Die Vampirserie True Blood basiert auf der erfolgreichen Sookie Stackhouse-Buchserie von Charlaine Harris, wobei sich die erste Staffel vor allem am ersten Buch der Reihe ("Dead Until Dark") orientiert. Die Idee zur Serie stammt von Alan Ball, der auch schon für Six Feet Under verantwortlich war. Ich habe inzwischen zwei Staffeln gesehen und kann mich den Aussagen von Elli Helfer nur anschließen. True Blood ist eine fantastische und ungewöhnliche Serie, die nicht nur Fans der Sookie-Bücher begeistern wird.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Kellnerin Sookie Stackhouse (Anna Paquin) aus Bon Temps, Louisiana, die Gedanken lesen kann und deswegen nicht im Stande ist eine Beziehung zu einem normalen Mann zu etablieren. Als mit der weltweiten Einführung von synthetischem Blut auch die Existenz von Vampiren öffentlich gemacht wird, entdeckt Sookie, dass sie die Gedanken von Vampiren nicht lesen kann. Sie verliebt sich in den Vampir William "Bill" Compton (Stephen Moyer) und macht im Laufe der ersten Staffel u.a. noch Bekanntschaft mit dem Vampir Eric Northman (Alexander Skarsgård, bekannt aus Generation Kill), der in der zweiten Staffel eine größere Rolle spielt.
Im Vergleich zu den Büchern, die die Geschehnisse in Bon Temps ausschließlich aus Sookies Perspektive beschreiben, basiert die Serie auf mehreren Handlungssträngen. Erwähnenswerte Charaktere sind dabei u.a. Sookies Bruder Jason (Ryan Kwanten), Sookies beste Freundin Tara (Rutina Wesley) und Sookies Chef Sam Merlotte (Sam Trammell). Die zentrale Handlung der ersten Staffel besteht darin, dass ein Serienmörder in Bon Temps verschiedene Frauen umbringt, die alle in der Vergangenheit Sex mit Vampiren hatten.
Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass die Serie sehr viel provokativer und graphischer aufgebaut ist als vergleichbare Formate wie Angel oder Moonlight. Da True Blood in den USA auf dem Pay TV-Sender HBO läuft, der seine Inhalte nicht annähernd so stark reguliert wie frei empfangbare Sender, sind die Folgen im Bezug auf Sex und Gewalt sehr freizügig und blutig.
Insgesamt kann ich die Serie allerdings trotzdem nur empfehlen. Alan Ball hat die fantastische Welt von Charlaine Harris erfolgreich ins TV-Format übersetzt und dabei einige Elemente hinzugefügt, die die Serie trotz Buchvorlage unvorhersehbar und sehr spannend machen.