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Mich persönlich störte anfangs diese kühle Sachlichkeit, mit der "Natascha" von Ihrem Leben berichtet. Teilweise fand ich schade, dass sie bestimmte Bereiche fast in "Zeitraffer" und wenig ausführlich erzählt hat (sie hätte ja noch jede Menge Platz gehabt - ist das Buch doch so dünn). Weiters fehlte mir die Herzlichkeit. Damit meine ich die Schilderung Ihrer Gefühle. Vor allem in der ersten Hälfte das Buches ist alles ziemlich unpersönlich erzählt.
Aber vielleicht ist es Nataschas Schicksal, das sie einfach zu dieser kühlen Art zu erzählen/schreiben gebracht hat.
Trotz allem sieht man auch in diesem Buch sehr gut, wie schnell man auf die "schiefe Bahn" gerät und wie nah doch Prostitution, Drogensucht und Kriminalität beieinander liegen.
Gefallen haben mir im Buch die Zwischenfragen von Anatol an "Natascha" (z.B. ob sie damals schon ahnte, dass es so kommen würde etc.). Genau diese Zwischenfragen beheben wieder das Manko, das ich vorhin beschrieben habe (dass Natascha wenig darüber schreibt, was sie sich zu der Zeit gedacht hat, was sie empfunden hat).
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