Durch seine Tätigkeit als Redakteur zahlreicher bekannter Zeitungen und Redaktionsleiter bei verschiedenen TV-Produktionen hat sich Marc Kayser sicher ein genaues Bild der weltpolitischen Bühne machen können. Erfahrungen die er nunmehr in seinem ersten Roman verarbeitet hat.
Im Mittelpunkt von TRIAS steht ein wahnwitziger Billionen-Dollar-Vertrag mit dem sich drei gierige Rohstoffmächte für die nächsten Jahre wirtschaftlich absichern möchten. Die Unterschrift soll im Rahmen des G8-Gipfels erfolgen, der im deutschen Seebad Marienstrand stattfinden soll. Doch dann erschüttern zwei Attentate die Sicherheitskräfte in Berlin und Moskau. Auf deutscher Seite beginnt der BKA-Mann Markus Croy zu ermitteln. Eine erste Spur führt nach Tschechien. Nach und nach kommt er dem Plan auf die Spur, doch seine Ermittlungen sind ein Wettlauf gegen die Zeit.
TRIAS ist ein überaus ambitionierter Politthriller, der es von der Idee her ohne Frage mit der Konkurrenz aufnehmen kann. Leider ist die tatsächliche Umsetzung nicht so überzeugend geworden, wie man zunächst vermuten könnte. Neben einiger inhaltlicher Schwächen, die schon von anderen Rezensenten angesprochen wurden, konnte auch mich der Roman nicht wirklich fesseln.
Mir fehlte vor allem die Identifikation mit den Figuren. Markus Croy ist zwar gut angelegt, schafft es aber als Hauptfigur nicht, die Handlung zu schultern. Auch die zahlreichen Perspektivenwechsel tragen im Fall von Trias dazu bei, dass der Roman nicht so recht in die Gänge kommen will.
Die bereits im Klappentext angesproche Fortsetzung wird dann auch im Epilog schon mehr als eindeutig eingeführt. Bleibt zu hoffen, dass sich Marc Kayser noch ein wenig steigern kann.