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Tristanakkord: Roman
 
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Tristanakkord: Roman [Gebundene Ausgabe]

Hans-Ulrich Treichel
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Georg Zimmer, arbeitsloser Germanist und angehender Doktorand, ist froh, als er von einem Freund eine interessante Arbeit vermittelt bekommt. Der bekannte Komponist Bergmann sucht einen Autor, der ihm beim Verfassen seiner Memoiren hilft. Doch neben dem egozentrischen Komponisten verschwindet der schüchterne, zurückhaltende und wenig selbstbewusste Georg nahezu. Er ist hin- und hergerissen zwischen grenzenloser Bewunderung und tiefer Verachtung für den Maestro, der jeder Marotte und Schrulle, die ihm in den Kopf kommt, sofort nachgibt.

Nach dem Erfolg des vorangegangenen hervorragenden Romans von Hans-Ulrich Treichel Der Verlorene, war die Erwartung an sein neues Buch hoch. Leider enttäuscht Treichel seine Leserschaft. Die Beziehung zwischen den beiden ungleichen Männern bleibt blass, gekünstelt und blutleer. Es beschleicht den Leser der Verdacht, dass Treichel sich ein Thema gesucht hat, das ihn schon während des Schreibens nicht mehr interessiert hat. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Der Roman erzählt von den Irrfahrten eines schüchternen jungen Mannes in die fremde und befremdliche Welt der Kultur und der Künste, des Erfolgs und des Ruhms.
Georg Zimmer, im Emsland in der norddeutschen Provinz aufgewachsen und angehender Doktorand in Berlin, gerät per Zufall in die Fänge eines Komponisten, der weltberühmt und "eine Art Brahms oder Beethoven" ist. Er folgt diesem nach Schottland, New York und Sizilien, wo er, von dem Klangkünstler angeheuert, um an der Niederschrift der Memoiren mitzufeilen, von einer verstörenden Erfahrung in die andere gerät. Verstörend ist die geradezu atemlose Produktivität des berühmten Mannes, dem es Georg so gern ein wenig nachtum würde. Verstörend ist auch die beinahe brüderliche Nähe zwischen dem Doktoranden und dem Komponisten, die freilich ein bedrohtes Glück ist.
Nicht nur weil letzterer so bedeutend, sondern weil Georg Zimmer so wenig bedeutend und auf einen Brahms oder Beethoven nicht sonderlich vorbereitet ist. Genausowenig wie auf die betörende Mary, eine junge Frau aus Manhattan, der er erst in New York und dann auf Sizilien im Haus des Komponisten begegnet. Doch ist es nicht nur die unerreichbare Mary, die in ihm zuletzt einen großen Schmerz auslöst.
Offenbar wird die Geschichte eines jungen Mannes, der in der Kunst das Licht der Welt sehen will und darüber, geblendet und verwirrt, in ein krudes Dunkel gerät, ja ganz den Boden unter den eigenen Füßen zu verlieren droht. Georg Zimmer, der schüchterne Doktorand aus Berlin, muß am Ende eines andante furioso erkennen, daß Meistern, die vom Himmel fallen, zutiefst zu mißtrauen ist.

Über den Autor

Hans-Ulrich Treichel, am 12.8.1952 in Versmold/Westfalen geboren, lebt in Berlin und Leipzig. Er studierte Germanistik an der Freien Universität Berlin und promovierte 1984 mit einer Arbeit über Wolfgang Koeppen. Er war Lektor für deutsche Sprache an der Universität Salerno und an der Scuola Normale Superiore Pisa. Von 1985-1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin und habilitierte sich 1993. Seit 1995 ist Hans-Ulrich Treichel Professor am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig.
 

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