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Tropfen auf heiße Steine
 
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Tropfen auf heiße Steine

Bernard Giraudeau , Malik Zidi , Francois Ozon    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Bernard Giraudeau, Malik Zidi, Ludivine Sagnier, Anna Thomson
  • Regisseur(e): Francois Ozon
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Pro-Fun Media
  • Erscheinungstermin: 23. August 2005
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 82 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000AAXGWY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 33.890 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Zufällig lernt der gutsituierte Léopold den jungen Franz kennen. Der verliebt sich Hals über Kopf in den älteren Mann, verlässt seine Freundin Anna und zieht bei ihm ein. Doch schon bald wandelt sich die Leidenschaft in Besessenheit, erweist sich Léopold als Despot. Als Anna um Franz zu kämpfen beginnt, geht dieser zu seiner alten Liebe zurück, nur um selbst die Rolle des Unterdrückers zu übernehmen. Da taucht auch noch Léopolds Exfreundin, die Transsexuelle Véra, auf und die Situation spitzt sich zu - mit tödlichen Folgen.

Video.de

François Ozon ("8 Frauen") inszenierte nach Rainer Werner Fassbinders Stück harten Tobak für Anspruchsvolle. In den Hauptrollen sorgen Ludivine Sagnier ("Swimming Pool"), Bernard Giraudeau ("Bilitis") und Malik Zidi ("Place Vendôme") für Höchstleistungen. Geschickt verknüpft Ozon Psychologisches mit Humorvollem, setzt zahlreiche Verweise auf die deutsche Kultur und sorgt so für eine Hommage an den Autorenfilm. Für Fassbinder-Verehrer ebenso ein Muss wie für Anhänger des intellektuellen französischen Kinos.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Träume... 8. Juli 2011
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
1964, im Alter von 19 Jahren schrieb Rainer Werner Fassbinder das Theaterstück "Tropfen auf heiße Steine", das von ihm selbst nie verfilmt oder aufgeführt wurde.
Francois Ozon adaptierte das Stück im Jahre 2000 fürs Kino.
Wir sind irgendwo in einer deutschen Wohnung der 70er Jahre.
Dorthin hat der 50jährige Leopold (Bernard Giraudeau) einen jungen Mann namens Franz (Malik Zidi) eingeladen. Er hat ihn einfach auf der Straße angesprochen, Franz wirkt nervös und erzählt von seiner Freundin Anna (Ludivine Sagnier), die er bald heiraten möchte.
Die beiden Männer reden über dies und das und Leopold kommt dann auch auf das Thema Sexualität zu sprechen. Er fragt den etwas schüchternen 20jährigen, ob er auch schon mal mit einem Mann geschlafen habe.
Der Junge lässt sich tiefer auf die Unterhaltung ein und erzählt von einem Traum, den er lustvoll empfindet. Der Liebhaber seiner Mutter kommt mit einem Mantel in sein Zimmer und zieht sich vor seinen Augen aus.
Einige Monate später: Leopold und Franz sind ein Paar, doch der Alltag ist in die Beziehung eingezogen. Im Bett klappt es nach wie vor gut, aber Leopold ist ein Nörgler, der Franz ständig kritisiert.
Leopold - so gewinnt man den Eindruck - benutzt seine Mitmenschen, ködert sie mit seiner Liebe und beugt ihren Charakter, bis sie ihm devot verfallen sind. Es zeichnen sich bereits Tendenzen ab, dass er dem jungen Lover, der auch noch arbeitslos ist, langsam überdrüssig wird.
Er macht ihm den Vorschlag auszuziehen und die Beziehung trotzdem weiter zu leben, denn im Bett läuft es ja gut - nur im Alltag nicht.
Das Leben geht weiter: Leopold bringt das Geld nach Hause und Franz kümmert sich mit jugendlichem Eifer um die Wohnung und hat inzwischen einen Aushilfsjob. Die Reibereien mehren sich, bis eines Tages während Leopolds Dienstreise Franz von seiner ehemaligen Freundin Anna Besuch bekommt. Anna liebt Franz noch immer und sie überredet ihn, dass er wieder mit ihr kommt, um zu heiraten und Kinder zu haben.
Leopold kommt nach Hause und mit dem Auftauchen von Leopolds ehemaliger Freundin, der transsexuellen Vera (Anna Thomson) kommt es zu einem tragischen Psychokrieg dieses Quartetts, es wird getanzt "Tanze Samba mit mir", gekränkt und am Ende verliert der, der liebt...
Dem Film merkt man die Nähe zum Theaterstück an, es spielt sich alles in Leopolds Appartment ab.
Dabei wählte Ozon einen etwas grellen, schrillen Inszenierungsstil mit einer gewissen Künstlichkeit.
Die Geschichte dringt aber sehr tief in die menschliche Seele vor, es ist im Grunde eine traurige Geschichte über Einsamkeit, Identitätslosigkeit und Abhängigkeit in einer oberflächlichen Welt.
Neben "Unter dem Sand" vielleicht Ozons bester Film.....und ein Wiederhören des wunderschönen Liedes "Träume" von Francoise Hardy.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christoph
Alles an diesem Film mutet zunächst befremdlich an:
Die Räumlichkeiten (der Film spielt nur in 3 Zimmern einer herrlich authentischen 70er Jahre Wohnung), die Personen (älterer Herr und jungenhafter Traumtänzer, Transe und sexhungrige Göre), die Kleidung (Anzug vs. Lederhosen, Fummel vs. Nackt) und nicht zuletzt die stets fühlbare Theaterbühnen-Athmosphäre. Auch in Spielfilmen dieser Art bizarr wirkende Tanzeinlagen (vgl. "8 Frauen") verstören den Zuschauer zunächst.

Aber als Gesamtkomposition entpuppt sich dieser Film tatsächlich als Meisterwerk allererster Güte. Um die Hintergründe zu verstehen, sollte man sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, den Text-Kommentar des Autors (Extra auf der DVD) durchzulesen.

Das Spiel von sexueller Abhängigkeit, Dominanz, Verzweiflung, Unselbständigkeit auf der einen Seite - Erkennen und Durchschauen der Situation, Aufbegehren, und das explosive Ende der Geschichte auf der anderen Seite bilden eine komplexe Gefühlswelt, die der Zuschauer jede einzelne Sekunde voller Faszination betrachtet.

Interessanterweise dürfte jeder am Ende mit etwas zweiflerischem Blick auf sein eigenes Leben schielen, ob da nicht auch eine versteckte Abhängigkeit oder zumindest etwas Lust darauf zu finden ist.

Einziger Wehmutstropfen (oder war es doch notwendig für die Vermittlung der Handlung?) ist der ziemlich unattraktive junge Hauptdarsteller, bei dem man sich so garnicht vorstellen kann, warum die anderen Personen ihn begehren bzw. besitzen wollen.

Mein Fazit: Kein Spielfilm im klassischen Sinne, aber für den aufgeschlossenen Zuschauer ein faszinierendes Erlebnis erster Güte! Bravo Ozon!!
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
fassbinders nachfolge? 15. April 2006
ich kann mich den worten meines vorredners leider nicht anschliessen. die art wie ozon den stoff der "komödie mit pseudotragischem ende" verfilmt konnte mich nicht überzeugen.

das stück tropfen auf heisse steine erzählt von dem jungen franz meister, der sich vom charismatischen leopold bluhm in seine wohnung einladen lässt und schon in der ersten nacht mit ihm ins bett geht. franz ist nicht schwul, ihn fasziniert der mensch leopold, seine freundin anna verlässt er ohne darüber nachzudenken und stürzt sich ins sexuelle abenteuer. diese sexualität ist nach einem halben jahr beziehung franz und leopold das einzige, was die beiden noch zusammenhält. leopold hat sich franz gefügig gemacht, er beherrscht ihn. die liebe, die bei fassbinder immer der abhängigkeit gleichkommt, wird immer nur zelebriert, aber nie gelebt. franz sagt, er liebt leopold, liebt aber eher die rolle des opfers, in die ihn dieser gebracht hat. (fassbinder: "jedes opfer sucht sich seinen täter selbst"). in leopolds abwesenheit taucht anna auf, franz und anna "verlieben" sich erneut, nun ist anna das opfer und franz regiert (im bett- er hat einiges von leopold gelernt). die beiden werden von leopold und vera (ein langjähriges anderes opfer leopolds) überrascht und die komödie geht langsam aber sicher über in sein pseudotragisches ende, das hier nicht verraten werden soll. soviel grob zur handlung.

ozon vertraut nicht dem stoff fassbinders, der diesen text schrieb als er 19 jahre alt war, er versucht ihn spannender, witziger, intelligenter zu machen. und das funktioniert meines erachtens nicht. so pur und einfach wie fassbinder schreibt, bräuchte es bei einer verfilmung keine jumpcuts, keine clownesken einlagen, sowieso keine schlecht recherchierten deutschen (bayerischen??) verhaltensweisen und vor allem, und da liegts!, müsste man die figur vera, die in fassbinders original sich aus liebe(!) zu leopold "lediglich" einer schönheitsoperation unterzieht, nicht als umoperierten mann auftreten lassen. dieser kurze auftritt veras, der letzte tropfen, der franz offen die ausweglose liebe zeigen soll (,das fass zum überlaufen bringt!), ist bei ozon gleich selbst ein ganzes fass, ja eine wanne die er dann auch sofort mitsamt dem kinde darin ausschüttet.

zu wenig vertrauen in den stoff macht den film schwach.
die drei sterne trotzdem für gute schauspieler und den versuch, fassbinders texte am leben zu erhalten.
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