...nach dem Hack'n Slay Prinzip von den Machern von Dynasty Warriors.
Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber für Genre-Liebhaber ganz bestimmt kein Fehlgriff.
Grafik
Wer sehr viel Wert auf eine gute Grafik legt, wird von Trinity warscheinlich etwas enttäuscht sein. Es ist zugegebenermaßen gut für Koei Verhältnisse, aber es gibt heutzutage eben deutlich Besseres. Verglichen mit anderen Koei Titeln ist die Grafik weniger bunt geraten, wenn auch nicht so düster wie erwartet. Man bekommt aber ein gutes 'Fantasy-feeling' und gewöhnt sich mit der Zeit auch an den Look.
Kampfsystem
Man kann (wenn auch nicht gleich zu Beginn) zwischen 3 Charakteren wechseln, die sich alle durch spezielle Vor-und Nachteile auszeichnen.
Die Kämpfe finden in Echtzeit statt.
Der Schwierigkeitsgrad ist an sich gut balanciert. Bei manchen Gegnern (wie Basilisken) ist allerdings etwas Taktik und Timing gefordert.
Angegriffen wird standardmäßig mit der Waffe, mit Fertigkeiten oder Magie. Die Skills können durch FP (Fertigkeitspunkte) bis zu zwei Mal geupgraded werden, FP erlangt man durch das besiegen von Gegnern.
Das Angenehme: Zauber zählen als Fertigkeit und verbrauchen kein 'Mana' wie in anderen Games. Man kann sie also ständig anwenden.
Was auch interessant ist: Man kann mit der Umgebung interagieren, um so Gegner zu besiegen, z.B. kann Areus mit seinem Feuerball Gestrüpp in Brand setzen, dass bei Berührung den Gegner schädigt. Oder man kann Wasser gefrieren lassen, das ebenfalls die im Wasser befindlichen Gegner einfriert.
Durch fortlaufendes treffen der Gegner füllt sich eure Seelenanzeige. Ist sie voll, kann man einen 'Soul Burst' auslösen, einen starken Flächenangriff, der einem in einer brenzlichen Situation das Leben retten kann.
Etwas nervig: Die Charaktere, die man gerade nicht steuert, unterstützen einen zwar im Kampf, die AI ist aber nicht besonders intelligent. Allerdings besitzen sie Support-Zauber, Dagda z.B. kann die Verteidigung boosten. Und auch wenn sie auf sich allein gestellt nicht besonders gut kämpfen, lenken sie wenigstens die Monster ab. Nur sollte man sich nicht allzu sehr auf sie verlassen.
Sonstiges:
Es gibt sehr viele Quests. Allerdings sollte man nach Möglichkeit immer einen nach dem anderen annehmen (außer, mehrere Questorte liegen 'auf dem Weg'), da es sein kann, dass sonst ein anderer Abenteurer die Quest vor euch löst.
Das Game bietet einiges an Interaktionen. So könnt ihr zum Beispiel regelmäßig in den Tavernen der Städte vorbeischauen, um die neuesten Gerüchte zu erfahren.
Dies bringt euch unter anderem Titel, und somit auch Exp. Habt ihr dadurch oder durch Quests bestimmte Titel errungen, kommen Leute auf euch zu und erzählen euch etwas oder geben euch wiederum eine Quest oder auch Items. So wirkt das Game sehr lebendig.
Der Soundtrack ist angenehm und stimmig.
Das Game bietet viele weitere Features, so könnt ihr im Laufe eures Abenteuers neue "Seelen" (entspricht Klassen und bringt euch neue Skills) sowie andere Outfits für eure Chars freischalten.
Fazit: Trinity: Souls of Zill O'll lässt sich durchaus als Nischenprodukt bezeichnen. Wer sich von einigen Oldschool-Features wie Standbild-Dialogen (nicht immer, aber recht oft) oder einer zugegebenermaßen veralteten Grafik aber nicht abschrecken lässt, das Prinzip von JRPGs mag und gerne viel Questet, kann hier bedenkenlos zugreifen. Allen anderen würde ich raten, das Game vorher erst mal auszuleihen.