Jedenfalls hinten auf dem Buchumschlag. Herrchen dafür erzählt umso mehr.
Das kann er aber auch. Wer sonst käme schon auf die Idee ein Portrait über
Marilyn Monroe so zu beginnen: "Die Monroe? Doch eigentlich nur eine Schlampe, oder?"
Er mag sie übrigens.
Dieses 1-Kilo-Buch von Kein & Aber, 900 Seiten, 60 Geschichten, Lesebändchen, Register.
Wie soll man das auf dreißig Zeilen zusammenfassen? Kein Problem, - wir lassen alles aus.
Bloß nicht die Sache mit Lola, dem Raben mit den gestutzten Flügeln.
Capote mag keine Vögel, er hat schon zwei Hunde. Bekommt Lola aber geschenkt und bringt sie
in einem leeren Raum seines Hauses unter.
So , schreibt er,wie man Geisteskranke versteckt. Mit der Zeit gewöhnt er sich an Lola und
als sie, also der Rabe ,eines Tages sozusagen entfleucht ist, wird das Haus auf den Kopf
gestellt um sie zu suchen.
Lola gewöhnt sich auch, duscht frech spritzend im Trinkbecken der Hunde und benutzt die
Bulldogge, auf deren Rücken sitzend, als Taxi.
Schläft zwischen den Beiden. Fühlt sich ganz als Hund.
Auch als die Flügel nachgewachsen sind,
benutzt Lola sie bloß um kurz auf den Tisch zu flattern um was Glänzendes zu klauen.
Versteckt es dann in der Bibliothek hinter Virginia Woolfs gesammelten Werken.
Aber es ist nie gut, wenn man etwas sein möchte was man nicht ist, schreibt Capote und
hier endet es in einer Tragödie.Eine Katze spielt auch eine Rolle. Aber nicht so wie
Sie denken.Sie kommen nicht drauf.
Für diese 'Begegnung' wie Capote es nennt,
lohnt sich schon das ganze Buch.
Die restlichen fast 900 Seiten bekommt man geschenkt dazu.