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Tristesse Royal: Das popkulturelle Quintett
 
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Tristesse Royal: Das popkulturelle Quintett [Taschenbuch]

Joachim Bessing , Benjamin von Stuckrad-Barre , Christian Kracht , Eckhart Nickel , Alexander v. Schönburg
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 201 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (1. Mai 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548600700
  • ISBN-13: 978-3548600703
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.669 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Joachim Bessing
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Sehr geehrtes Konsumvolk, liebe wohlstandsverwahrloste Jugend Deutschlands,
dieses Buch ist für euch geschrieben. Ihr, die ihr Bücher übers Internet bestellt, IKEA-Katalog und WOM-Journal zum Blättern mit auf die Toilette nehmt und für einen höheren Überziehungskredit sogar etwas sparen würdet -­ dieses Buch ist für euch. Die fünf Wortführer der Tristesse Royale, die sich im Fin-de-siècle-Jahr 1999 im schönen Hotel Adlon getroffen haben, halten euch gnadenlos den Spiegel vor. Wollt ihr wissen, was diese "Stilgötter" von euch halten? Nun denn: Nehmt und lest! Lest von der Meinungslosigkeit unserer Gesellschaft, vom ewigen Re-Modeling der Marken, Popbands und Gesichter, von der "ironic hell", die das Fernsehen und die Werbung aus unserem Leben gemacht haben. Lest von der "Drei-Wetter-Taft-Welt", in der alles sehr schnell gehen muß. Lest von der Gefahr, die von den Werbebildern für unsere Selbtsverwirklichungsvorhaben ausgeht.

Ganz oben auf der Liste des Leids, die uns das popkulturelle Quintett zusammengestellt hat: die Ironie. Das ist nicht leicht zu verstehen, dann was sie da betreiben, sieht ganz nach bitterstem Zynismus aus. Vielleicht ist das aber auch ein strukturelles Problem: Wer die perversen Verhältnisse unserer konstruierten Arbeits- und Vergnügungswelt beschreiben will, muß zwingend ironisch vorgehen.

Wie auch immer: Die saloppe Kulturkritik mitsamt der dekadenten Pose dieser "Betrifft-mich-nicht-Wichte" enthält "mehr Debatte als ein ganzjähriges Zeit-Abonnement", wie ein Kritiker schrieb. Wem Pierre Bourdieu, dem Denker der feinen Unterschiede, zu schwierig, die Pop-Gazette Spex zu theologisch und Max Goldt bzw. Wiglaf Droste zu linksliberal sind, der sollte sich dieses Buch beschaffen ­- als Erbauungsliteratur auf dem Heimweg vom Einkaufen, als Nachschlagewerk (ca. 800 Einträge im Sachregister), als Vademecum für ästhetisch unsichere Tage. Es ist, wie es an einer Stelle heißt, "bigger than life and twice as ugly". --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Zehn Jahre nach 1989 formiert sich in Deutschland eine neue Generation - ihr Manifest heißt 'Tristesse Royale'." Der Tagesspiegel

"Dieses schöne Buch hat mein Leben verändert." Olrik Kleiner

"Enthält mehr Debatte als ein ganzjähriges ZEIT-Abonnement; lustiger ist es auch." Süddeutsche Zeitung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Guter Ansatz 4. Oktober 2005
Von gottsched
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
5 junge Literaten versuchen, ein Bild der Gesellschaft zu skizzieren. In drei Tagen.
Ein interessantes Projekt, das man öfter wiederholt sehen möchte. Schließlich sind seit Veröffentlichung des Buches 6 Jahre vergangen.
Entsprechend suhlt man sich in Fin-de-siècle-Dekadenz: Man trägt Boss, raucht Sweet Afton und belächelt „den Golffahrer". Kurz: Man ist Elite und verabscheut den Mainstream, der Kruder&Dorfmeister hört und Pulp-Fiction-Szenen imitiert.
Das ist eine Weile amüsant, allerdings auch unproduktiv, denn seitenlang werden No-go-Listen erstellt, ohne dass sich die fünf zu einer eigenen Ästhetik durchringen. Anhand vom Konsum wird die Welt gedeutet. Das mag der richtige Weg sein, hier bleibt das Bild allerdings ein bruchstückhaftes.
Immerhin wird konstatiert, dass nichts unser Leben stärker prägt als die Medien und dass wir in einer Zeit eines „kollektivierten Individualismus" (v. Schönburg) leben.
Christian Kracht sagt: „Das Problem ist der Konsens." Die Popautoren wollen individuell sein und sehen „den Pop" als einen Diskurs, ein Prinzip des Ausschließens. Sie einigen sich damit auf ein Programm, dass sie laut von Barre gar nicht haben („Aber sie hatten ein Programm. Wir haben keines, hoffe ich."). So können sie gegen alles und jeden sein, ohne Farbe bekennen zu müssen. Das finde ich dann doch etwas unproduktiv.
Das Buch kann man als einen Versuch sehen, eine eloquente Plauderrunde des 19. Jahrhunderts ins Heute zu transferrieren. Was bleibt, sind von Selbstverliebtheit durchtränkte Statements und eine Erweiterung des popkulturellen Hintergrunds des Lesers, wenn man all den Spuren nachgeht, die im Laufe der Gespräche gelegt werden.
Für Schönburg ist das Fazit der Runde: „Rock ist die Antwort und Rock ist das Christentum und all you nee dis love." (Man versucht, den Begriff Pop abzustreifen, schließlich kommt er von populus - das Volk).
Für mich ist das Fazit: Ein weiterer Versuch, mit beredtem Nichts-sagen Geld zu verdienen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
... und als arrogant kann der Mainstream- Durchschnittsleser das popliterarische Quintett beim Leser leicht empfinden. Aber selbst dieser müsste anerkennen, wie sehr sich viele der damals diskutierten Zukunftsthemen zu heute aktuellen Themen gewandelt haben, wenn er dieses "Theaterstück" so wie ich erst gut 10 Jahre nach Erscheinen lesen würde. Die Jungs hatten schon recht. Nur: Ihre zynische Betonung der Langeweile wäre in einer ähnlichen Gesprächsrunde heutzutage sicher einer realen Besorgtheit über die Zukunft unserer Generation gewichen.
Ganz besonders schön in meinem Verständnis: Von Schönburgs Bezugnahme auf Mark Aurel.
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33 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ist es denn noch zu fassen. Da kauft man sich, übrigens ohne sein Konto zu überziehen, ein grossformatiges Buch in dem man bei vernünftigem Schriftsatz die halbe Bibel hätte veröffentlichen können und was kommt dabei heraus: die Erkenntnis, dass dieses Geld die Kosten für den Aufenthalt von 5 Snobs in einem Berliner Luxushotel decken soll, in dem sie sich gegenseitig mit Dünnschiß volllabern, den sie angeblich aufzeichnen und als eben jenes Buch veröffentlichen (very authentisch). Pseudo-intellektuelles Gequatsche mit Standard-Fremdwortschatz, bei dem jeder jedem mit derartigen Gedankensprüngen ins Wort fällt, dass jeder normale Mensch seinem gegenüber in die Fresse schlagen würde.

Der Rahmen so gewählt, um es der Viva Generation, Golf Generation, Generation X oder wem auch immer unter dem Deckmantel der „coolen location“ anzudrehen ohne auch nur einen Blick auf den tatsächlichen Inhalt verschwenden zu müssen (auf den 188 Seiten steht ja auch Nichts). Das liest sich als berechtige die Veröffentlichung eines Buches in Deutschland schon mit dem Schreiben seiner Memoiren zu beginnen oder á la Günther Grass seinen Senf zu allem und jedem dazuzugeben und sich fortan zu der geistigen Elite der Republik zu zählen. Weisheiten, die keiner braucht, Zusammenhänge herstellen zu historischen Ereignissen um die Kenntnis derselben mitzuteilen, und das Schlimmste: sich selbst zu Sprechern einer Generation zu ernennen, die sich zum größten Teil nicht jedes Wochenende auf Kokspartys rumtreibt oder die Groupies der Fantastischen Vier fickt und für die Veröffentlichung der Erfahrung, dass es einem nach so einem Wochenende meist schlecht geht, auch noch Geld kriegt. Von konservativen Werten und Moral schwafeln und dazu die „Kleider machen Leute“-Philosophie in totaler Arroganz herauskehren, obwohl man sich Persönlichkeit ja nicht kaufen kann, und gerade darauf kam es früher ja gar nicht an. Die Idee der notwendigen Schilderung (was man gerade anhat, trinkt oder raucht) ist denn auch noch geklaut (haben die dann doch heimlich American Psycho gelesen?). Super nervig übrigens.

Wenn’s wenigstens lustig wäre, aber so ist beim Lesen der Name Programm: Tristesse Royal. Nichts. Null. Da ist 42 schon mehr.

Das Gute ist, dass sich ja nicht nur die gesamte Gesellschaft in Gruppen aufspaltet, sondern auch die Generationen in sich usw.. Wie repräsentativ ist denn da die konsumgeile Celvin Klein Fraktion die daran glaubt eine Unterhose wird durch die Initialen seines Schöpfers zu etwas anderem als einer Unterhose?

Habe ich eigentlich verpasst, dass jetzt alle „ich habe dich geschaut“ anstatt „gesehen“ sagen? Gleich der Modephrase „nicht wirklich“, die auf absolut alles eine nichtssagende Antwort ist. Oder haben dann doch zu wenige dieses schlechte Buch gelesen, als dass sich das durchsetzt? Na hoffentlich.

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Am 31. August 2002 veröffentlicht
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