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Clive Owen , Catherine Keener , David Schwimmer    Freigegeben ab 16 Jahren   Blu-ray
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Clive Owen, Catherine Keener, Jason Clarke, Liana Liberato, Joe Sikora
  • Regisseur(e): David Schwimmer
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Koch Media GmbH - DVD
  • Erscheinungstermin: 2. Dezember 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 101 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B005UJFGSW
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.245 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Die 14-jährige Annie lernt übers Internet einen Chat-Partner kennen. Er ist ungefähr in ihrem Alter, freundlich, ebenfalls ein Volleyball-Fan und scheint sich wirklich für sie zu interessieren. Die Eltern wissen über diese Bekanntschaft, machen sich darüber aber keine Sorgen, da sie es für eine Teenie-Schwärmerei halten. Als der Fremde Annie ein Treffen vorschlägt, zögert das Mädchen nicht lange. Doch bei dem Rendezvous muss Annie sehen, dass Charlie weitaus älter ist als er zunächst behauptet hat. Trotzdem erliegt sie seinem Charme, folgt ihm in sein Hotelzimmer und erlebt dort die schlimmsten Stunden ihres Lebens. Als Annies Vater von der schockierenden Tat hört, gibt es nur noch einen Ausweg für ihn: Rache!

Produktbeschreibungen

Annie ist gerade 14 geworden und gut aufgehoben in ihrer Familie. Während ihr älterer Bruder auszieht, probt sie selbst flügge zu werden und trifft sich mit ihrem heimlichen Internetfreund Charlie. Der ist freilich ein Mittdreißiger, der sie nicht nur belügt, sondern in einem Hotelzimmer auch vergewaltigt und sich, nachdem die Straftat herauskommt, als notorischer pädophiler Krimineller entpuppt. Das FBI jagt ihn vergebens, Annies Vater flüchtet sich in Rachephantasien und die Tochter hält zu ihrem vermeintlichen Lover. Darsteller: Clive Owen, Catherine Keener, Jason Clarke Regisseur(e): David Schwimmer

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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Retro Kinski TOP 500 REZENSENT
Format:Blu-ray
MEDIUM:

- Bild: gute neutral wirkende Bildqualität, keine Referenz
- Ton: gut und räumlich, gute deutsche Synchronisation BD: DTS-HD in dt.&engl., DVD: DD 5.1 in dt.& engl.
- Extras: Making of (ca. 17 Minuten), Interviews (ca. 13 Minuten), Behind the Scenes (ca. 3 Minuten),Kinotrailer

FILM:

TRUST - DIE SPUR FÜHRT INS NETZ ist ein von Grund auf ehrlicher Film über das Thema Kindesmissbrauch bzw. Vergewaltigung von Minderjährigen. In Form eines hochwertigen Dramas und aufbauend auf sehr guter bis phantastischer schauspielerischer Leistung wird die Geschichte der vierzehnjährigen Annie (Liana Liberato) und ihrer Verführung durch einen ca. 35 jährigen Mann erzählt. Ihre Eltern Will (Clive Owen) und Lynn (Catherine Keener) sind mit der Situation überfordert und jeder der Beteiligten in der Familie versucht auf seine Weise mit der Situation fertig zu werden.

Annie chattet, e-mailt und telefoniert mit Charlie (Chris Henry Coffey) und eine virtuelle Liebelei beginnt. Charlie sagt er wäre 16 Jahre, nach steigendem Vertrauen erhöht er dann auf 20, 25 usw. und möchte sich unbedingt mit Annie treffen. Bei dem Treffen ist Annie geschockt, denn er ist weit über 30. Dies ist nur der absolute Anfang der Geschichte und mehr wird hier nicht verraten.

Massgeblich für die gute Bewertung des Films ist seine schonungslose Offenheit in bezug auf alle Beteiligten und deren Verhalten untereinander. Ohne jegliche Klischeebildung bezüglich Täter, Opfer, Eltern und Freunde schafft es der Film dieses vermeintliche Tabuthema angemessen darzustellen. Ein moralischer Zeigefinger ist nicht vorhanden und alle Beteiligten zeigen transparent Ihre Gefühle, Ihre Stärken aber auch vor allem Ihre Schwächen. Die Familie muss neu zueinander finden.

Der Prozess der Realisierung des Missbrauchs auf der Seite von Annie aber auch Ihren Eltern wird sehr subtil dargestellt. Der Vater geht in die Offensive und bereitet seine Selbstjustiz vor, die Mutter versucht alles zusammenzuhalten, Annie ist extrem zerrissen in Ihren Gefühlen in bezug auf das Erlebte. Ebenso wird sehr schonungslos gezeigt, das auch Eltern "Trust" pflegen müssen, dass heisst auch ihrem minderjährigen Kind seine eigenen Gefühle, Wünsche, Geheimnisse und ein Eigenleben ohne Kontrolle durch die Eltern zustehen müssen.

Herausragend ist dabei die Darstellung der Annie. Die wohl etwas ebenso alte Darstellerin Liana Liberato verfügt von Anfang bis zum Ende über einer erstaunlich reife und abwechslungsreiche und authentische Mimik und versteht es unglaublich gut die diversen Gefühlswandlungen, Mischungen aus Verlangen und Abscheu darzustellen. Die Verführungsszenen sind unglaublich schwer zu ertragen, weis man doch was am Ende passieren wird. Mit schier unerträglicher Naivität, aber auch von den eigenen Gefühlen gesteuert versteht es Liana Liberato diese Zerrissenheit fast körperlich spürbar zu machen.

Abwertend gibt es kaum etwas zu bemerken. Anfangs ist der Film etwas sehr berechenbar in seiner Handlung und man denkt wenn es so weiter geht einem lauen Durchschnittsdrama aufgesessen zu sein. Doch das ändert sich schnell und obwohl ich kein Drama-Liebhaber bin hat mich der Film dann doch sehr eingenommen und man denkt auch danach noch drüber nach was ja meist ein sehr positives Zeichen ist. Die ein oder andere Handlung wirkt dann auch etwas überzogen dargestellt aber das tut dem sehr guten Eindruck keinen Abbruch.

Der Film kann nur allen Eltern mit minderjährigen Kindern empfohlen werden um potentielles eigenes Verhalten in so einer Situation zu hinterfragen und um vielleicht sogar sich etwas geistig vorzubereiten in bezug auf eine ähnliche Situation. Auch für entsprechende Beratungsstellen wäre ein guter Lehrfilm. Der Titel TRUST ist in dem Sinne sehr gut gewählt, es geht nämlich nicht nur um das Vertrauen von Annie in ihren vermeintlichen Liebespartner, sondern auch um das Vertrauen innerhalb der Familie, den Respekt vor der Persönlichkeit auch der eigenen Kinder. Dies sind Fakten von denen wir alle noch lernen können.

4/5 Sternen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Sag einfach ja... 17. Januar 2012
Format:DVD
...und ich bin da." Das Angebot der Internetbekanntschaft Charlie(Chris Henry Coffey) kann und will die 14jährige Annie(Liana Liberato) nicht ausschlagen. Zwar hat sich Charlie ihr im Netz erst als 16jähriger Collegeboy vorgestellt und sich dann nach und nach als 20, bzw. 25jähriger geoutet, aber trotz dieser Lügen fühlt sich Annie zu Charlie hingezogen. Er weiß, wie er sie mit Worten für sich gewinnen kann. So findet Annies Leben, das an und für sich in einer harmonischen Familie geregelt seinen Gang geht, plötzlich nur noch im Chat und auf dem Handy statt. Ihren Eltern Will(Clive Owen) und Lynn(Katherine Keener) sagt Annie nichts von Charlies Avancen. Sie sind in dem Glauben, ihre Tochter hätte einen "ganz normalen" Freund. Als Will und Lynn ihren Sohn zum neuen College fahren, wittert Charlie seine Chance. Er besucht Annie. Die ist zunächst perplex, als sie einen Mann Mitte 30 vor sich sieht. Doch Charlie kann reden. Er gewinnt erneut Annies Vertrauen, lockt sie in ein Hotelzimmer und missbraucht sie. Als eine Mitschülerin Annies die Sache mitbekommt, sagt sie der Schulleitung Bescheid. Die Meldung platzt wie eine Bombe. Das FBI schaltet sich ein und Will und Lynn fallen aus allen Wolken. Doch was viel schlimmer zählt: Annie führt sich nicht wie ein Opfer auf. Im Gegenteil, sie bringt Charley noch immer Sympahtien entgegen. Der FBI Agent Tate(Jason Clarke) setzt alles daran, Charley ausfindig zu machen. Aber das gestaltet sich schwierig. Derweilen ist Will kurz vorm Durchdrehen. Er will Charley finden; koste es was es wolle. Dabei wird Annies Familie einer unglaublichen Zerreissprobe ausgesetzt. Annie blockt gegen die Eltern und die kommen mit ihrer Erzieherrolle nicht mehr klar. Eine Katastrophe bahnt sich an...

Zunächst einmal muss ich einige kritischen Rezensenten Recht geben: Es ist schlichtweg eine Frechheit der Verleihfirma diesem Film ein Cover(Clive Owen mit Waffe) und einen Klappentext zu verpassen, der jedem suggeriert, es mit einem reißerischen Thriller zu tun zu haben. Da ist die Enttäuschung dann groß, wenn man feststellt, dass -Trust- genau das nicht ist. Ich frage mich allerdings: Darf man das David Schwimmers Film negativ anrechnen? Ich denke: Nein. -Trust- ist ein hervorragend gemachtes, vielschichtiges, tief bewegendes Familiendrama, das mit Clive Owen, Katherine Keener und Liana Liberato extrem gut besetzt ist. Falls ich mir das zutrauen darf, möchte ich auch darauf hinweisen, dass die Story unglaublich nah an der Realität spielt. So, wie Schwimmer den Ablauf darstellt, findet er in realen Verbrechenstatbeständen statt. Schwimmer, den ich vor allem im Komödienfach schätze(Run Fat Boy Run), hat diese Realität mit einem guten Spannungsbogen und einem, für diesen Film, wirklich starkem Ende versehen. Auch die Einspielung der Chat- und SMS Texte zur laufenden Handlung sind ein Kniff, der Schwimmer gut gelungen ist.

Vergessen sie also die ganze Thriller-Nummer. -Trust- ist ein Familiendrama. Nicht mehr, aber vor allem nicht weniger. Der Film ist unglaublich real und zeigt auf, dass man als Eltern auch alles richtig machen kann und doch seine Kinder niemals komplett beschützen kann. Ich hätte dem Film 4,5 Sterne gegeben, da das nicht geht, sind es 5 zu Gunsten des Angeklagten geworden. -Trust- ist sehenswertes Kino das, wenn auch ziemlich unprofessionell auf dem DVD Cover angekündigt, seine Freunde finden wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Never trust a STranger 29. Februar 2012
Von MissVega
Format:DVD
In den unendlichen Weiten des Internets lassen sich heutzutage immer leichter Verbrechen begehen. Egal, ob Wirtschaftskriminalität, Pornografie oder Missbrauch, dem kranken und verwerflichen Tun anonymer Scharlatane und Verbrecher sind angesichts der unzähligen Betrugsmöglichkeiten, die das Internet bietet, kaum Grenzen gesetzt. Einem besonders heiklen Aspekt dieses noch relativ jungen Verbrechenszweiges hat sich Regisseur und Schauspieler David Schwimmer (der "Ross" aus "Friends") in seiner sechsten Regiearbeit gewidmet. Doch ebenso wie sein nur mäßig gelungener Film "Run Fatboy Run" ist auch "Trust" kein sonderlich ausgereiftes Werk, welches mit unzähligen Längen und einer zwar realistischen, aber dennoch diffusen Geschichte zu kämpfen hat.

Ausstattung: Ton in deutsch und englisch in DD 5.1, deutsch auch in DTS, Untertitel in deutsch, deutscher und englischer Trailer des Films, Making-of, Interviews, Behind the Scenes und Outtakes.

Die 14jährige Annie (Liana Liberato, "Trespass") ist ein ganz normaler Teenager, der sich online sozialer Netzwerke so selbstverständlich bedient wie er sich morgens die Zähne putzt. Mit ihren Eltern Lynn (Catherine Keener, "An American Crime") und Will (Clive Owen, "Children of Men") versteht sie sich gut, auch wenn sie ein wenig darunter leidet, wie wenig Zeit besonders Papa Will für sie hat. Ihr älterer Bruder steht kurz vor dem Beginn seines ersten Collegejahres, so dass Annie bald allein mit ihren Eltern zu Hause ist. Und offensichtlich kompensiert sie ihre partielle Einsamkeit und ihre pubertären Ängste und Unsicherheiten damit, mit ihrem Online-Freund "Charlie" zu chatten. Denn der versteht ihre Sorgen bestens und kann sich prima in sie hineinversetzen. Komisch ist nur, dass Charlie nicht zu einem Video-Chat bereit ist und ihr auch keine Fotos von sich schicken kann. Irgendwann beichtet er Annie, dass er ein wenig älter ist als die 16 Jahre, die er Annie anfangs genannt hat, nämlich 20. Dieses Alter korrigiert er dann noch einmal auf 25, doch Annie stimmt irgendwann trotz des großen Altersunterschiedes und Charlies Lügen einem Treffen zu. Und dabei stellt sich heraus, dass "Charlie" 35 Jahre alt ist und ihr zum ersten Date sexy Unterwäsche mitgebracht hat. Aus Unerfahrenheit und falsch verstandener Höflichkeit passiert das Unglaubliche, mit dem sich dann auch Annies Eltern konfrontiert sehen. Das Leiden der Familie beginnt und reißt sie alle immer tiefer in einen Strudel aus Angst, Empörung, Wut, Schmerz und bitteren Wahrheiten. Jeder geht anders mit dem Geschehenen um, aber es gelingt ihnen nicht, ihr Leid gemeinsam zu tragen. Werden sie es dennoch schaffen, irgendwann damit fertig zu werden?

David Schwimmer wandelt unsicher auf den hier selbst gewählten Pfaden Familiendrama und Missbrauchsthematik. So realistisch und nachvollziehbar der Film auch sein mag, er weiß einfach nicht zu fesseln und echtes Mitleid zu erwecken. Ob das daran liegt, dass man sich als Erwachsener nicht unbedingt in die ganz eigene Welt eines Teenager einfühlen kann, oder daran, dass Liana Liberatos Annie kein sonderlich sympathisches Mädchen ist, weiß ich nicht. Oft jedenfalls wirkt sie mürrisch, aufmüpfig, unhöflich und manchmal wirklich so naiv, dass es kaum noch glaubwürdig erscheint. Ihre Motivation, mit einem Mann, der mehr als 20 Jahre älter ist als sie, mitzugehen, bleibt rätselhaft, da die emotionale Vernachlässigung durch die Eltern nicht so dramatisch ist, als dass dies nachvollziehbar wäre.

Auch das Rollenverhalten der Eltern ist bedauerlicherweise recht plakativ geraten: die Mutter versucht, die seelischen Wunden ihrer Tochter irgendwie zu heilen und durch Trost und Verständnis für sie da zu sein. Annies Vater hingegen übernimmt den typisch männlichen Part und macht sich daran, die Wurzel allen Übels zu finden, nämlich den Täter, an dem er seine nachvollziehbaren Rachegelüste ausleben kann. Sekundiert werden diese drei Protagonisten von bekümmerten Verwandten, einem relativ blassen Wolf im Schafspelz und stoisch vorgehenden Polizisten und Psychologen. Es wäre schön gewesen, wenn Schwimmer hier etwas nonkonformer vorgegangen wäre, z. B. die Mutter zum Rachegott erkoren hätte oder dem Täter mehr ambivalentes Profil verliehen hätte. So bleiben die Figuren trotz aller Tragik, die ihnen innewohnt, oft blass und unzugänglich. Das mag allerdings auch am Drehbuch der noch unerfahrenen Autoren liegen, die hier erst ihr erstes bzw. zweites Script abgeliefert haben.

Der Versuch, die Hilflosigkeit und Wut der Eltern zu visualisieren, ist Schwimmer jedoch gut gelungen. Die Fassungslosigkeit über das Treiben ihrer Tochter, aber auch Mitleid, Fürsorge und Entsetzen sind den Eltern in fast jeder Szene des Films ins Gesicht geschrieben. Und manchmal wünscht man sich sogar, man könnte ihre Schmerzen lindern. Doch Geschehenes kann nicht mehr negiert werden und fast droht die Familie an den Auswirkungen des Verbrechens endgültig zu zerbrechen. Leider wird dieses Zerbrechen in nicht enden wollenden Einstellungen immer wieder thematisiert und Schwimmer variiert dabei lediglich zwischen herausgebrüllter Wut und lähmender Verzweiflung. Das Scheitern bei der versuchten Rückkehr zur Normalität beginnt den Zuschauer irgendwann zu deprimieren, überhaupt ist "Trust" ein unsagbar deprimierender Film, denn er bietet einem weder Linderung noch Gerechtigkeit an. Satte 106 Minuten ist man diesem zähen, niederschmetternden Familiendrama, das auch ein Thriller sein möchte, ausgesetzt. Thrill stellt sich allerdings zu keinem Zeitpunkt ein, der Spannungsbogen bleibt schlaff und bedauerlicherweise kommen einem die Figuren kaum nahe.

"Trust" ist der Versuch der Schilderung eines Missbrauchs und dessen elementaren Auswirkungen auf eine ganze Familie. Vernachlässigung, Naivität und einfach das Vorhandensein des Mediums Internet führen hier zu einer Verkettung höchst unglücklicher Umstände, wie sie auf der ganzen Welt wahrscheinlich tausendfach geschehen. Das ist entsetzlich, erschreckend und grausam, aber Schwimmer gelingt es mit seinem Film nicht, einem die ganze Brisanz und Tragik dieser Thematik nahezubringen. Die Darsteller spielen zwar überzeugend, dennoch wird man nicht wirklich warm mit ihnen oder findet sie sonderlich sympathisch. Darüber hinaus ist Schwimmers Timing lausig, so dass sein Film oft zur Geduldsprobe gerät und man diesem Elend irgendwann einfach nur noch entkommen möchte. Eine weniger schablonenhafte Herangehensweise und aussagekräftigere Szenen und Abläufe hätte "Trust" bitter nötig gehabt. So bleibt nicht mehr als ein langatmiger Film über ein betrübliches Thema, der hier sowohl Schauspieltalente als auch Brisanz verschenkt. Somit leider nicht mehr als zwei von fünf leichtfertigen Chats, die schreckliche Konsequenzen haben können.
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