Diese Aufnahmen von 1960/61 sind fast nie aus den internationalen Katalogen verschwunden, und das zu Recht.
Der ungarische Dirigent Ferenc Fricsay, schon 1963 im Alter von nur 49 Jahren an einer unheilbaren Krankheit verstorben, arbeitete hier mit einigen großartigen Künstlern der damaligen Zeit zusammen und hat zwei wunderbare Deutungen dieser nicht ganz so populären Werke hinterlassen. Géza Anda, Wolfgang Schneiderhan, Pierre Fournier und Janos Starker (bei Brahms) haben das ihre dazu beigetragen, daß man noch heute immer wieder gerne gerade zu dieser CD greift, wenn man Beethovens Tripelkonzert oder das Doppelkonzert von Brahms hören möchte. Die großartigen Solisten spielen mit Leidenschaft und ganzer Hingabe, drängen sich aber keineswegs in den Vordergrund, und niemand gerät in die Versuchung, die jeweiligen Kollegen zu übertrumpfen. Im Gegenteil: Alle ordnen sich dem klaren Konzept des Dirigenten ohne Wenn und Aber unter.
Trotz neuer digitaler Überspielung ist nicht zu überhören, daß es sich um frühe Stereo-Aufnahmen handelt, aber das sollte auf keinen Fall vom Kauf der CD abhalten. Wer sie besitzt, möchte sie nicht mehr hergeben. Die Texbeilage ist sehr zu loben, neben kurzen Werkbeschreibungen bringt sie interessante Details zu den Aufnahmen und den daran beteiligten Künstlern.