Das Buch behandelt auf hohem Niveau ein extrem wichtiges Thema: In welchen Rollen und Verhaltensmustern einzelne sich typischerweise in die Arbeitswelt einpassen und welche Konsequenzen aus den Unterschieden gezogen werden können.
Eine sehr brauchbare, interessante und vor allem mit Erfahrung aus realen Experimenten fundierte Typologie wird vorgestellt.
Was an diesem Buch nicht so gelungen ist, ist, dass die Typologie nicht noch einmal einfach erklärt wird, die in einem anderen Buch, welches ich nicht vorliegen hatte, erarbeitet wurde. Sie wird vorausgesetzt.
Wenn man das Buch also ohne den Vorgänger liest, muss man sich den Kern immer anhand einer nachgelagerten Diskussion erschließen. Das Buch ist also entweder nicht 100%ig nutzbar oder erfordert die Lektüre eines anderen, dickeren Buches.
Die Sprache ist zudem sehr gediegen und evtl. noch anspruchsvoller, als es unbedingt notwendig ist, um die gleichen Gedanken zu transportieren. (Kein pragmatisch, amerikanischer Stil, sondern eben doch der eines englischen Professors).
Insgesamt ist es aber dennoch ein sehr wertvolles Buch, dass wegen der hohen Anforderungen (Vorarbeit in anderm Buch, anspruchsvolle Sprache) leider zu hohe Hürden zur unmittelbaren Nutzung/Umsetzung errichtet. Darum vergebe ich 3 Sterne mit der Tendenz zu 4.