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Als "fahrender Chansonnier und Komponist" hatte Gisbert Haefs, Bonner Autor und preisgekrönter Übersetzer der Werke etwa von Ambrose Bierce oder Jorge Luis Borges, selbst eine kleine Odyssee hinter sich, bevor er mit Romanen wie Hannibal, Alexander, Alexander in Asien oder Roma im historischen Roman seine eigentliche schriftstellerische Heimat fand. Troja ist eines dieser wundervoll lebendigen Bücher, die die Antike entstauben helfen und zu neuem Leben erwecken. Nicht nur Geschichtslehrern, sondern auch Geschichtsbegeisterten und Fans von spannender Lektüre unbedingt empfohlen. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende Aufarbeitung des bekannten Stoffes,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Troja (Taschenbuch)
Haefs erzählt die Geschichte des assyrischen Händlers Awil-Ninurte, der durch unglückliche Umstände zwischen die Fronten der beiden kriebführenden Partein gerät, und auf diese Weise alle Helden Homers mehr oder weniger kennenlernt. Haefs übermittelt dabei eine neue und interessante Ansicht der Abläufe des Trojanischen Krieges. Das Buch ist gespickt mit Anspielungen auf von uns als Tatsachen annerkannte Begebenheiten, und rückt diese in ein etwas anderes Licht. Vor allem für Kenner von Homers Ilias und der geschichtlichen Gegebenheiten jener zeit, hält das buch die eine oder ander interessante, und manchmal auch humorige Überaschung parat. Der Aufbau des Buches durch die Einschübe der Briefe des Korinnos und und Odysseus Erzählungen ist zu Beginn zwar etwas verwirrend, aber durchaus ansprechend. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum dieses Buch in einigen Rezesionen so schlecht weg komment. Für mich ist es jedenfalls das beste Buche, daß Haefs je geschrieben hat, und ein absolutes Muß für Freunde historischer Romane.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
schwieriger Einstieg - aber es lohnt sich !!,
Von Holger Oberfrank (Munich, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Troja (Taschenbuch)
Zugegeben, am Anfang wird mann ziemlich erschlagen mit Personen, Fakten und Daten und es ist zunächst schwierig, den roten Faden zu finden. Aber danach entschaedigt der Roman reichlich mit Spannung, Witz und Originalität. Haefs alter ego (wieder mal ein Haendler) bereist die Schauplätze von Homers Ilias und trift dabei all die bekannten "Helden". Diese sind allerdings bei Haefs gar nicht so heldenhaft, sondern eher tumbe Raufbolde. Auch wollen die Griechen in Troja keineswegs ein antikes Supermodel retten, sondern plündern und morden. Wie in "Hannibal" erzählt Haefs eine bekannte Geschichte aus der Sicht der Verlierer, wobei die Griechen in diesem Fall ähnlich "schlecht wegkommen" wie die Römer in "Hannibal". Wem "Hannibal" gefallen hat, der wird auch "Troja" lieben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kein Troja für Brad-Pitt-Fans,
Von
Rezension bezieht sich auf: Troja: Roman (Taschenbuch)
Haefs Roman Troja ist nach dem Erfolg des Petersen-Films in großer Auflage wieder in die Buchläden geschoben worden, da der Verlag ohne Zweifel auf ein hübsches Mitnahmegeschäft hoffte. Die Filmfans, die ein Buch zum Film suchten, dürften arg enttäuscht worden sein, hat doch Haefs sperriger und anfänglich auch schwer lesbarer Troja-Roman wenig gemein mit der bekannten Heldensaga um Männer mit Helmen und kurzen Röcken.Haefs spannender Ansatz ist es, die bekannte Geschichte des Kampfes um Troja aus dem Blickwinkel eine Gruppe von Händlern zu erzählen, die in dem Konflikt eigentlich neutral sind und das ganze Kriegsgeschehen nur als Störung ihrer Handelsaktivitäten empfinden. Entsprechend wenig glauben sie auch an das Motiv der verletzten Ehre wegen des Raubes der Helena. Sie shen vielmehr die klaren wirtschaftlichen Interesse der kriegführenden Parteien im Vordergrund. Moralisch hochstehende Motive sind vorgeschobene Gründe für dumme Soldaten, die von ihren gierigen Fürsten als Schlachtvieh in einen Eroberungskrieg geschickt werden. Es ist unbestritten eine Fähigkeit Haefs, historische Stoffe zum Leben zu erwecken. Seine Akteure sind die "normalen" Menschen der zeitepoche, die historische Ereignisse meisst eher als Opfer von Krieg und Gewalt miterleben. Ausdrucksstarke Sprache und historische Genauigkeit sind große Stärken aller Romane von Haefs. Zu kritisieren ist der Aufbau des Romans. Der ständige Wechsel von Handlungsebenen unterbricht immer wieder den Erzählfluß und macht es schwierig, dem Geschehen zu folgen. Hinzu kommt dass der Autor nicht die herkömmlichen Bezeichnungen für Orte und Länder oder die bekannten Namen für die handelnden Personen verwendet. So werden denn aus Troja plötzlich Wilusa und aus Ajax wird Aias. Um das noch zu toppen verändern sich die Bezeichnungen dann je nach Person, die sie benutuzt, denn Ägypter nennen Troja halt anders als Griechen. Schön, dass Haefs so viel über die Zeit weiss und historisch korrekt ist, aber hier wäre weniger mehr gewesen. Fazit : Prima historischer Roman, der einen interessanten neuen Blickwinkel auf eine vermeintlich bekannte Geschichte wirft. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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