Produktinformation
|
Die Geschichte des Scores zu Wolfgang Petersens Sandalen-Spektakel ist ebenso tragisch wie die Troja-Handlung selbst. Über ein Jahr lang arbeitete nämlich zuerst Gabriel Yared (Der englische Patient) an dem Soundtrack und schuf, wie auf seiner Homepage nachzuhören ist, mit einem 100-Mann-Orchester plus 25-köpfiger Bläsersektion und bulgarischem Chor ein exzellentes, auch vom Regisseur begeistert aufgenommenes Werk. Bei einer Testvorführung des Filmes jedoch gab es eine Kritik an der kunstvollen, osteuropäischen, teilweise historisch klingenden und etwas an The Lord Of The Rings sowie The 13th Warrior erinnernden Musik. Das war für die Studiobosse von Warner Grund genug, Yared von seinem Job fristlos zu entbinden, die bisherige Arbeit als "ungeeignet" abzulehnen und zur allgemeinen Überraschung -- wie einst beim trojanischen (Holz-)Pferd -- sofort James Horner aus dem Hut zu zaubern.
Dem dreimaligen Grammy-Gewinner blieb kein ganzer Monat, um die griechische Heldensage zu untermalen. Also tat Horner das, was am Naheliegendsten war: Er recycelte Zitate aus seinem 20-jährigen Schaffen und fügte sie neu zusammen. Dass dies unter enormem Zeitdruck geschah, ist dem Resultat anzuhören. Dem nicht genug: Weil Warner die Rechte an Yareds Troja-Opus besitzt, konnte Horner sogar die von seinem Kollegen gemachten Aufnahmen mit der mazedonischen Sängerin Tanja Tzarovska verwenden und in seine Produktion integrieren! Dabei begeht er allerdings den Fehler, dass er ihre raue Stimme bei dem poppig-balladesken Abspann-Track "Remember" dem eher weichen Organ des US-Vocalisten Josh Groban gegenüberstellt.
Es ist aber nicht alles negativ an Horners Leistung, die er in rekordverdächtiger Minimalzeit absolviert hat. "Troy" und "The Temple Of Poseidon" beispielsweise sind gelungene Fanfaren. "Achilles Leads The Myrmidons" gehört in die Kategorie "Kraftvoller Bombast". Und der Anfang von "The Trojans Attack" dürfte Liebhabern militaristischer Musik gefallen. Das sind denn auch die Höhepunkte eines ansonsten schwachen Scores. Der klingt aus mit dem bereits erwähnten "Remember", welches bei einem griechischen Geschichtsstoff völlig fehl am Platz ist, aber vermutlich aus Marketinggründen für das amerikanischen Kinopublikum dazugenommen worden ist.
Wer sich über Horners Schaffen einen besseren Eindruck verschaffen will, sollte lieber zu Braveheart, Im Namen der Rose oder dem Score zu Titanic greifen. Und, obgleich Yareds Troja-Soundtrack zum Kinostart nicht verfügbar ist, wird dieser doch -- Qualität setzt sich schlussendlich durch -- vermutlich irgendwann auf Tonträger erscheinen (müssen)! --Thomas Hammerl
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
"Troy" is an epic story of love and war, and Horner's score does more justice to the latter than the former, which is clearly its biggest problem. Long before there was Kate and Leo, er, I mean Rose and Jack, there was Paris and Helen of Troy. But until you get to Groban's "Remember Me" at the end the only romantic theme on the album is the "Breisis and Achilles" track. Then again, they end up being the tragic couple in this telling of the tale because Paris and Helen actually end up living happily ever after on a slow boat to Rome with Aeneas at the end of the film. No wonder Horner was not inspired to turn their fabled love affair into a memorable piece of romantic music for this film; the characters really did not deserve to be immortalized that way.
Almost all of the tracks on the album focus on the war part of the film, with "Troy" and "Achilles Leads the Myrmidons" showing Horner's best efforts in that regard. There is also a nice little Horner fanfare for "The Temple of Poseidon" and "The Trojans Attack" starts off with a nice use of the Bulgarian choir. But the tolling bells become a bit much by the time we get to "The Greek Army and Its Defeat." The most memorable song on the album is the last one, although the idea of having Tzarovska's voice work in counterpoint to Groban's comes under the too little too late in terms of trying to give the score an exotic touch. It almost works, but that would have probably required more time than everybody had on this one.
In a nutshell the problem with Horner's score is that you do not have the fusion of music themes and characters or key scenes that is what usually compels us to pick up a soundtrack after seeing a film. Add to this the fact that you can check out excerpts from Yared's Easter European sounding score at his website, include a piano driven theme for Paris and Helen along with themes for several key characters, and you have to second guess Warner's decision and wonder what Horner could have done with a second month to get the job done.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|