Fabian, so der Name des kleinen Jungen, der in diesem Hörspiel die Hauptrolle spielt, ist so wie alle anderen kleinen Jungen.
Allerdings stellt er bei einem Campingurlaub fest, dass alle anderen nicht so sind wie er.
Bereits in Barries "Peter Pan" stirbt die Elfe "Tinkerbell" fast, weil keiner mehr an sie glaubt.
Hier setzt Gieseking an und macht aus Stefan, Fabians Vater, einen ungläubigen Thomas, der nicht an Elfen, Kobolde und sonstiges Fabelgetier glaubt, bis sein Sohn Fabian von einem bösen Zauberer verzaubert wird; übrigens - wenn ihnen dies bekannt vorkommt: das Buch heißt "Nils Holgerson" und ist von der Literaturnobelpreisträgerin Selma Lagerlöf.
Aber weiter bei "Trolle nach Süden". Wie sich schon unschwer aus dem Titel erkennen läßt, beginnt jetzt für Fabian eine Odyssee nach Italien, während sein Vater erstmal eine erkenntnisreiche Unterhaltung mit Oma halten muss, denn Oma hat voll den Durchblick, behält immer den Überblick und ist eine 350 Jahre alte Elfe. Im Hörspiel kommt ihr eine elementare Bedeutung zu, da sie die Position eines Off-Sprechers einnimmt und Zusammenhänge klärt, die in der Handlung offen bleiben.
Lassen Sie sich von diesem ungewöhnlichen Klang-Experiment verzaubern. Selten wurden bei einem Kinder-Hörbuch solch exzellente Sprecher zusammen geführt und eine aufwendige Musikuntermalung komponiert, die sich wohltuend von "Benjamin Blümchen singt..." abhebt. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Hörspiel auch ein kommerzieller Erfolg wird, damit auch andere Produzenten das Risiko eingehen, von ausgetretenen Pfaden abzuweichen und das Publikum mit solch erlesenen Hörspielperlen zu verwöhnen.