Der Bildband der Autorin Cornelia Aistermann ist ein schmuckes Büchlein. Auf Glanzpapier gedruckt und mit vielen Fotos in Schwarzweiß und Farbe bietet er viel fürs Auge. Elf begleitende, stimmige Aphorismen vertiefen den Eindruck, den die Fotos hinterlassen.
Das ist aber nur der erste Eindruck. Hat man das Buch erst einmal aufgeschlagen, wird man verzaubert: es zieht einen zu sich hinein und nimmt sofort gefangen.
Man möchte gar nicht mehr aufhören zu schauen und zu blättern. Die Bilder wollen nicht loslassen, und die Worte sprechen mich als Leserin unmittelbar an, als wollten sie einen Dialog anregen:
"Der Engel braucht seine Flügel, um den Wagemutigen aufzufangen und den Zaghaften sanft nach vorne zu schieben."
Trost-Engel sind es in der Tat, und tröstende, zu Herzen gehende, nachdenklich stimmende Worte.
Die faszinierenden Fotos mit ihren stimmungsvollen, tiefgründigen Begleittexten tun jedoch noch mehr: sie regen zum Überdenken der eigenen Einstellung zum Leben an.
Noch lange nachdem ich das Buch aus der Hand gelegt hatte, hielt mich das Gesehene und Gelesene in seinem Bann und wirkte durch ein warmes, tröstlich-stärkendes Gefühl intensiv nach - ein Gefühl übrigens, das sich mit jedem neuerlichen Zur-Hand-Nehmen und Aufblättern wieder einstellt.
Das Buch hält, was es verspricht - ich habe darin nicht nur einen Begleiter für mich, sondern ein wunderbares Geschenk für Freunde und Bekannte gefunden.