Es ist selbst für einen Liebhaber immer wieder erstaunlich, wie Uris packende Themen der modernen Geschichte sagenhaft spannend und menschlich bewegend verpackt. Zumal man doch dachte, dass des Autors Spezialgebiet Israel und der jüdische Freiheitskampf sei. Doch allen zweifelnden Fans sei versichert: auch die Irische Unabhängigkeitsbewegung stellt Uris gewohnt stilsicher in kraftvollen Szenen dar, die es dem Leser nicht ermöglichen, das Buch auch nur einmal beiseite zu legen, bevor er nicht auf der letzten Seite angekommen ist. Es ist die Geschichte des mutigen, jungen katholischen Rebells Conor Larkin, der sich im Kampf gegen die Engländer in ein hübsches, evangelisches Mädchen verliebt (typisch Uris). Oder umgekehrt? Wer Uris Romane liest, kennt die Antwort. Wer nicht, sollte sie lesen. Mein persönlicher Favorit ist jedoch nicht Trinity, sondern Mitla Pass.