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Trilobiten: Fossilien erzählen die Geschichte der Erde
 
 
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Trilobiten: Fossilien erzählen die Geschichte der Erde [Taschenbuch]

Richard Fortey , Kurt Beginnen , Sigrid Kuntz
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423341114
  • ISBN-13: 978-3423341110
  • Originaltitel: Trilobite! Eyewitness to Evolution.
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 744.709 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Richard A. Fortey
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Dieses geistreich-spritzige Buch erinnert uns daran, um was es in den Wissenschaften eigentlich geht. [...] Einfach großartig!«
The New York Times



Mit seiner Leidenschaft gelingt dem Autor das Kunststück, den Leser für Tiere zu interessieren, deren Namen er vielleicht noch nie gehört hat und die nur noch als versteinerte Schalen oder indirekt als Abdrücke aus uraltem Gestein herausgeschlagen werden können.

Kurzbeschreibung

»Einstiegsdroge für Trilobitophile!« Die Welt aus der Sicht eines kleinen Krebstiers, das einmal millionenfach die Erde bevölkert hat.

Richard Fortey war 14 Jahre alt, als er seine erste Versteinerung, seinen ersten Trilobiten in Händen hielt – und damit rund 500 Millionen Jahre Erdgeschichte. Heute ist er eine weltweit anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der Paläontologie. Keiner versteht es wie er, diese Jahrmillionen mit ihren Urmeeren, Eiszeiten, Vulkanausbrüchen, beweglichen Kontinenten und merkwürdigen Tieren vor unseren Augen wiedererstehen zu lassen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorzeit im Kleinformat 3. Oktober 2002
Format:Gebundene Ausgabe
In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren ist das allgemeine Interesse an Erdgeschichte und urzeitlichen Lebensformen sprunghaft gestiegen, natürlich auch bedingt durch einschlägige Kinohits. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich dieses Interesse allerdings zumeist als pure "Dinomania", während andere Aspekte der irdischen Evolution eher ein Mauerblümchendasein führen. Das ist eigentlich schade, denn gerade in jüngster Zeit sind die Dinge gehörig in Fluss geraten. So waren zum Beispiel die "Schneeball-Stadien" der Erde, als der Planet selbst am Äquator mehrmals von Eismassen bedeckt war, bis vor kurzem noch unerforschtes Neuland.

Dagegen sind die Trilobiten (= Dreilappkrebse) schon wesentlich länger bekannt. Diese zwar unscheinbare, aber äußerst vitale Tiergruppe bevölkerte die Meere vom frühen Kambrium bis ins späte Perm - eine fast 300 Millionen Jahre währende Erfolgsstory. Dennoch: Eine Biographie dieser Geschöpfe zu schreiben, noch dazu in Form eines populärwissenschaftlichen Buches von 274 Seiten Umfang, erfordert neben einer guten Portion Begeisterung auch ein ziemliches Maß an Optimismus in Bezug auf Geduld und Interesse der potenziellen Leserschaft. Richard Fortrey, Paläontologe am National History Museum in London, ist dieses Wagnis eingegangen und hat seinen Lieblingsobjekten damit gewissermaßen ein Denkmal gesetzt. In einem flüssigen und gut lesbaren Stil beschreibt Fortrey die Historie sowohl der Trilobiten als auch der mit ihnen befassten Forschung, schildert detailliert jede anatomische Einzelheit dieser gar nicht so homogenen Spezies und richtet sein Augenmerk immer wieder auf die Umwelt - der Leser wird zum Zeugen von Kontinentalverschiebungen, Klimaänderungen und anderen geophysikalischen Ereignissen. Es ist gleichsam eine Wanderung durch das gesamte Erdaltertum, in dem die Trilobiten im wahrsten Sinne des Wortes die "Leitfossilien" spielen.

Erwartungsgemäß taucht auch hier eine Dosis Evolutionsphilosophie im Sinne von Stephen Jay Gould auf. Danach ist jede biologische Entwicklung ein rein willkürliches Geschehen, bestimmt durch die Würfel des Zufalls. Evolution bedeutet keinen Fortschritt im Sinne von Höherentwicklung, sondern nur eine "Veränderung auf gleichem Niveau". Diese Anschauung ist in angelsächsischen Paläontologenkreisen fast schon zum Dogma geworden (aber wie jedes dogmatische Gedankengebäude auch stets vom Einsturz bedroht).

Dies alles tut dem Buch jedoch keinen Abbruch. Richard Fortrey ist es dankenswerterweise gelungen, die verwendeten wissenschaftlichen Termini auf ein unverzichtbares Mindestmaß zurückzuschrauben und den relativ trockenen Stoff mit diversen Kunstgriffen und anekdotischem Material immer wieder aufzulockern. Trotzdem liest sich das Ganze nicht wie von selbst. Man muss schon ein klein wenig Enthusiasmus aufbringen, um in Begleitung einer Schar eigenartiger Krebstiere eine Reise durch die Zeit zu unternehmen. Leider hat der Verlag darauf verzichtet, englische Zitate und Gedichte ins Deutsche zu übersetzen (etwa nach dem Motto: Wer so etwas liest, braucht keine Übersetzung). Dafür ist das Werk ansprechend bebildert (natürlich hauptsächlich mit Trilobiten) und im Wesentlichen auch gut lektoriert.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nach der Lektüre des herausragenden Fortey-Buchs "Leben - die ersten 4 Milliarden Jahre" war eine entsprechende Vorfreude auf "Trilobiten" durchaus angebracht. Leider kann das Buch jedoch nicht mit dem Erstgenannten mithalten. Fortey beschreibt hier das Bild der Faszination einer Wissenschaft, was ihm in der Tat auch gelingt. Leider aber gibt es diesmal auch deutliche Schwächen. Zu oft bleibt Fortey bei Andeutungen stehen, die so auch aus populärwissenschaftlichen Zeitschriften zu entnehmen sind - dazu braucht es kein Buch. So werden zwar eine ganze Reihe von Arten mit ihren Merkwürdigkeiten dargestellt, ein großes Bild der Lebewelt der Trilobiten zu jenen Zeiten, ihre Rolle im "großen Spiel" dürfte sich der Leser aber wohl kaum machen können. Dabei ist es doch gerade dies, was die Quintessenz der Detailarbeiten an Fossilien ist. Ein unübersehbarer Makel des Buches ist eindeutig die immer wieder aufkommende Polemik. Fortey richtet oft über Verhaltensweisen von Kollegen in bestimmten Situationen und bei bestimmten wissenschaftlichen Auseinandersetzungen. Er kritisiert persönlichen Angriffe und sture Behauptungen. Es ist sehr erstaunlich, dass er nicht erkennt, dass er genau diese Verhaltensweise, die er (zu Recht) massiv an einigen Personen kritisiert, selber sehr ausgeprägt an den Tag legt. Mitunter fühlt sich der Leser als ungefragter Zuhörer von persönlichen Abrechnungen des Autors mit wissenschaftlichen Zeitgenossen. Dies macht das Buch in gewissem Maße - peinlich.
Wer unterhaltsam in die Paläontologie hinein schnuppern möchte, dem sei eher das oben genannte, andere Buch Fortey's empfohlen. Als erstes die "Trilobiten" zu lesen, könnte dazu führen, dass man das Buch unausgelesen beiseite legt und sich lieber einem anderen Hobby zuwendet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer -wie ich- meist nur Sachbücher aus dem Bereich der Paläontologie liest wird dieses Buch als gelungene Abwechslung empfinden. Zum einen wird sehr gut leserlich die Geschichte der Forschung rund um Trilobiten erzählt, zum anderen kann der Autor es nicht lassen und durchaus amüsant zu erzählen wie er selber seine Liebe zu diesen fossielen Tieren entdekt hat. Kurzum ein gelungenes Buch für jeden der sich mit Trilo's auseinandersetzt. Kurzweilig, teilweise lustig (immer schön wenn man seine eigenen Schwächen wiederentdeckt) und informativ. Das rein wissenschaftliche bleibt nicht ausgechlossen, es ist nur nett verpackt in Geschichten eines Wissenschaftlers.
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