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Produktinformation
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Die Bewohner der Insel sind eigentlich Engländer, doch durch ihre Abgeschlossenheit mussten sie ein ganz eigenes soziales Beziehungssystem entwickeln, lebten und leben gewissermaßen einen utopischen Gesellschaftsentwurf mit allen Brüchen und Widersprüchen in der Praxis. Für einen Schriftsteller wie Schrott ist so etwas natürlich ein ideales Versuchslaboratorium, um nicht nur die Geschichte der Insel und deren Bewohner, sondern eigentlich die Geschichte der Menschen, ihrer Träume und Sehnsüchte der letzten 500 Jahre zu erzählen.
Den Rahmen bildet die Geschichte von Noomi Morholt, einer Polarforscherin, die in ihrer einsamen Station im Eis eine Kiste öffnet, die verschiedene Dokumente und Bücher über Tristan da Cunha enthält. Darin finden sich die Aufzeichnungen des Funkers und Kartografen Christian Reval, die Forschungsberichte des Briefmarkenhändlers Mark Thomson und schließlich Briefe, die der anglikanische Priester Edwin Heron Dodgson, der auf Tristan da Cunha lebte, an seinen Bruder Lewis Carroll geschrieben hat. Schrott verflechtet und verknüpft nun überaus kunstvoll und geschickt diese vier gegensätzlichen Lebensläufe und schafft es dadurch die nötige Plastizität für sein ausuferndes Panorama zu erreichen.
Viel hat Raoul Schrott in seinen Roman gepackt und man versteht, dass die Recherche zu seinem Buch lange gedauert hat und sehr intensiv war. Man erfährt etwas über Nautik, das Nordlicht, Kirchengeschichte, die viktorianische Zeit, Postwesen, Funk, Philatelie, Vulkanologie, Botanik, Geophysik oder die Geschichte der Antarktis, um nur einige der Themen zu erwähnen. Ein Roman für den man sich Zeit nehmen muss, aber das gerne tut. --Tobias Hierl -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Ziemlich unvergleichbar steht Raoul Schrott in der neueren deutschsprachigen Literatur da: Wie er seine großartigen Schilderungen unwirtlicher Natur -- nach der Wüste nun die einsamste aller Inseln -- mit Geschichten unerfüllter Liebe und historischen Exkursen verbindet, so völlig abseits aller Literaturtrends und -szenen. Dass die Texte Schrotts in dieser Hörspielfassung noch mehr zu begeistern vermögen, hat zum einen mit der sehr stimmigen musikalischen und akustischen Untermalung zu tun. Aber vor allem mit den hervorragenden Schauspielern, allen voran Sophie von Kessel und der Münchner Theaterstar Jens Harzer. --Christian Stahl
Hörspielfassung, 3 CDs, ca. 169 Minuten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die Geschichte der Insel Tristan da Cunha wird aus der Sicht verschiedener Personen aus unterschiedlichen Zeiten geschildert. Dabei erfährt der Hörer auch viel wissenswertes aus früherer Seefahrzeit und der damaligen Geschichte (wie wurden z.B. unbewohnte Inseln überhaupt in Besitz genommen, warum waren sie überhaupt wichtig etc.). Auch die Geschichte der einzelnen Personen bleibt dabei nicht auf der Strecke.
Tolle Sprecher und gut gemachte Hintergrundmusik machen das Hörspiel zum Ohrenschmaus.
Dieses Hörspiel ist für alle die geduldig und detailverliebt hören können.
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