie. Es zeigt eindrucksvoll auf, wie unterschiedlich man in der Ukraine und Belarus und in Deutschland mit dem Thema umgeht.
Unbedingt lesen!
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Einfach lesenswert!
Das Buch ist für alle interessant die sich für die Geschichte Tschernobyls interessieren.
Es ist spannend geschrieben und zeigt einem Einblicke über die... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Alexander Grohmann veröffentlicht
Empfehlenswert, aber ...
Wie viele andere, habe ich das Buch in kurzer Zeit durchgelesen. Es ist spannend geschrieben und sehr informativ für alle "Tschernobylisten". Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von H. und M. H. veröffentlicht
Tscherobyl Baby
Die Geschichte einer jungen Frau, die kurz nach dem Atomunfall in der damaligen Sowjetunion in der Nähe von Tschernobyl geboren wurde, ist sehr interessant zu lesen. Lesen Sie weiter...
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Was muss denn noch passieren?
Ein Mythos ist um die Reaktorkatastrophe aus dem Jahr 1986 entstanden. Vielleicht liegt das an den, wie vom Erdboden verschwundenen Einwohner der Trabantenstadt Prypjat, die bei... Lesen Sie weiter...
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in diesem Buch erfährt man darüber näheres wo überhaupt die ehemaligen, evakuierten Einwohner der Stadt "Prypjat" hingekommen sind und wie würdelos mit... Lesen Sie weiter...
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"Wir. Als ob ich plötzlich das Dagegensein, den Protest entdeckt hätte. Als ob er sich von seinem kraftlosen Müsli-Image befreit und eine neue Rolle übernommen... Lesen Sie weiter...
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