Nachdem der letzte Tristan Irle <<Lampenfieber>> ein wenig verkorkst war, hat Ralf Strackbein sich dieses Mal selbst übertroffen. Eine sehr spannende siegerländer Krimalgeschichte mit dem Freimaurertum als Motiv. Die sehr gute Rescherschearbeit des Autors schlägt sich in einer spannenden, nachvollziehbaren und fehlerfreien Arbeit nieder. Für Tristan Irle-Fans zeichnet sich nach langejähriger Ermittlung des Detektivs eine Annäherung an den Krimalhauptkommissar Pfeifer ab. Auch weitere Figuren wurden angepasst. Der ansonst so mürrische Staatsanwalt hat doch andere Seiten an sich.
Da der Autor sich auf den Zeitgeist mit aktuellen Geschehnissen (Baustellen/Neubauten) oder technischen Entwicklungen (vom Fax zum Internet) bezieht und das Alter von Irle und seiner Freundin Helga immer wieder benennt, fällt auf, dass Irle und Helga nicht älter werden. Der Autor muss sich also an die Zeilinie machen, sonst ermittelt bald ein siebzigjähriger Detektiv, der aber laut Text immer noch Mitte 50 ist.
Insgesamt emphehle ich dieses Buch uneingeschränkt. Tolle Arbeit!