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Kommentar: kart., broschiert. Zürich: Diogenes, 1982. 809 S. Einband etwas berieben, Rücken etwas rund, ansonsten gut erh. ISBN: 3257209509
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Tristram Shandy Taschenbuch – 1982

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 816 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 6., Aufl. (1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257209509
  • ISBN-13: 978-3257209501
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 3,8 x 17,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.046 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman
OT The Life and Opinions of Tristram Shandy, GentlemanOA 1759–67 DE 1769Form Roman Epoche Aufklärung
Der Roman von Laurence Sterne, der bis 1767 in neun Bänden erschien, bewirkte im Winter 1759 eine Sensation, da er er eine Parodie des noch jungen englischen Romans darstellte.
Inhalt: Obgleich der Titel eine Lebensbeschreibung des Ich-Erzählers in Aussicht stellt, erfährt der Leser über die Biografie Tristrams kaum etwas, und auch andere Erwartungen des Publikums durchkreuzt Sternes Roman gründlich. Angetreten mit dem Vorsatz, sein Leben gewissenhaft und unter Berücksichtigung aller kausalen Zusammenhänge darzulegen, verstrickt sich der Held – er wird erst im dritten Band geboren! – in zahlreichen Digressionen (Stichwort R S. 1033), die allesamt auseinander hervorgehen. Der chronologische Ablauf wird auf diese Weise nicht nur verlangsamt, sondern zum Stillstand gebracht und schließlich sogar ins Gegenteil verkehrt, da der Roman nach dem Bewusstsein des Protagonisten geordnet ist: Die Erzählung beginnt 1718 – neun Monate vor Tristrams Geburt – und wechselt zwischen verschiedenen Daten anscheinend planlos hin und her; das Buch endet in der Erzählung mit dem Jahr 1713. Dazwischen liegt ein vorgebliches Chaos aus scheinheilig kaschierten Schlüpfrigkeiten, eingeschobenen Erzählungen sowie leeren oder geschwärzten Seiten. Das Vorwort reicht der Erzähler im dritten Teil nach.
Struktur: Was nach erzählerischer Unfähigkeit bzw. purer Spottlust aussieht, ist tatsächlich wohl durchdacht. Sterne parodiert den Vernunft- und Ordnungsglauben der Aufklärung, zugleich aber setzt er an die Stelle des klassischen Erzählmodells (das auf dem Prinzip linearer chronologischer Abläufe basiert) einen neuen, »zirkulären« Romantypus.
Der eigentliche literarische Kunstgriff des Buchs liegt darin, dass durch das Fehlen einer stringenten Handlung der Blick vom Erzählten auf den Vorgang des Erzählens selbst gelenkt wird. Der Protagonist Tristram denkt laut über seine Schreibweise nach, erwägt, prüft oder verwirft ausdrücklich den Gebrauch verschiedener Stilmittel und diskutiert solche Fragen mit seinen Lesern, welche ihm wiederholt mit Einwänden ins Wort fallen (herkömmliche Romane hatten dem Publikum dagegen eine nur passive Rolle zugestanden). Dadurch bekommt das Werk den Charakter einer Konversation.
Wirkung: Der Roman war nach seinem Erscheinen sofort erfolgreich. Sein Stil wurde u. a. im Sentimental Magazine nachgeahmt. In Frankreich, wo man Sterne den Titel eines »englischen Rabelais« verlieh, inspirierte er Denis R Diderot zu dessen Roman Jacques der Fatalist und sein Herr (1778–80).
In Deutschland ist R Jean Paul sein wichtigster Nachfolger. Die sittenstrengen Viktorianer stießen sich an Sternes Albernheiten und Anzüglichkeiten, seit etwa 1920 aber ist seine Aktualität unbestritten. Für Milan R Kundera war Tristram Shandy »der modernste Roman des 18. Jahrhunderts«. Indem Sterne dem Bewusstsein des Helden als erzählerischem Strukturprinzip den Vorrang vor einer chronologischen Darstellung einräumte, wies er bereits auf den Roman der Moderne voraus, wie ihn James R Joyce und Virginia R Woolf erarbeiteten. N. S. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Sterne, Laurence engl. Schriftsteller *24.11.1713 Clonmell, Irland, †18.3.1768 London Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman, 1759-67 Laurence Sterne gilt als wichtiger Vorläufer der Moderne. Er bereicherte mit seinem Roman Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman die Weltliteratur um ein neues Erzählmodell, das die Subjektivität gegenüber äußeren Ereignissen betont und Romane von Kollegen wie Samuel R Richardson sowie Henry R Fielding parodiert. Mit seinem humorvollen und gefühlsbetonten Werk löste Sterne in ganz Europa einen Kult der Empfindsamkeit aus. Sterne, Sohn eines Fähnrichs, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Vater war als Soldat in verschiedenen Ländern stationiert und die Familie zog ihm nach. 1735-40 konnte er , unterstützt durch die finanzielle Hilfe seines Cousins, in Cambridge Theologie studieren und übernahm anschließend eine kleine Pfarrei in der Gegend von York. Ab 1741 war Sterne mit Elizabeth Lumley verheiratet; der unglücklich verlaufenden Ehe wurde eine Tochter beschieden. Nach dem Durchbruch des Tristram Shandy-Romans hielt sich Sterne in London auf oder unternahm Reisen durch Europa, in der Hoffnung auf Heilung seines Lungenleidens. 1762 bis 1765 lebte die Familie in Südfrankreich; zwei Jahre später schloss sich seine Sentimentale Reise durch Frankreich und Italien (1768) an. Konservative Zeitgenossen sahen in dem exzentrischen Pfarrer eine Reizfigur: Sein Lebenswandel war nicht eben solide, er liebte es, im Mittelpunkt zu stehen und mit frivolen Scherzen zu provozieren. Sterne starb berühmt, aber vereinsamt und mittellos. Biografie: D. Thomson, Laurence Sterne, 1991 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hans Henkel am 19. November 2000
Format: Taschenbuch
Eingestellt auf eine kontinuierliche Geschichte fühlt man sich am Anfang ein wenig vor den Kopf gestossen. Laurence Sterne lässt Geschichten abrupt enden, wenn sie gerade am spannendsten sind. Er kommt vom Hundersten ins Tausendste und der zeitliche Ablauf der Ereignisse erfolgt alles andere als chronologisch.
Es scheint mir nicht genug dieses Buch einfach nur zu lesen. Vielmehr verwickelt es den Leser in ein Gespräch mit dem Autor, das ständiges Wachsein und eine gewisse Eigenaktivität erfordert. Nach dem Überwinden anfänglicher Irritationen, stellte ich fest, dass es gerade diese Art des Miteinbezogenseins, eine Art interaktiven Lesens, war, die mich fesselte. Bei Sterne weiss man nie was der nächste Satz bringt, ja man weiss nie, ob er nicht das nächste Kapitel auslässt, um es später nachzuholen oder auch nicht. Das erzeugt Spannung und erfordert Aufmerksamkeit.
Aber das eigentlich Bezaubernde und Tröstliche an diesem Buch ist die Haltung des Ich-Erzählers, hinter dem sich der Autor erkennen lässt. Es zeichnet ihn aus ohne Vorwurf, ohne Klage und ohne Urteil seine Geschichten zu erzählen. Bemerkenswert ist die Freundlichkeit und Gutmütigkeit mit der er menschliche Schwächen, Missverständnisse und Eigenheiten seiner Charaktere sehenden Auges aus tiefem Herzen wertschätzt. Es gibt kein Geziehe und Gezerre an seine Gestalten, sie sind manchmal hilflos, oft lächerlich aber immer liebenswert.
Die Seiten des Buches sind voll von erfrischenden, scheinbar belanglosen Alltäglichkeiten und obwohl ich mich nicht mehr so sehr an deren Inhalte erinnere, erinnere ich mich an die fröhliche Heiterkeit, die sie in mir auslösten. Gerade im Vermeiden jeder Tragik erweist sich sein Tiefgang und man geniesst die gut verträgliche Leichtigkeit des Seins
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 16. August 2004
Format: Taschenbuch
Die Geschichte von "Tristram Shandy" beginnt mit einem Coitus interruptus. Mal abgesehen davon, dass Laurence Sterne den Mut hatte, den Roman ausgerechnet mit der Zeugung des Helden anfangen zu lassen, ist die Unterbrechung das wichtigste Strukturprinzip des Romans: Sterne mäandert durch die fiktive Autobiographie, liefert zu jedem Ereignis noch die Vorgeschichte und gefällt sich in Abschweifungen, Exkursen und Anekdoten. Kein Wunder, dass die Handlung nicht über den fünften Geburtstag des Helden hinauskommt! Bis dahin passieren ihm allerhand Unglücksfälle: Bei der Geburt wird ihm die Nase eingedrückt, er erhält einen falschen Namen und wird von einem niedersausenden Fenster beschnitten. Große Teile des Romans handeln aber noch nicht einmal von Tristram, sondern von seinem Onkel Toby. Dessen obsessives Steckenpferd ist der Festungsbau in seinem Gemüsegarten, wo er die Kriegszüge der Briten en detail nachspielt. Sterne versammelt noch mehr wunderliche Typen in seinem Roman, der alles ist, nur nicht langweilig. Frei wie die Gedanken schweifen die skurrilen Erzählungen durcheinander und halten sich selten an die chronologische Erzählzeit. Ein humorvolles, bisweilen auch anrührendes Lesevergnügen - für jeden, der genügend Zeit mitbringt. Im 20. Jahrhundert wurde Sternes Werk von modernen Autoren wie James Joyce und Virginia Woolf wiederentdeckt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von drfutural am 10. September 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
DIeses Buch zu bewerten ist nicht einfach. Sagen wir mal so: Es ist viel leichter zu lesen, als Gargantua und Pantagruel von Rabelais, in dessen Geiste es wohl geschrieben ist. Und das Werk ist wirklich unglaublich witzig! Ich hatte von dem Autor nie etwas gehört, bis ich (ich weiß nicht mehr wo) von Arthur Schopenhauer diesen Buchtipp erhalten habe. Schopenhauer war voll des Lobes und das ist schon was Besonderes.
Der Autor ist heute vielleicht schon vom Vergessen bedroht. Mein Tipp: Lest nicht, was euch Goethe und Schiller empfehlen (wie den unsagbar langweiligen Goldsmith). Hört auf Schopenhauer und lest dieses Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Inke Lerch am 30. April 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
In den so skurrilen und verschlungenen Meinungen und Erzählungen des T.S. kommt ein so herrlicher Humor hervor, dass man über das Leben nur noch schmunzeln (lachen) kann.Er ist ein Wegbereiter für Jean Paul, den ich auch sehr mag.
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