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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Am Höhepunkt, 24. Februar 2005
Sich auf Bombast und Kitsch, Hammond und Emerson in der Kritik zu beschränken, ist gerade bei diesem Album völlig daneben - dies an den Rezensenten "Unbekannt". Hier handelt es um ein kompaktes, von der Stimmung und dem Gesamtkonzept her schlüssiges Album. Überzeugen können vor allem "Trilogy" und "Abbadon's Bolero" aber "From The Beginning" von Greg Lake (mit dem ich sonst nicht zimperlich umgehe). Ausrutscher gibt es auf so gut wie jedem ELP-Album, hier ist es "The Sheriff" - da stimme ich zu. Absolute Hammond- und Synthesizer-Gegner sollten sich aber nach anderen Alben und Bands umsehen / umhören. Von mir aus ein wunderschönes ProgRock-Album.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ELP - anspruchsvoller Artrock, 4. Februar 2005
Sicher, am Artrock scheiden sich die Geister.Nach dem Debutalbum "Emerson, Lake & Palmer", das mit dem brachialen "The Barbarian" den Auftakt bildete und den gewaltigen psychedelischen Klanglandschaften auf "Tarkus", entwickelt EL&P mit dieser Scheibe den bereits auf "Pictures At An Exhibition" angedeuteten Musikstil weiter. "Trilogy" ist für mich das klassischste aller EL&P-Alben. Filigrane und ausgefeilte Orgel- und Synthesizerklänge aus der Hand von Meister Keith (der, wir erinnern uns, klassische Musik studiert hatte) tragen dieses edle und vom musikalischen Wust des Schlachtfelds auf "Tarkus" befreite Werk, ohne aber auf Experimentierfreudigkeit zu verzichten. Gewöhnungsbedürftig ist sicherlich der Kontrast zwischen dem als Ballade beginnenden Titelstück und dem im virtuosen Tastenspiel des Keyboarders aufgelösten Ende. "The Endless Enigma" ist ein weiterer Meilensteil und Anspieltipp: nach langer Aufbauphase erhebt sich das Stück, geht über in ein wüstes Intermezzo, um sich für eine kleine Weile im Universum der Klassik aufzuhalten und endet dann in einem majestätischen Finale. Dieses Stück ist ein ganzer Klangkosmos, den es zu entdecken gilt. Auch die kurzen Stücke ("From The Beginning" etwa) sind handwerklich solide, wie man es von EL&P gewohnt ist - aber Emerson wäre nicht Emerson, wenn er dieses Stück nicht mit seinen synthesizertechnischen Extravaganzen veredeln und abrunden würde. Für mich ist "Trilogy" das intelligenteste Album von EL&P. Vergleicht man dies mit den vorangegangenen Alben, sieht man, wie vielseitig und virtuos diese Musiker waren. EL&P mit den Ramones zu vergleichen ist meiner Meinung nach einfach unmöglich - das sind völlig verschiedene musikalische Welten. Und natürlich sind die Ramones bekannter geworden als EL&P - anspruchsvolle Musik findet selten ein breites Publikum. In der (Neo-)Progressive-Szene sind die Einflüsse von EL&P jedoch nach wie vor deutlich zu vernehmen. Fazit: wer lieber weniger Experimente und mehr Rock hören möchte, greift lieber bei "Tarkus" zu. Aus der Entwicklungsgeschichte von EL&P ist dieses Album jedoch nicht wegzudenken.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Highlight, 6. Dezember 2005
Nachdem er mit The Nice bereits Musikgeschichte geschrieben hat und die Klassik als Stilelement in den Rock eingeführt hat, formierte er das Dreigestirn Emerson, Lake & Palmer.
Greg Lake 'eiste' er von King Crimson los (auf deren beiden ersten Alben er mitwirkte), Carl Palmer übernahm er von der Vincent Crane Truppe Atomic Rooster.
Nach dem furiosen Debutalbum und den (meiner Meinung nach etwas schwächeren) Alben Tarkus und Pictures at an Exhibition kommt mit Trilogy wieder ein echtes Schmuckstück.Über The Sheriff lässt sich sicherlich streiten - es passt stilistisch sicher nicht ins Albumkonzept, mag aber als Gag durchgehen, solange man's nicht allzu Ernst nimmt.
Im Gegensatz zum späteren Album Brain Salad Surgery wird hier der Einsatz von Synthesizern noch in Maßen genutzt, ohne dass das Endprodukt steril und überproduziert klingt, was bei BSS leider der Fall ist.
Trilogy setzt positive Maßstäbe für den Prog der Siebziger und ist auch für die neuzeitlichen Produktionen eine immer noch gültige Meßlatte. Ich finde den Klang weder altbacken noch sonstwie 'in die Jahre gekommen'. Man sollte nicht vergessen, dass das Album aus dem Jahre 1972 stammt ...und DAFÜR klingt es mehr als gut, hört euch mal andere Produktionen aus dieser Zeit an!
Es hält (gekonnt) die Balance zwischen ruhigen Nummern (z.B. der mit akustischer Gitarre vorgetragenen Ballade From the beginning), hektischen, von Orgel dominierten Stücken wie Hoedown und komplexen Suitenarrangements wie The Endless Enigma und dem Titelgeber Trilogy, meinem persönlichen Favoriten.
ELP mit einer mittelmässigen Punktruppe zu vergleichen macht genauso viel Sinn, wie z.B. Gentle Giant mit John Lee Hooker gegenüberzustellen, nämlich keinen!
Wer auf infantiles Punkgebolze steht, O.K., wer anspruchsvolle Musik mag, sollte hier auf jeden Fall mal reinhören.
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