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Die klaren Worte der früheren Alben fehlen allerdings - auch die Levellers sind erwachsen geworden. "Knot around the world" mit seiner Anti-Kriegs-Botschaft oder "Who's the Daddy?" erinnern freilich daran, wofür die Levellers stehen - ihr Standpunkt ist jedoch so bekannt, dass sie kaum mehr darüber singen. Die früheren Verurteilungen politischer Verbrechen sind durch ein diffuses Gemeinschaftsgefühl ersetzt worden. Viele der ruhigeren Lieder erzählen von der Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit, die heutzutage so verbreitet ist - und wiederholen immer wieder: wir brauchen einander. Nur die Liebe und der Glaube an eine bessere Welt kann uns von diesem Elend befreien. Wie auch in "Wake the World" auf Green Blade Rising mahnen sie uns: wir müssen aufwachen, der Kampf geht nicht ohne uns weiter. Vor allem "The Damned" geht unter die Haut: wir leben ohne Gefühle, gefangen im Alltag, Sklaven der Erwartungslosigkeit.
Für die neue Single "Make you happy" haben die Levellers das lauwärmste Lied der Platte gewählt: ein sehnsüchtiges Liebeslied, das allerdings wenig kontrovers und relativ charttauglich sein mag. Das poppige und fröhliche "For us all" mit seiner Jam-Session-Stimmung macht viel mehr Laune auf das neue Album. --Jennifer Andres
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Mit Neuzugang Matt an den Keys, haben sich die Levs auf jeden Fall in die richtige Richtung verstärkt und hoffentlich damit ein Zeichen gesetzt, daß sie noch lange nicht ans Aufhören denken.
Sämtliche Songs zeichnen sich durch eine sehr hohe Dichte an Instrumenten, Tönen, Klangfarben und Melodien aus. Wie gekonnt die erfahrenen Jungs aus Brighton damit umgehen können, beweisen sie in jedem einzelnen der Songs unter denen, wie der erste Rezensent schon schrieb, kein einziger Lückenfüller zu finden ist. Einzig und allein mit Schlußtrack "Sleeping" komme ich nicht so richtig klar, aber vielleicht gehört er ja zu den wenigen Levellers-Songs die sich erst nach Jahren als Glanzstück entpuppen.
Alles in allem muß man sagen, daß die Levellers die Linie des Vorgängeralbums "Green Blade Rising" exzellent ausgearbeitet und fortgesetzt haben und es gleichzeitig mal wieder geschafft haben etwas anders zu klingen als auf jedem anderem ihrer Alben und diesem trotzdem ihren höchsteigenen Stempel aufgedrückt haben.
Vielen Dank für dieses Album und: GUTE ARBEIT!!
Die Platte beginnt stark mit Last man alive und Make you happy und auch For us all hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Danach lässt sie allerdings auch stark nach und die restlichen Stücke sind nur Mittelmaß. Wenig Höhen und Tiefen und insgesamt zu langweilig.
Nach mittlerweile mehrfachem Hören:
Die Platte geht mir nach dem 5 oder 6 anhören immer mehr ins Ohr, allerdings kommt sie nicht an Green blade rising und schon gar nicht an Zeitgeist oder Weapon called the world heran. Ich bin jedoch sehr gespannt was die Levellers live aus dem Liedmaterial machen. Hier erwarte ich mir noch eine deutliche Steigerung. Bei Green blade rising kam die ganz große Begeisterung bei mir erst nach dem Konzert, auch wenn mir die Scheibe von Anfang an besser gefallen hat als Truth & Lies. Trotzdem ist Truth & Lies ein solides Levellers Album und ich werde es mir auch bestimmt noch das ein oder andere Mal anhören.
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