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Tristan
 
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Tristan [Taschenbuch]

Gottfried von Straßburg , Gottfried von Straßburg
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, 1977 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: De Gruyter; Auflage: 4 (1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3110075164
  • ISBN-13: 978-3110075168
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Gottfried
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Tristan
EZ um 1210 OA 1821 DE 1844Form Reimpaarepos Epoche Mittelalter
Gottfried von Straßburgs 19 000 Verse umfassendes, aus unbekannten Gründen unvollendet gebliebenes Epos gilt als ein Höhepunkt der deutschen höfischen Literatur des Mittelalters.
Entstehung: Der Stoff des Tristan entstand wahrscheinlich zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert bei der keltischen Urbevölkerung Schottlands und gelangte von dort in die Bre-tagne. Eine hypothetische französische »Urfassung« wird für die Mitte des 12. Jahrhunderts angenommen. Anhand von erhaltenen Texten ist der Stoff in Frankreich nach der Jahrhundertmitte nachweisbar; eine erste deutsche Fassung stammt von Eilhart von Oberg. Gottfried stützt sich nach eigener Aussage auf die französische Bearbeitung des Thomas d'Angleterre. Im Mittelalter wurde das Verhalten der Ehebrecher Tristan und Isolde entsprechend der offiziellen Moral oft negativ bewertet; Gottfried dagegen feiert diese Liebe und konstruiert damit sozusagen einen Bereich eigenen Rechts.
Inhalt: Der früh verwaiste Tristan wird mit 14 Jahren nach England entführt. Seine höfische Art bringt ihn in Kontakt zu König Marke, der ihn, als er erkennt, dass Tristan der Sohn seiner Schwester ist, zum Erben seiner Herrschaft machen will. In einem Kampf gegen Morolt, der für den irischen König Tribut eintreiben will, siegt Tristan, wird aber schwer verwundet. Da die irische Königin, Morolts Schwester, für ihre Heilkünste berühmt ist, macht Tristan sich verkleidet nach Irland auf. Seine musikalischen Künste verschaffen ihm Zugang zum Königshof; die Königin heilt ihn und er gibt der Königstochter Isolde Musikunterricht. Nach England zurückgekehrt, übernimmt er den Auftrag, für Marke um Isolde zu werben. Erneut inkognito befreit er Irland von einem Drachen und erhält zum Dank Isolde zugesprochen; er bleibt jedoch seinem Auftrag treu und man gibt ihm Isolde für Marke mit. Auf der Überfahrt nach England nehmen Tristan und Isolde aus Versehen einen Liebestrank zu sich, der eigentlich für das künftige Ehepaar bestimmt war, aber auch bei den beiden seine Wirkung tut. Isoldes Dienerin muss in der Hochzeitsnacht deren Rolle übernehmen, um Marke über den Verlust von Isoldes Jungfernschaft zu täuschen. In der Folgezeit gelingt es Tristan und Isolde, unbeobachtete Treffen zu arrangieren, auch dann noch, als Marke und der Hof schon misstrauisch geworden sind. Marke sucht schließlich Gewissheit, indem er Isolde einem Gottesurteil unterwirft, das diese aber dank eines geschickten Schwurs unbeschadet übersteht. Schließlich werden sie und Tristan vom Hof verbannt. In der aus heidnischer Zeit stammenden »Minnegrotte« führen Sie ein glückliches Leben und verbringen ihre Zeit mit Liebe, Gesprächen und Musizieren. Ein Jäger entdeckt sie und führt Marke zu der Grotte; Tristan, der Marke bemerkt, legt ein Schwert zwischen sich und Isolde als betrügerisches Symbol dafür, dass er Distanz zu Isolde hält. Marke, erneut getäuscht, lässt die beiden wieder an den Hof zurückkehren. Eines Tages überrascht er sie aber eng umschlungen auf einem Bett schlafend. Tristan flieht in das Herzogtum Arundel und verliebt sich in die Herzogstochter, die ebenfalls Isolde heißt. Mit einer Darstellung von Tristans Schwanken zwischen Treue und neuer Liebe endet Gottfrieds Text.
Zwei Fortsetzungen des 13. Jahrhunderts präsentieren einen anderen Ausgang: In der einen Fassung sterben Tristan und Isolde, in der zweiten führen sie ein Leben in Trennung.
Wirkung: Von Gottfrieds Tristan sind heute noch elf vollständige und 16 fragmentarische Handschriften erhalten, was als Indikator für eine recht breite Rezeption gilt. Ohne Zweifel beeindruckt haben sich die Zeitgenossen und Nachfahren von Gottfrieds Stil und Sprachkunst gezeigt. Konrad von Würzburg († 1287) und Rudolf von Ems († vor 1254) nennen ihn explizit als ihr Vorbild und beide sind bemüht, seinen Stil nachzuahmen; Konrad von Würzburg (zw. 1220 und 1230–1287) bezieht aus der Unbedingtheit der Tristan-Liebe den Maßstab für die ideale Minne, die er selbst in seiner Verserzählung Das Herzmäre feiert. Gottfrieds Name blieb das ganze Mittelalter hindurch bekannt, aber der Tristan erfuhr insgesamt ein zwischen moralischer Verdammung und sprachästhetischer Anerkennung gespaltenes Urteil. Seit der Wiederentdeckung des Originaltexts im 18. Jahrhundert haben sich Autoren um Neugestaltungen und Nachdichtungen in Vers und Prosa bemüht. Ein eigenes Kapitel der Rezeption stellt die Oper Tristan und Isolde (UA 1865) von Richard Wagner (1813–83) dar. R. B.

Kurzbeschreibung

Der früh verwaiste Tristan wird mit 14 Jahren nach England entführt. Seine höfische Art bringt ihn in Kontakt zu König Marke, der ihn, als er erkennt, dass Tristan der Sohn seiner Schwester ist, zum Erben seiner Herrschaft machen will. In einem Kampf gegen Morolt, der für den irischen König Tribut eintreiben will, siegt Tristan, wird aber schwer verwundet. Da die irische Königin, Morolts Schwester, für ihre Heilkünste berühmt ist, macht Tristan sich verkleidet nach Irland auf. Seine musikalischen Künste verschaffen ihm Zugang zum Königshof; die Königin heilt ihn und er gibt der Königstochter Isolde Musikunterricht. Nach England zurückgekehrt, übernimmt er den Auftrag, für Marke um Isolde zu werben. Erneut inkognito befreit er Irland von einem Drachen und erhält zum Dank Isolde zugesprochen; er bleibt jedoch seinem Auftrag treu und man gibt ihm Isolde für Marke mit. Auf der Überfahrt nach England nehmen Tristan und Isolde aus Versehen einen Liebestrank zu sich, der eigentlich für das künftige Ehepaar bestimmt war, aber auch bei den beiden seine Wirkung tut. Isoldes Dienerin muss in der Hochzeitsnacht deren Rolle übernehmen, um Marke über den Verlust von Isoldes Jungfernschaft zu täuschen. In der Folgezeit gelingt es Tristan und Isolde, unbeobachtete Treffen zu arrangieren, auch dann noch, als Marke und der Hof schon misstrauisch geworden sind. Marke sucht schliesslich Gewissheit, indem er Isolde einem Gottesurteil unterwirft, das diese aber dank eines geschickten Schwurs unbeschadet übersteht. Schliesslich werden sie und Tristan vom Hof verbannt. In der aus heidnischer Zeit stammenden >>Minnegrotte<< führen Sie ein glückliches Leben und verbringen ihre Zeit mit Liebe, Gesprächen und Musizieren. Ein Jäger entdeckt sie und führt Marke zu der Grotte; Tristan, der Marke bemerkt, legt ein Schwert zwischen sich und Isolde als betrügerisches Symbol dafür, dass er Distanz zu Isolde hält. Marke, erneut getäuscht, lässt die beiden wieder an den Hof zurückkehren. Eines Tages überrascht er sie aber eng umschlungen auf einem Bett schlafend. Tristan flieht in das Herzogtum Arundel und verliebt sich in die Herzogstochter, die ebenfalls Isolde heisst. Mit einer Darstellung von Tristans Schwanken zwischen Treue und neuer Liebe endet Gottfrieds Text. Zwei Fortsetzungen des 13. Jahrhunderts präsentieren einen anderen Ausgang: In der einen Fassung sterben Tristan und Isolde, in der zweiten führen sie ein Leben in Trennung.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wahrhaft "klassische" Ausgabe! 8. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein echter Klassiker der Weltliteratur, immer wieder neu erzählt und aufgelegt, dessen Inhalt man wohl eigentlich nicht mehr erzählen muß! Doch ganz kurz: In dieser Fassung von Gottfried von Straßburg finden wir - in schönem Mittelhochdeutsch - die tragische Liebesgeschichte von Tristan und Isolde. Diese dürfen einander nicht lieben - Isolde ist die Königin, Gemahlin des Königs Marke, und Tristan ist Markes Neffe, der Isolde als Braut aus Irland zu Marke nach Cornwall gebracht hat. Bei dieser Schiffsüberfahrt haben die zwei unwissentlich einen Liebestrank eingenommen und sind nun füreinander bestimmt und nur durch den Tod zu trennen. Durch heimliches Glück, große Leidenschaft und großes Leid führt das Schicksal die Liebenden in ein tragisches Ende. Kein anderer Roman hat Liebe und Leid zu fest zusammengeschweißt wie dieser...

Die Editionsgeschichte zu Gottfrieds "Tristan" ist erbärmlich, wenn man genau hinsieht: Es gibt keine aktuelle kritische Ausgabe von diesem Text. Der neueste kritische Apparat stammt von 1906 (!) von Marold; seine Edition hat einige Schwächen, welche von Ranke 1917 umfassend kritisiert worden sind. Dieser gab dann auch die bis heute wohl oder übel als maßgeblich ansehbare letzte Ausgabe heraus, und das war ja auch immerhin 1930... Weil Ranke seinen Lesartenapparat jedoch nie fertiggestellt hat, ist eine Kontrolle des von ihm editierten Textes unmöglich - das macht ihn angreifbar und zweifelhaft. Also kommt man doch wieder auf Marold zurück... ehe etwas besseres auf den Markt kommt. Wahrhaftig als trauriger "vorläufiger Behelf" muß auch Schröders neue Marold-Ausgabe (1969) angesehen werden, in die Rankes Kritik teilweise eingearbeitet wurde.

Kurz: Diese hier genannte Ausgabe ist sicherlich nicht die Bestmögliche, aber die beste, die es derzeit gibt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Guter Lebensberater! 8. September 2001
Format:Taschenbuch
Ich habe Tristan I und II der Reclam-Ausgabe (diese Ausgaben haben zwar keinen historisch-kritischen Aufbau, dafür aber eine ansprechend zu lesende Übersetzung ins Neuhochdeutsche) für meine mündliche Zwischenprüfung gelesen und war sehr erstaunt über die allgemeingültigen Aussagen Gottfriedes zu so früher Zeit (Neid, den Menschen empfinden gegenüber anderen, die ihr Leben positiv gestalten, über die Liebe im allgemeinen und über den Wert des Streits in einer Liebesbeziehung usw.). Ich war überaus positiv überrascht (ich musste es schließlich lesen) und kann das Werk nur empfehlen.
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