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Troia und Homer: Der Weg zur Lösung eines alten Rätsels
 
 
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Troia und Homer: Der Weg zur Lösung eines alten Rätsels [Taschenbuch]

Joachim Latacz
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 380 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492236472
  • ISBN-13: 978-3492236478
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 806.193 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joachim Latacz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Spannend wie ein Thriller, denn hier präsentiert sich ein Indizienbeweis, der beeindruckend interdisziplinär und zugleich visionär angelegt ist. Ein hinreißendes Beispiel für die Komplexität moderner Wissenschaft.« Süddeutsche Zeitung

Kurzbeschreibung

Troia und Homer – die beiden Namen stehen für eines der größten Rätsel der Weltgeschichte: Hat der Troianische Krieg so stattgefunden, wie Homer ihn in der »Ilias« erzählt? Gab es überhaupt einen Ort namens Troia? Und wo liegt er? Der Homer-Spezialist und Troia-Kenner Joachim Latacz führt uns ein in die Detektivarbeit der Altertumsforscher und präsentiert ebenso überzeugend wie spannend die Beweise der modernen Forscher. Sein Fazit: Bei der Ausgrabungsstelle an den Dardanellen dürfte es sich tatsächlich um Troia handeln, Homer hat es nicht erfunden. – »Spannend wie ein Thriller, denn hier präsentiert sich ein Indizienbeweis, der beeindruckend interdisziplinär und zugleich visionär angelegt ist. Ein hinreißendes Beispiel für die Komplexität moderner Wissenschaft.« Süddeutsche Zeitung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein einziges Lesevergnügen 16. Januar 2004
Von makie19 VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Latacz liefert keine Beweise dafür, dass es einen "Troianischen Krieg" gab, oder dass der Hügel Hisarlik mit einer antiken Stadt namens Troia identisch wäre oder auch dass es eine geschichtliche Person namens Homer gab, die den Untergang dieser Stadt in Hexametern besang - aber er liefert ein Gedankengebäude von so stringenter Evidenz mit Indizien aus den verschiedensten Zweigen der Altertumswissenschaft wie Archäologie, Hethitologie, Ägyptologie und Gräzistik, dass einige Schlüsse einfach zwingend sind: die Erzählungen von einem Trojanischen Krieges haben zumindest einen historischen Kern und die Tradition der epischen Sprache reicht wesentlich weiter zurück, als es lange vermutet wurde, nämlich bis ins 15. Jahrhundert v. Chr.

Dazu schreibt Latacz so spannend und wird seinem in der Einleitung erhobenen Anspruch gerecht, den Leser am "Abenteuer Wissenschaft" teilnehmen zu lassen, dass die Lektüre zu einem einzigen Vergnügen wird.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch von Joachim Latacz ist nicht nur für Fachleute, sondern auch für den interessierten Laien zu empfehlen. Behutsam führt der Basler Graezist in die Homerphilologie ein und zeigt dabei dem Leser, was die archäologische und philologische Forschung seit F.A. Wolf (prolegomena ad Homerum, 1795) für das Verständnis des antiken Dichters geleistet hat. Nicht nur als Herausgeber des neuesten Homerkommentars (Ilias - Gesamkommentar", Bd. 1 2001) ist Latacz wohl neben Martin West der bedeutendste Graezist der Gegenwart und somit prädenstiniert den aktuellen Froschungsstand wiederzugeben. Dazu führt er in die Ergebnisse der Nachbarwissenschaften der klassischen Philologie ein (Archäologie, Hethitologie, Alte Geschichte). Er kommt zu dem Ergebnis, dass Homer (8. Jh. v. Chr.) im Rahmen der Überlieferung durch die altionische Sängertradition historische Elemente aus der mykenischen Zeit seit dem 16. Jahrhundert v. Chr. zugänglich waren. Damit zeigt er seinen Weg zur Lösung" der Problematik der Historizität des Troianischen Krieges auf.

Der Gegenentwurf zu Latacz' Troiabild findet sich bei: Dieter Hertel, Troia - Archäologie, Geschichte, Mythos. München (C.H. Beck) 2001 und Ch. Ulf (Hrsg.), Der neue Streit um Troia, München 2003.

Nachtrag 30.12.2007
Inzwischen sind 6 Jahre seit dem ersten Erscheinen dieses Buches und über 5 Jahre seit meiner Rezension vergangen. Nach einem Lustrum ist daher erneut Bilanz zu ziehen.
Viel hat man über die Thesen von Joachim Latacz und Manfred Korfmann seitdem gestritten. Aus meiner Sicht ist festzustellen, dass trotz vieler Versuche bisher weder ein Buch erschienen ist, das Latacz' Thesen schlüssig widerlegt hätte, noch - und das ist vielleicht noch bezeichnender - ein überzeugender Entwurf zur Erklärung der Form und spezifischen Eigenarten von Ilias und Odysse an seine Stelle gesetzt worden wäre. Im Gegenteil, Grabungen in Troia und Milet haben vieles bestätigen können, was der Verfasser 2001 nur vermuten konnte. Davon ist vieles in der überarbeiteten und verbesserten 5. Neuauflage von 2005 enthalten, die nun die Referenzausgabe ist.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die Wissenschaft der Archäologie und ihre Vertreter sind im Allgemeinen schon recht vorsichtig, recht konservativ, wenn es darum geht, Mythen aus der Vergangenheit und wirklich nachweisbare, historische Ereignisse auseinanderzuhalten. So war es gerade ein Nicht-Wissenschaftler, nämlich der Kaufmann Heinrich Schliemann, der auf Basis der Informationen in der Illias Homers die Stadt Troja auf dem Hügel Hisarlik im Westen Kleinsasiens ausgrub - und damit als Nicht-Archäologe zum populären Helden dieser Wissenschaft wurde. Natürlich sehr zum Ärger der "wirklich wissenschaftlichen" Fachkollegen.

Der sich daraus ergebene Streit um die Autenzität von Illias und Odyssee ist auf die ein oder andere Weise seit Schliemanns Entdeckung fortgeführt worden und gilt immer noch als nicht abgeschlossen. Joachim Latacz führt diesen Streit nun mit diesem Buch fort. Und er nimmt Partei - für eine Wertung der Funde als eine historische Basis für die Geschichte Homers, auf deren Grundlage ein einzigartiges Stück Weltliteratur entstanden ist. Dessen Inhalt dann aber wiederum weit über eine Nacherzählung der historischen Ereignisse hinaus geht.

Gegenüber Schliemann hat Latacz einen wesentlichen Vorteil. Inzwischen ist weit mehr über die späte Bronzezeit bekannt. Insbesondere weiss man mehr über die damals dominierende Großmacht Kleinasiens, die Hethiter. Und so kann Latacz aus der Gleichung Troja=Hisarlik ein Troja=Hisarlik=Willius machen, über welches die hethitischen Textfunde zusätzliche Informationen liefern.

Ja, für das alles gibt es keine wirklich harten Beweise. Wer aber diese fordert, muss dann wohl viele Aussagen der Archäologie und Altertumswissenschaft widerrufen. Die Vergangenheit zurückzubringen, sie für uns verständlich zu machen, ist immer zu einem Teil Spekulation. Es geht darum aus vielen kleinen Informationen ein ganzheitliches Bild zu gewinnen, und genau das tut hier Latacz. Der Leser lernt dabei viel über Archäologie, über Sprache, über Schrift, über Geographie. Selbst die Dichtkunst des Hexameters muss für den Nachweis herhalten.

Inzwischen ist das Buch bereits fünf Jahre alt. Nur wenig der hier geäußerten Theorien und Sachverhalte habe ich in der Zwischenzeit überzeugend widerlegt gefunden. Insofern kann man wohl langsam davon ausgehen, dass der Inhalt weiterhin Bestand haben wird.

Für den Laien ist das ganze auch aus einem anderen Grund spannend. Er erhält einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit und Diskussion. Selten habe ich in einem anderen Buch den Prozess von der mühsamen Erarbeitung einzelner, scheinbar unwichtiger Details der Feldforschung zu der großen, dann für alle spannenden These für die Titelseite so durchgängig beschrieben gesehen.

Ja, manchmal ist das auch mühsam zu lesen, wenn über Seiten hinweg kleinste Details analysiert werden. Aber der Einblick in die Vergangenheit und die Gegenwart der heute arbeitenden Archäologen lohnt sich.
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