Als Leser verfolgt man ein Zwiegespräch im Kerker zwischen den unschuldig verurteilten Boethius und einer Frau, mit dem Namen Philosophie. Diese erklärt Boethius z.B.: "Was also, ihr Sterblichen, sucht ihr draußen das Glück, das in euch liegt? Irrtum und Unwissenheit verwirren euch."
In dem Buch geht es also um das Glück, das Übel, die Vernunft, die Gewalt, das Gute, das Böse, die Wechselfälle des Lebens, den Zufall, die Selbstgenügsamkeit, die geordnete Natur, den Makrokosmos und Gott. Teilweise werden die Texte durch längere Gedichte abgerundet. Ob es Trost durch philosophischen Gedanken in allen Lebenslagen gibt, erfahren sie in dem Buch.
Boethius lebte etwa 480-524 n.Chr., er knüpft in seinem Werk an die Philosophie von Platon und Aristoteles an, deren Werke er übersetzt hatte. Gleichzeitig ist sein Denken von den Stoikern geprägt.
Gedanken aus dem Buch:
"Willst du versuchen Geld zusammenzuraffen? Du mußt es dem, der es hat, entreißen.Du wünschest Macht? Den Nachstellungen der Unterworfenen preisgegeben, wirst Du selbst Gefahren unterworfen sein.Du möchtest nach Ruhm streben? Aber auf rauhem Wege hin und her gezerrt hörst Du auf sicher zu sein.Diejenigen endlich, die sich mit Vorzügen ihres Körpers spreizen, auf einen wie geringen, wie gebrechlichen Besitz stützen sie sich!
"Glücklich er, der den lichten Quell
Alles Guten zu schauen vermag.
Glücklich er, der der Fesseln Last,
Die zur Erde ihn ketten, sprengt."