Wenn eine ganze Kneipe ermittelt, hat das Verbrechen keine Chance. In diesem ersten Band einer geplanten Reihe mit Augsburg-Krimis sind der Wirt Rolli sowie Angestellte und Stammgäste der Kneipe "Zum Nordpol" einer Verbrecher-Bande auf der Spur, die nicht nur dubiose Geschäfte abwickelt, sondern auch noch für das Verschwinden von zwei jungen Frauen verantwortlich ist. Durchaus spannend erzählt Viktor Glass wie sich Rolli und Co. auf eigene Faust auf die Jagd machen. Das Lokalkolorit, was ja einer der wichtigsten Aspekte bei Regionalkrimis ist, wurde hier sehr schön eingefangen, was kein Wunder ist, lebt der Autor doch selbst in Augsburg und hat eine reale Kneipe mitsamt Personal als Vorbild genommen. Manche Personen sind sehr gut getroffen, andere, wie etwa ein unsympathische Polizist, der Rolli für die Verbrechen verantwortlich machen will, allerdings etwas klischeehaft. Immerhin schasfft es Glass Spannung zu erzeugen und die verschiedenen Erzählstränge sinnvoll zusammen zu fügen. Dass man mit einer Wärmebildkamera keine Leichen finden kann, da diese ihre Umgebungstemoeratur annehmen, sei dem Autor für zukünftige Romane zugeflüstert... Insgesamt eine kurzweilige und spannende Angelegenheit. Hoffen wir, dass bald der nächste Band um Rolli und seine Mitermittler erscheint!