Dass ich Tripping The Rift" mag, lässt sich mühelos meiner Rezension der ersten Staffel entnehmen. Ob Tripping The Rift" auch auf Spielfilmlänge überzeugen kann, lässt sich daraus aber nicht automatisch schließen. Futurama" ist zum Beispiel ein Konzept, was auf Serienlänge wunderbar funktioniert, aber die Filme, insbesondere Bender's Game" fallen leider stark ab. Das mag darin begründet liegen, dass man für die Spielfilmlänge komplexere Handlungsstränge und Erzählweisen gewählt hat, die sich dadurch zwar von der Serie abheben, leider aber auch den anarchischen Charme der Serie ertränken.
Bei" Tripping The Rift" hat man diesen Fehler nicht begangen. Erzählerisch weicht der Film nicht von dem Serienkonzept ab und bietet episodenhafte, anarchische, in Testosteron und Blut getränkte Unterhaltung (mit einem Schuß Tränenflüssigkeit, die man als Zuschauer nach herzhaftem Lachen selbst hinzufügt). Natürlich immer einem roten Faden folgend, nämlich der Flucht vor dem Clownterminator, der Chode", den Captain der Jupiter 42", ausschalten soll, weil dieser in der Zukunft anscheinend die Tochter des Dark Clown Chefs Darph Bobo" schwängert. Ja", sagt der besorgte Familienvater in uns allen mitfühlend, da würde auch ich einen Roboterclown mit Mordauftrag in die Vergangenheit schicken wollen".
Ein großes Plus des Films ist, dass der Film schier überläuft vor Film- und Serienzitaten. Gleich zu Beginn ist eine Nebenhandlung gänzlich in schwarz / weiß gehalten und empfindet auf witzige Weise Filmklassiker wie Frankenstein" und Frankensteins Braut" nach.
Politisch unkorrekt, sexistisch, gemein und irgendwie... niedlich. Der Film ist noch ein wenig besser animiert als die Serie und entlässt einen nach etwas unter 90 Minuten vortrefflich unterhalten und nachhaltig amüsiert!