sowohl was den Umfang und den Inhalt, als auch die Emotionen betrifft, die den Leser unweigerlich erfassen.
Leon Uris erzählt die Geschichte mehrerer Familien in der nordirischen Provinz Ulster, deren Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind. Dabei spannt er den Handlungsbogen von der großen Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Zeit kurz vor dem Osteraufstand 1916. Da sind zum einen die Larkins, eine Bauernfamilie, die zusammen mit den anderen katholischen Familien des Dorfes mehr schlecht als recht ihr Dasein fristen. Conor Larkin, der nach dem Willen seines Vaters den Hof übernehmen soll, entscheidet sich im Laufe seiner Jugend, gemeinsam mit seinem Freund Seamus O'Neill, der als Erzähler fungiert, den Kampf für ein unabhängiges Irland gegen die Briten und die königstreuen Unionisten aufzunehmen. Des weiteren die Familien Hubble, aus altem anglo-irischen Adel, und Weed, einem Belfaster Großindustriellen, sowie verschiedene anderen Figuren aus den verfeindeten Lagern.
Es gelingt Leon Uris, die Romanhandlung geschickt in den historischen Kontext einzubetten. Sogar historische Persönlichkeiten wie Charles Parnell und Winston Churchill haben einen Gastauftritt. Dabei wirkt diese Quasi-Gratis-Geschichtsstunde niemals aufdringlich oder belehrend, obwohl sie an der Position des Autors keinen Zweifel lässt.
Man bekommt als Leser ein Gespür für Ursachen des Nordirland-Konfliktes und kann erschreckende Parallelen zur heutigen Zeit feststellen. Bis heute ist dieser Konflikt ungelöst und wird nach wie vor auf dem Rücken Unschuldiger ausgetragen. Und es handelt sich mitnichten um einen religiösen Konflikt. Gleichwohl tragen die Kirchen ihren nicht geringen Teil dazu bei.
Alles in allem ist der Roman spannend, politisch, traurig, erschütternd, manchmal humorvoll (wirklich nur manchmal!), hervorragend recherchiert und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.
Fazit: Unbedingt lesen!