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Treue Genossen: Ein Arkadi-Renko-Roman
 
 
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Treue Genossen: Ein Arkadi-Renko-Roman [Taschenbuch]

Martin Cruz Smith , Reiner Pfleiderer
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (9. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442463238
  • ISBN-13: 978-3442463237
  • Originaltitel: Wolves Eat Dogs
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.319 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Martin Cruz Smith
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Moskau ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Die Stadt schwimmt in Farbe, und im trüben Scheinwerferlicht vom Roten Platz spiegeln sich die Leuchtreklamen der Kasinos am Revolutionsplatz. Das Licht unterirdischer Einkaufspassagen erleuchtet den Untergrund der Stadt. Es ist ein kapitalistisches Licht, das immer noch nicht so recht zur Atmosphäre Moskaus passen will: ein Licht, dass auch den Tod Pasha Iwanows bescheint, der zehn Stockwerke unter Chefinspektor Arkadi Renko in seltsamer Verkrümmung auf dem Pflaster liegt. Um ihn herum parken die Geländewagen seiner Leibwächter, denn Ivanow war ein einflussreicher Mann. Als Chef eines Großkonzerns mit dem programmatisch klingenden Namen NoviRus war er eine Art Lichtfigur der neuen reichen Herrscherklasse. Nun ist er tot, in seiner Hand einen Salzstreuer mit radioaktiv verseuchtem Material. Mit der Selbstmordtheorie von Staatsanwaltschaft und Geschäftspartnern will Renko sich nicht zufrieden geben. Er bohrt weiter -- und kommt einem Skandal auf die Spur, in dem auch der Reaktorunfall von Tschernobyl eine bezeichnende Rolle spielt…

Mit Gorki Park führte uns der US-amerikanische Halbindianer Martin Cruz Smith mitten hinein ins kriminelle Herz des sowjetischen Machtapparats. Jetzt ist der eiserne Vorhang des Kalten Krieges gefallen, der Kommunismus ist besiegt -- und trotzdem deckt Smiths unerschrockener Ermittler Renko auch im kapitalistisch gewordenen Russland jene mörderischen Strukturen auf, die offenbar über die Regime und Ideologien hinweg bestehen können. Dass es in Treue Genossen dennoch auch -- und vor allem -- um sowjetische Vergangenheit, alte Seilschaften und die menschenverachtenden Umweltsünden aller Tage geht, macht das Buch nur packender. Alles in allem ist Treue Genossen wieder ein umwerfend spannender Renko-Krimi geworden, der das Zeug hat, auch als Kinofilm zum Kassenschlager zu avancieren. Aber eigentlich sollte man so lange nicht warten. Denn Smith versteht es, derart plastisch zu erzählen, dass man sich den Film im Kopf bei der Lektüre nicht entgehen lassen sollte. -- Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Der Mann, der die schönsten, finstersten Krimis aus Russland schreibt, heißt Martin Cruz Smith." (Kulturnews )

"Erstklassige Story und lehrreiches Zeitdokument." (Facts )

"Cruz Smith hat ein Gespür für originelle Schauplätze und die gekonnte Verbindung von Fakt und Fiktion." (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tschernobyl ist überall 12. November 2006
Von Beowulf
Format:Taschenbuch
Arkadi Renko wurde uns zu tiefsten Sowjetzeiten als Ermittler der Moskauer Miliz in Gorki Park vorgestellt und auch heute treibt sich der immer noch gegen das System, heute das der Korruption der "Neurussen" kämpfende Ermittler gerne dort herum. In seinem neusten Fall hat er Ärger mit seinem vorgesetzten Staatsanwalt- der ihn wegen eines Aufsichtsratspostens in einem der neuen russischen Ölkonzerne als Ermittler gegen dessen Chef einsetzt. Wie wir seit Polarstar wissen kann Arkadi Renko Fische ausnehmen- BWL hat er nie studiert. Die Ermittlung soll als auch gar nichts bringen. Als der Chef des Unternehmens aus seiner perfekt gesicherten Burg im zehnten Stock eines Hochhauses auf die Straße fliegt stellt sich die Frage, wie freiwillig war sein letzter Flug. Arkadi Renko findet Salz in einem Schrank und einen Salzsteuer unter der Leiche- von dort führt die Spur in die verbotene Zone an Reaktor vier, aus Russland hinaus in die heute unabhängige Ukraine. Dort findet sich eine zweite Leiche- ein Ex-Kollege des "Springers", selbst Wirtschaftsboss und Neu- Russe wird mit durchgeschnittener Kehle gefunden, wo er nicht sein durfte. Noch viele Leichen kreuzen Arkadi Renkos Weg und nur viel Glück und Timing verhindern, dass er Opfer der Umstände in dieser Todeszone wird, bevor er die Lösung findet und die Täter ihrer Gerchtigkeit gegenüberstehen- die nicht der Gerechtigkeit der Justiz entspricht- aber das ist eben Arkadi Renko. Dabei entdeckt Arkadi Renko auch die Liebe wieder- langsam und zart.

Ein Thriller ohne Aktion, aber mit gehörig Thrill. Tschernobyl ist uns weit weg und lange im hintergrund des Hirns begraben, hier wird es heiß und strahlend vorgeführt in die düstere, kriminelle Realität der Jetztzeit.

Ein unbedingt lesenswerter Roman, wenn auch nicht ganz in der Klasse von Gorki-Park, fesselt von Seite zu Seite mehr, bis zum überraschenden und nachdenklichen Finale.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe fast alles von Cruz Smith gelesen und frage mich immer wieder: Wie hat er diesen Renko hingekriegt? Da, wo er nicht mitspielt, sind Cruz Smith Romane nicht mehr als guter Durchschnitt; für mich jedenfalls. Dann kommt nach etlichen Jahren endlich ein Nachfolger von Gorky Park, Polar Star, Das Labyrinth und Nacht in Havanna und schon nach den ersten Seiten ist das alte Prickeln und Mitfiebern wieder da. Unglaublich. Dabei ist der Charakter der Romanfigur Arkadi Renko eher schlicht und wortkarg gestrickt. Vielleicht liegt es gerade daran, ich weiß es nicht. In jedem Fall ist Renko, erklärbar oder nicht, Kult. Mit ihm tauchen wir in Russlands Alltag ein und werfen einen Blick auf die russische Seele. Arkadi Renko ist ein klassischer Loosertyp, aber einer, den man niemals unterschätzen darf. In Treue Genossen untersucht er den Tod des Geschäftsmannes Iwanow, der sich aus dem Fenster eines Hochhauses stürzt. Renko glaubt zunächst nicht an Selbstmord und stellt fest, dass Iwanows Geschäftsfreunde ebenfalls tödlich bedroht werden. Eine Spur führt nach Tschernobyl und Renko jagt einem Phantom von Rache und Vergeltung nach.

Arkadi Renko ist der typische Prototyp des Ermittlers. Keine aufgeblähten CSI oder Handyschnickschnack Überwachungsmethoden. Hier wird noch immer mit dem wichtigsten Mittel des Cops ermittelt: Dem Kopf! Und da ist Renko einzigartig gut. Nebenbei gewährt uns Cruz Smith Einblicke in das Tschernobyl nach der Katastrophe und Gefühlswelten, die wir so aus anderen Krimis nicht kennen. Treue Genossen habe ich bis zum Ende nicht mehr aus der Hand gelegt. Allerdings muss ich eingestehen, dass ich eingefleischter Renko-Fan bin. Ich hoffe inbrünstig, dass Cruz Smith uns nicht wieder so lange warten lässt, denn ganz ehrlich: Ohne Renko fehlt mir was.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Treue Genossen" ist ein sehr nachdenkliches Buch über die Gesellschaft und die politische Situaton in Rußland. Inspektor Renko, den die Fans des Autors bereits in "Gorki Park" erstmals kennenlernen konnten, bemüht sich um die Aufklärung eines mysteriösen Selbstmordes. Der Chef der Firma Novi Rus, Pascha Iwanow, stirbt nach einem Sturz aus seinem Fenster im dritten Stock seines Büros. Dort war er erst rund 10 Minuten vorher eingetroffen, wie eine Videokamera festhält. In seiner Wohnung entdeckt Renko lauter Salz. Wofür brauchte Iwanow Salz? Erst recht verzwickt wird die Sachlage, als sich herausstellt, dass dieses Salz radioaktiv ist. Renkos Vorgesetzter besteht darauf, die Todesursache sei Selbstmord und versucht Renko mit allen Mitteln, an weiteren Ermittlungen zu hindern, die diesen in die Todeszone von Tschernobyl führen. Dort taucht eine weitere Leiche auf...

Dieses Buch ist kein Thriller wie es Gorki Park war. Es ist ein zutiefst nachdenklicher Roman über Kontinuitäten der russischen Gesellschaft vom Kommunismus bis heute. Beeindruckend vor allem die Szenen in der Zone von Tschernobyl, die mich an die Schilderungen von Jurij Scherbaks Buch: Tschernobyl erinnert haben. Dies gilt vor allem für die Charakterzeichnung der dortigen Menschen, die der Autor mit großer Authentizität und viel Feingefühl gezeichnet hat. Sicherlich hat sich Cruz-Smith intensiv mit den dramatischen Ereignissen um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und ihren Folgen beschäftigt.

Ich fand das Buch dennoch - insbesondere zu Beginn - etwas zäh zu lesen. Lange Zeit wollte bei mir keine Spannung aufkommen; ich fing immer wieder zu lesen an. Dies mag daran liegen, weil ich einen Thriller im Stile von Gorki Park erwartet hatte. Wie oben bereits dargelegt, werden diese Erwartungen nicht erfüllt. Das Buch besticht jedoch durch enorme Sachkenntnis und realistische, authentische Charaktere. Insbesondere die Persönlichkeit des zähen Inspektors Renko überzeugt. Außerdem gibt der Roman ein meines Erachtens gutes Bild der sogenannten Bismeny, also der kleinen Schicht der russischen Superreichen, die sich in der Ära Jelzin bildete und zu der der Ermordete gehörte. Also ein sehr authentisches Bild der heutigen russischen Gesellschaft, aber auch ihrer Kontinuiten zur kommunistischen Vergangenheit, wird durch diesen Roman gezeichnet. Dies tröstet über einige zähe Stellen, besonders zu Beginn, hinweg. Daher nicht nur für Thrillerfans, sondern für alle Interessierten Rußlands und für alle diejenigen, die sich für die Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl interessieren, lesenswert.

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Die neuesten Kundenrezensionen
wird bei jedem Lesen besser
als Leser aller bisherigen Renko Bände konnte ich dieses Buch kaum erwarten. Zugegeben, besonders die ersten Seiten sind relativ zäh, auch der abrupt erscheinende Sprung... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Hase veröffentlicht
Kein Thriller
Die meisten Rezensionen haben recht: Dies ist kein besonders spannender Thriller bei dem die Nerven zum Zerreißen gespannt sind und der seine einzige Stärke aus der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2010 von Wolle
Deprimierend
Der russische Baumillionär Pascha Iwanow ist tot und scheint aus dem Fenster seiner, der sichersten Wohnung Moskaus gestoßen worden zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juni 2008 von Mario Pf.
Wie macht Cruz Smith das bloß?
....dass seine Arkadi-Renko-Romane auhentisch anmutende Atmosphäre im Überfluss vermitteln. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Mai 2007 von Henning Kolf
Arkadi Renko ermittelt wieder - diesmal in Tschernobyl
Nch "Gorki Park" (Goldmann 44662 - "Gorky Park", 1981, "Polar Star" (Goldmann 44661 - "Polar Star", 1989), "Das Labyrinth" (Goldmann 44663 - "Red Square", 1992) und "Nacht in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2007 von Ewald Judt
Nachdenklich
Ich habe alle Bücher mit A. Renko gelesen und hatte natürlich etwas im Stile von Gorki-Park erwartet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2006 von Brigitte Lange
Gut, aber?
Seit Gorki Park warte ich auf Neues mit und über Arkadi Renko. Es ist wie eine Flucht, Cruz Smith schreibt immer gut, aber an Gorki Park kommt er nie mehr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Mai 2005 von Tita Furst Koren
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