Ich muss schon sagen, dass mir die Verrisse, die manche Pat Metheny CDs bekommen, leicht auf die Nerven gehen. Ich finde auch, dass gerade die Pat Metheny Group Phasen hatte, in denen sie hauptsächlich den eigenen Fundus verwaltet hat, was auch mich enttäuscht hat.
Aber gerade dann, wenn er sich von dergleichen frei macht und einfach mal wieder spielt, wird er mit Argumenten verrissen wie „nicht homogen" oder nicht eingängig.
Mit dem gleichen Recht kann man auch sagen: vielseitig.
Ich vermute, hier geht es hauptsächlich um die Erwartungen der Hörer. Wenn er die nicht erfüllt, ist der Hörer unzufrieden. Und wenn er sie zu sehr erfüllt (sprich gar nichts Neues spielt) auch.
Bei den besten Pat Metheny Platten geht es aber ums Zuhören. Genauso wie The Way Up sind die Trioplatten sehr komplex.
Wenn man sich für diese Musik keine Zeit nimmt, ist man mit dem negativen Urteil schnell bei der Hand.
Ich bin heilfroh, dass ein geniale Gitarrist wie Pat Metheny auch relativ freie, ungeschützte Musik veröffentlicht, wie diese.
Irgendwann wird man ihm auch da zuhören.
Übrigens ist die Aufnahmetechnik ebenso wie bei der nachfolgenden live DoppelCD sagenhaft.