Staffel 1 von True Blood basierend auf den Sookie Stackhouse Romanen von Charlaine Harris.
Worum es geht:
Sookie Stackhouse lebt in Bon Temps, einer Kleinstadt in Louisiana. Die junge Frau lebt bei ihrer über alles geliebten Oma und kellnert hauptberuflich in einer Bar.
Ihr einziges Handycap: sie kann leider die Gedanken anderer Menschen lesen. Dadurch ist sie sozial isoliert und hat kaum Freunde. Auch von einem Liebesleben kann keine Rede sein. Das ändert sich, als eines Tages der Vampir Bill die Bar betritt und Sookie seine Gedanken nicht lesen kann...
Vampire können sich nämlich seit der Erfindung von künstlichem Blut in der Öffentlichkeit zeigen. Doch die Einbürgerung ist nicht so einfach.
Die Serie ist meiner Meinung nach eine der besten der letzten Jahre. Sie wendet sich von dem mittlerweile allseits bekannten Vampirklischee ab und zeigt die Blutsauger als das, was sie mal waren: blutrünstig, wollüstig und gefährlich.
Sie besticht durch verrückte und sympathische Charaktere, in denen der Zuschauer sich wiedererkennt und auch wieder nicht. Gestaltwandler Sam liebt Sookie über alles, kriegt aber irgendwie nie die Kurve. Tara, Sookies beste Freundin, schlägt sich mit einer alkoholkranken Mutter und unkontrollierten Wutausbrüchen rum. Lafajette, Koch im Merlotte's, Sam's Bar, bekennend homosexuell und völlig exzentrisch, muss mit den Folgen seiner Geldsucht leben und dann natürlich nicht zu vergessen der unverwechselbare Eric mit seinen Getreuen Longshadow und Pam.
Was immer wieder kritisiert wird ist die Gewalt in der Serie. Ich würde auch niemandem unter 18 die DVD's in die Hand geben. Aber es wird gezeigt, wie es wäre, wenn Vampire a'la Dracula wirklich unter uns wären.
Dabei hat die Serie auch wirklichen Anspruch. Das Dilemma von Sookie, die einfach anders ist, oder die Schwierigkeiten mit der Einbürgerung der Vampire, die von der Kirche und den Konventionellen gehasst werden, sind durchaus aktuelle Themen, sie täglich durch die Schlagzeilen geistern.
Negativ ist mir eigentlich rein gar nichts aufgefallen (außer, dass die Staffel zu kurz war *g*). Die Schauspieler sind gut gewählt und verkörpern ihre Rollen mit Bravour. Dass die Darsteller von Sookie und Bill auch privat zusammen ist, tut wohl sein übriges, um den pikanten Szenen den richtigen Reiz zu geben.
Die DVD ist nichts außergewöhnliches, Sammler kommen hier nicht auf ihre Kosten. Zusatzmaterial gibt's leider auch nicht.
Fazit: Tolle Serie, viel Blut, Sex und Drama, genau das richtige für lange Filmnächte. Man kann nicht erwarten, die nächste Folge zu schauen und hat dann die ganze Staffel leider viel zu schnell durch.
Vergleiche mit Twilight sind sinnlos, das ist als vergleiche man Äpfel mit Birnen.
Übrigens, falls es jemanden interessiert, die 1. Staffel hält sich nahezu genau an die Buchvorlage. Der erste Band muss nicht unbedingt gelesen werden, bei der 2. Staffel sieht das anders aus.