Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. That's as far as I'll go | |||
| 2. Back to the shadows | |||
| 3. Im ok | |||
| 4. Time to play | |||
| 5. My friend | |||
| 6. Trust | |||
| 7. It's your life | |||
| 8. Footsteps in the hall | |||
| 9. Ice in the rain | |||
| 10. You were right | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Making of "Trust" | |||
| 2. Trust (Guitar-Ghost ) | |||
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Was der Band meiner Meinung nach im Laufe der Jahre - und nach den „legendären" ersten vier Alben - abhanden gekommen ist, ist die Tatsache, dass Musik nicht nur aus technischen Qualitäten besteht (die besitzt die Gruppe nach wie vor zweifelsfrei), sondern dass es auch dazu gehört, Emotionen beim Hörer zu wecken. Und was auf „World's Apart" seinerzeit noch so wunderbar funktionierte, schlug auf „Heads Or Tales" bereits in eine Richtung, aus der sich die Gruppe nie wieder richtig befreien konnte. Die Musik wirkte plötzlich so „kalt", fast ein wenig „seelenlos". Dabei bestachen die Alben der mittleren und späten 80er aber immerhin noch durch ihre herausragende Soundqualität - den damals „typischen SAGA Sound".
Nach einigen, nennen wir es mal „Stil Wirrungen", in den 90er Jahren fand die Band dann 1999 mit dem Album „Full Circle" prinzipiell wieder in die ursprüngliche Richtung zurück. Im Gegensatz zu manch anderem haben mich dieses und nachfolgende Alben aber auch nicht wirklich überzeugt. Einerseits war es wieder „der alte Stil" - andererseits blieb das Problem bestehen: mittelprächtiges Songwriting gepaart mit mittlerweile nun auch nur noch durchschnittlicher Soundqualität ergaben demzufolge keine wirklich guten Alben. Das letzte Album „Network" hab' ich völlig frustriert und entnervt dann auch erstmals ausgelassen.
Getreu dem Motto „....und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her" veröffentlichen SAGA dieser Tage mit „Trust" nun ein Album, von dem ich mittlerweile doch angenehm positiv überrascht bin! Dabei versprachen die Soundfiles hier und auch der erste Durchlauf der kompletten CD zunächst nicht wirklich „Besserung". Die Band bedient sich halt der „SAGA typischen" Stilelemente (bestimmte Keyboard-Sequenzen und Gitarren-Riffs), die man so oder so ähnlich auch schon auf früheren Alben gehört hat. In Verbindung mit den neuen Songs klang das für mich beim ersten Durchlauf noch einigermaßen unrund. Mit zunehmenden Durchläufen entwickeln die Songs dann aber etwas, was ich auf den vorherigen Alben so schmerzlich vermisst hatte: Charme und Seele - und über weite Strecken sogar richtig Spielwitz!
Insgesamt ist „Trust" kein sonderlich „hartes" SAGA-Album geworden. Die Keyboards dominieren endlich mal wieder die Songs, eine Eigenschaft, die ja auch charakterisierend für die ersten Alben der Band war. Phasenweise verströmt das Album auf mich sogar eine leicht melancholische Grundstimmung - wobei ich nicht sagen könnte, ob das de facto wirklich so ist oder ob ich die da nur hineininterpretiere. Zumindest gipfelt diese Stimmung in der wunderschönen, vom Keyboarder Jim Gilmour gesungenen Akkustik-Ballade "My Friend". Darüber hinaus dominieren Mid- und Up-Tempo Songs auf „Trust". Interessanterweise gewinnt das Album gerade nach hinten raus an Dynamik! Die Songs der zweiten Hälfte kommen zunehmend luftiger und beschwingter daher, so dass es nach langer Zeit wirklich mal wieder eine Freude ist, den Songs von Michael Sadler (der auch nach fast 30 Jahren nichts von seiner einzigartigen Stimme eingebüßt hat!), Ian & Jim Chrichton, Jim Gilmour sowie dem neuen Drummer Brian Doerner zu lauschen.
Auf Wunsch ihrer Fans haben SAGA auch wieder einige progressive Elemente mehr in ihre Songs eingebaut. Dadurch „holpern" die Songs am Anfang zwar ein wenig, gewinnen im Laufe der Zeit aber deutlich an Substanz! Eine sehr gutes Beispiel dafür ist „Back To The Shadows", sehr unzugänglich im ersten Durchlauf, aber nach mehrmaligem Hören ein richtig schöner, runder Song!
Anspieltipps? Schwierig, da mich die Soundfiles zunächst nicht so richtig überzeugt haben. Letztlich muss man an das Album vielleicht so herangehen, wie es der Titel vorgibt: mit Vertrauen! Wer das macht und dem Album dann ein paar Umdrehungen Zeit gibt, sich „zu entfalten", der dürfte nicht enttäuscht werden. Meine Favoriten zur Zeit: die angesprochenen „Back To The Shadows" und "My Friend", die erste Single „It's Your Life", „Footsteps In The Hall" sowie „Ice In The Rain". Zwar alles keine neuen „Wind Up's" oder „Humble Stances", aber endlich mal wieder Stücke mit Ohrwurmcharakter und der gewissen „Leichtigkeit des Seins", die ich bei SAGA so lange vermisst habe - Gratulation! Und „live" waren und sind SAGA seit jeher über jeden Zweifel erhaben - wovon man sich auf der aktuellen „Trust"-Tour überzeugen kann.
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