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Tristesse Royale: Das popkulturelle Quintett
 
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Tristesse Royale: Das popkulturelle Quintett (Taschenbuch)

von Joachim Bessing (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 201 Seiten
  • Verlag: List Tb. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548600700
  • ISBN-13: 978-3548600703
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Sehr geehrtes Konsumvolk, liebe wohlstandsverwahrloste Jugend Deutschlands,
dieses Buch ist für euch geschrieben. Ihr, die ihr Bücher übers Internet bestellt, IKEA-Katalog und WOM-Journal zum Blättern mit auf die Toilette nehmt und für einen höheren Überziehungskredit sogar etwas sparen würdet -­ dieses Buch ist für euch. Die fünf Wortführer der Tristesse Royale, die sich im Fin-de-siècle-Jahr 1999 im schönen Hotel Adlon getroffen haben, halten euch gnadenlos den Spiegel vor. Wollt ihr wissen, was diese "Stilgötter" von euch halten? Nun denn: Nehmt und lest! Lest von der Meinungslosigkeit unserer Gesellschaft, vom ewigen Re-Modeling der Marken, Popbands und Gesichter, von der "ironic hell", die das Fernsehen und die Werbung aus unserem Leben gemacht haben. Lest von der "Drei-Wetter-Taft-Welt", in der alles sehr schnell gehen muß. Lest von der Gefahr, die von den Werbebildern für unsere Selbtsverwirklichungsvorhaben ausgeht.

Ganz oben auf der Liste des Leids, die uns das popkulturelle Quintett zusammengestellt hat: die Ironie. Das ist nicht leicht zu verstehen, dann was sie da betreiben, sieht ganz nach bitterstem Zynismus aus. Vielleicht ist das aber auch ein strukturelles Problem: Wer die perversen Verhältnisse unserer konstruierten Arbeits- und Vergnügungswelt beschreiben will, muß zwingend ironisch vorgehen.

Wie auch immer: Die saloppe Kulturkritik mitsamt der dekadenten Pose dieser "Betrifft-mich-nicht-Wichte" enthält "mehr Debatte als ein ganzjähriges Zeit-Abonnement", wie ein Kritiker schrieb. Wem Pierre Bourdieu, dem Denker der feinen Unterschiede, zu schwierig, die Pop-Gazette Spex zu theologisch und Max Goldt bzw. Wiglaf Droste zu linksliberal sind, der sollte sich dieses Buch beschaffen ­- als Erbauungsliteratur auf dem Heimweg vom Einkaufen, als Nachschlagewerk (ca. 800 Einträge im Sachregister), als Vademecum für ästhetisch unsichere Tage. Es ist, wie es an einer Stelle heißt, "bigger than life and twice as ugly". --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Zehn Jahre nach 1989 formiert sich in Deutschland eine neue Generation - ihr Manifest heißt 'Tristesse Royale'." Der Tagesspiegel

"Dieses schöne Buch hat mein Leben verändert." Olrik Kleiner

"Enthält mehr Debatte als ein ganzjähriges ZEIT-Abonnement; lustiger ist es auch." Süddeutsche Zeitung

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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wer im Glashaus sitzt..., 7. Februar 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Tristesse Royale (Taschenbuch)
Mein Gott, sind die fünf Herren zu bedauern. Erst geht ihnen, wie im Buch beschrieben, die Welt an die Nieren, und dann werden sie auch noch von der deutsche Presse beschimpft, zuletzt in der Februar-Titanic. Das ist aber der Punkt. So, wie auch der Satirik-Rezensent sich scheinbar nicht entscheiden kann, ob er das Machwerk nun gut findet oder nicht, so wenig bin ich mir sicher, was ich davon halten soll, wenn sich fünf junge Männer als Weltretter und Herrenreiter aufspielen. Nur von ihrem hohen Roß bemerken sie gar nicht, wie verletzlich und angreifbar sie sind. Also Vorsicht. Denn die Auswege aus der Misere werden doch klar gezeigt: Bessing soll wieder backen, Nickel wieder nach Skandinavien, Schönburg nach Weimar, Stuckrad in die Rock-Hölle und Kracht verschwindet. Dann sind wir sie los. Aber ihr Buch bleibt. Und wer es hat, kann viel über die Welt lernen.
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32 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Trist ja, royal nein, 5. Oktober 2002
Diese Rezension stammt von: Tristesse Royale (Taschenbuch)
Oscar Wilde war der Meinung, dass ein Buch nicht wirklich schlecht sein könne, wenn es denn nur eine erbitterte Kontroverse hervorzurufen im Stande sei. Oscar Wilde hat sich geirrt. "Tristesse Royal" wird zu Recht als völlig überflüssiges Machwerk angefeindet, zu Unrecht dagegen als "entlarvend" vergötzt. Die müde Schar der zutiefst unoriginellen Dandys hat dermaßen viel eitel Freude an der Dekonstruktion, dass sie sich schon lange selbst dekonstruiert hat, bevor Seite 20 erreicht ist. Kaufen sie dieses Buch auf keinen Fall! Es besteht die Gefahr, dass die Herren sich dank des mit diesem Buch verdienten Geldes demnächst erneut im Adlon einfinden - damit wäre der Weg geebnet zu einer kunstlosen Fortsetzung des müßigen Kränzchens.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Guter Ansatz, 4. Oktober 2005
5 junge Literaten versuchen, ein Bild der Gesellschaft zu skizzieren. In drei Tagen.
Ein interessantes Projekt, das man öfter wiederholt sehen möchte. Schließlich sind seit Veröffentlichung des Buches 6 Jahre vergangen.
Entsprechend suhlt man sich in Fin-de-siècle-Dekadenz: Man trägt Boss, raucht Sweet Afton und belächelt „den Golffahrer". Kurz: Man ist Elite und verabscheut den Mainstream, der Kruder&Dorfmeister hört und Pulp-Fiction-Szenen imitiert.
Das ist eine Weile amüsant, allerdings auch unproduktiv, denn seitenlang werden No-go-Listen erstellt, ohne dass sich die fünf zu einer eigenen Ästhetik durchringen. Anhand vom Konsum wird die Welt gedeutet. Das mag der richtige Weg sein, hier bleibt das Bild allerdings ein bruchstückhaftes.
Immerhin wird konstatiert, dass nichts unser Leben stärker prägt als die Medien und dass wir in einer Zeit eines „kollektivierten Individualismus" (v. Schönburg) leben.
Christian Kracht sagt: „Das Problem ist der Konsens." Die Popautoren wollen individuell sein und sehen „den Pop" als einen Diskurs, ein Prinzip des Ausschließens. Sie einigen sich damit auf ein Programm, dass sie laut von Barre gar nicht haben („Aber sie hatten ein Programm. Wir haben keines, hoffe ich."). So können sie gegen alles und jeden sein, ohne Farbe bekennen zu müssen. Das finde ich dann doch etwas unproduktiv.
Das Buch kann man als einen Versuch sehen, eine eloquente Plauderrunde des 19. Jahrhunderts ins Heute zu transferrieren. Was bleibt, sind von Selbstverliebtheit durchtränkte Statements und eine Erweiterung des popkulturellen Hintergrunds des Lesers, wenn man all den Spuren nachgeht, die im Laufe der Gespräche gelegt werden.
Für Schönburg ist das Fazit der Runde: „Rock ist die Antwort und Rock ist das Christentum und all you nee dis love." (Man versucht, den Begriff Pop abzustreifen, schließlich kommt er von populus - das Volk).
Für mich ist das Fazit: Ein weiterer Versuch, mit beredtem Nichts-sagen Geld zu verdienen.
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Am 3. Dezember 2001 veröffentlicht

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