Jeremy Marsh arbeitet als angesehener Wirtschaftjournalist für Presse und Fernsehen. Er glaubt nur an Fakten und macht es sich zur Aufgabe, Scharlatane und Geisterbeschwörer zu entlarven. Als er eines Tages von seltsamen Lichtern auf dem Friedhof von Bone Creek, North Carolina, hört, will er dieses Phänomen untersuchen. Bei seinen Recherchen in der Kleinstadt lernt er die Bibliothekarin Lexie kennen, die ihn vom ersten Moment an fasziniert. Lexie, Enkelin einer Hellseherin, ist genau das Gegenteil vom analytisch denkenden Großstadtmensch Jeremy und in das Leben ihrer Heimatgemeinde sehr eingebunden. Beide spüren die gegenseitige Anziehungskraft, kämpfen aber dagegen an, denn sie sehen keine Zukunft für eine Beziehung. Als das Rätsel um die Friedhofslichter gelöst ist, bleibt die Frage nach einer gemeinsamen Zukunft offen.
Das neue Buch von Nicholas Sparks verbreitet einen Hauch von Übersinnlichem. Daneben werden die Aspekte des New Yorker Großstadtlebens, im Vergleich zum familiären Umgang in einer amerikanischen Kleinstadt, kritisch unter die Lupe genommen. Der Held, ein sensibler Mann, der sich bisher nur an Zahlen und Realitäten orientiert hat, muss lernen, auch mit den Mythen und Ungereimtheiten des Lebens umzugehen. Die von den Wirren der Vergangenheit etwas mitgenommene Heldin kann, ebenso wie der Held, erst ihre Gefühle nicht zulassen und dem Geliebten vertrauen. Die Atmosphäre einer amerikanischen Kleinstadt wird sehr ansprechend geschildert. Auch dieses Buch ist wieder eine schön geschriebene Story von Sparks, die jedoch gegenüber früheren Werken deutlich weniger Sensibilität und Gefühlstiefe aufweist. Trotzdem bleibt "True Believer" ein schönes und romantisches Buch für gemütliche Lesestunden. (SaS)