Vorneweg: Ich liebe das Original "Charade", aber dieser Film ist nicht nur im Vergleich zum Original eine Schande, sondern auch so eine unglaublich schlechter Film.
Die Schauspieler sind mies. Mark Wahlberg hat so viel Talent und Charme wie Cary Grant in seinem kleinen Finger hatte und über Audrey Hepburn braucht man erst gar nicht zu sprechen. Alle Veränderungen die an der Handlung vorgenommen wurden verschlechtern den Film und nehmen ihm die Spannung. Die Überraschungen die die Handlung im Original bereit hielt gehen im Remake in einer Flut an schlechten Nebenfiguren unter. Und das geniale Ende des Originals ist auch verschwunden. Nicht dass ich finde, dass ein Remake wie das Original sein muss. Aber wenn man einen Klassiker neu verfilmen will, dann muss man doch zumindest eine neue Idee hinzufügen, sonst kann man es gleich lassen. Und da dieser Film an einigen Stellen sogar die Dialoge des Originals übernommen hat, wundert man sich doch, warum gerade die brillantesten Bestandteile des Originals weggelassen wurden.
Weit schlimmer als dies alles ist aber die Kameraführung. Große Teile scheinen mit der Handkamera gefilmt worden zu sein und bei fast allen Dialogen wurde eine viel zu nahe Einstellung gewählt (Kinn und Stirn abgeschnitten). Die Personen wirken so unglaublich aufdringlich und unnatürlich (nicht ein Mal vor direkten Blicken in die Kamera wird Halt gemacht). Die verwackelten Einstellungen ermüden zudem das Auge und sind teilweise so schlecht, dass man dem Bild nicht mehr folgen kann. Getopt werden diese schlechten Einstellungen nur noch von den offensichtlich im digitalen Format gedrehten (filmfremden???) Einschüben sowie unmotivierte Gesangseinlagen von Charles Aznavour (grauenhaft).
Bei diesem Film heißt es Hände weg. Das Original ist trotz der Jahre die es auf dem Buckel hat besser, spannender, peppiger, unterhaltsamer - unaussprechbar besser. Und selbst wenn es das Original nie gegeben hätte „The truth about Charlie" ist ein durchweg schlechter Film. Beide Daumen runter!